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(08.09.2016) Die vermeintliche "Räubergeschichte" Ryan Lochtes bei den Olympischen Spielen in Rio hat nun handfeste Konsequenzen für den 32-Jährigen. Der US-Schwimmverband hat Lochte für zehn Monate gesperrt. Dies wurde am Donnerstag offiziell bekanntgegeben.

Damit steht bereits fest, dass Lochte nicht bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2017 in Budapest (Ungarn) an den Start gehen wird. Seine Sperre läuft bis zum 30. Juni des kommenden Jahres und beinhaltet auch die US-Meisterschaften, die als WM-Qualifikation dienen sollen.

Lochte sich nach den olympischen Schwimm-Wettbewerben gemeinsam mit seinen US-Teamkollegen Jimmy FeigenGunnar Bentz und Jack Conger betrunken an einer Tankstelle daneben benonnem. Ausschlaggebend für die Welle, die darauf folgte waren aber seine Behauptungen, die US-Schwimmer seien Überfallen und ausgeraubt worden.

Die weiteren drei Athleten wurden bis zum 31. Dezember gesperrt. Beim Empfang des US-Teams im Weißen Haus darf das Quartett ebenso nicht teilnehmen wie an der beliebten Verleihung der "Golden Goggles Awards", mit denen stets die besten US-Schwimmer des Jahres ausgezeichnet werden.

Zudem muss Lochte 20 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Weltverband FINA meldete sich ebenfalls bereits zu Wort und bemerkte, dass man eine eigenen Sanktionen hinzufügen wolle.