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Die swimsportnews-Berichterstattung zu den Deutschen Meisterschaften 2017 wird präsentiert von Speedo.

(15.06.2017) Die DSV-Schwimmer sind mit einem Rekord-Doppelschlag in die Deutschen Meisterschaften 2017 gestartet. Zwei nationale Bestmarken fielen am ersten Wettkampftag in Berlin. Die WM-Normen erwiesen sich aber als die erwartet harten Brocken: Nur ein Schwimmer konnte sich bisher für die WM in Budapest qualifizieren.

Poul Zellmann durfte heute gleich zweimal Jubeln. Schon im Vorlauf buchte der Essener sein Ticket für die Schwimm-Weltmeisterschaften 2017, indem er über die 400m Freistil die U23-Norm in 3:47,68 Minuten untebot. Im Finale legte er dann noch einmal eine Schippe drauf.

In 3:47,49 Minuten schnappte sich der 21-Jährige seinen ersten Meistertitel bei den Erwachsenen und durfte damit dann auch zum zweiten Mal jubeln. "Das war ein toller Moment, einer der schonsten Momente in meinem Leben. Endlich hat es geklappt", meinte er voller Euphorie nach dem Rennen. Silber und Bronze gingen an Clemens Rapp (3:48,31) und Henning Mühlleitner (3:50,93).

Weitere Tickets für die Weltmeisterschaften konnten die Schwimmer heute nicht buchen. Das war aber schon nach den Vorläufen abzusehen. Als einziger hatte hier Fabian Schwingenschlögl die am Morgen zu schwimmende Norm geknackt. In 1:00,47 Minuten kam er über die 100m Brust aber nicht an seine Vorlaufleistung heran und holte "nur" Silber. Den Sieg sicherte sich stattdessen Christian vom Lehn, der sich in 59,47 Sekunden zudem für eine möglichen WM-Lagenstaffel empfahl. Marco Koch wurde in 1:00,56 Minuten Dritter.

Auch Marek Ulrich kann auf eine WM-Nominierung hoffen, sollte der DSV in Budapest eine Lagenstaffel der Herren melden. In 54,27 Sekunden schnappte Ulrich dem Titelverteidiger Jan-Philip Glania den Sieg vor der Nase weg. Dem Frankfurter blieb in 54,36 Sekunden nur Silber. Dahinter kam Christian Diener (54,96) auf Rang drei.

Bei den Damen stand schon nach den Vorläufen fest, dass es hier heute keine WM-Tickets geben wird. Trotzdem sorgten auch die Frauen heute für ein paar Achtungszeichen. Über die 200m Brust blieb Jessica Steiger in 2:25,00 Minuten um 3,3 Zehntel unter dem fast genau zehn Jahre alten Deutschen Rekord von Birte Steven. „Ich habe gehofft, dass ich den Deutschen Rekord knacken kann. Dass es jetzt hier geklappt hat, ist super“, erklärte Steiger nach dem Rennen. „Und dass es fast utopisch werden würde, die WM-Norm zu knacken, war mich auch klar.“ Diese lag bei 2:22,87 Minuten. Die weiteren Medaillen holten Vanessa Grimberg (2:27,18) und Michelle Lambert (2:29,84).

Nur wenige Minuten später legte Aliena Schmidtke nach. Über die 50m Schmetterling verbesserte die in den USA lebende Magdeburgerin den Deutschen Rekord von Dorothea Brandt in 26,00 Sekunden um zwei Hundertstel. Silber sicherte sich Anna Dietterle (26,17). Dahinter holte Maya Tobehn Bronze und stellte in 26,74 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 15-Jährigen auf.

Für die Überraschung des Tages sorgte David Thomasberger. Er hatte sich bei den Herren gerade so über ein Ausschwimmen ins Finale über die 50m Schmetterling gerettet. Und hier legte er auf der Außenbahn voll los und sicherte sich in 23,81 Sekunden mit hauchdünnen drei Hundertsteln Vorsprung vor Damian Wierling den Sieg. Auch hier gab es einen Jahrgangsrekord auf Platz drei: Luca Nik Armbruster stellte in 24,06 Sekunden einen Bestmarke bei den 16-Jährigen auf.

Spannend war es auch im Finale über die 400m Lagen der Damen. In 4:43,82 Minuten schnappte hier Julia Mrozinski auf den letzten Metern der Leipzigerin Juliane Reinhold den Sieg um nur 14 Hundertstel weg. Dahinter ging Bronze an Katrin Demler (4:46,36).

Am morgigen Freitag geht es mit Volldampf weiter: Insgesamt zehn Deutsche Meister werden dann gesucht.

Die wichtigsten Links zur Schwimm-DM 2017