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(11.10.2016) Die niederländische Spitzensprinterin Inge Dekker hängt den Wettkampfanzug an den Nagel. Am Montag gab die 31-Jährige, die ihr halbes Leben im Kreis der Weltelite verbrachte, via Facebook bekannt, dass sie ihre Karriere beendet.

"Den Spaß am Schwimmen, den habe ich nie verloren. Doch nun ist es Zeit für neue Herausforderungen", erklärte Dekker, die in den vergangenen Monaten nicht nur im Becken ihr Kämpferherz unter Beweis stellen musste.

Im Februar wurde bei der Staffel-Olympiasiegerin von 2008 Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Trotz dieses Rückschlags ließ sie sich von ihrem Ziel, in Rio noch einmal die Medaillen anzugreifen, nicht abbringen.

Dekker besiegte den Krebs und durfte bei den Olympischen Spielen 2016 dabei sein. "Die Teilnahme in Rio war einer meiner größten Erfolge, kann ich jetzt sagen." Mit der niederländischen 4x100m Freistilstaffel schrammte sie sogar nur knapp an den Medaillen vorbei. "Der vierte Platz hat mich zunächst enttäuscht, aber jetzt bin ich stolz darauf, dass ich um die Medaillen mitschwimmen konnte."

Die Oranje-Sprinterin holte in ihrer Karriere stolze zehn Weltmeister- und 19 Europameister-Titel. Bei Olympischen Spielen stand sie dreimal auf dem Podium. Dem Schwimmen wird Dekker trotzdem treu bleiben. Gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester hat sie eine Schwimmschule gegründet. "Damit wollen wir sicher stellen, dass Erfahrung und Wissen an die nächste Generation von Schwimmern weitergeben werden."

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