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Die Berichterstattung zu den Deutschen Meisterschaften 2015 wird präsentiert von Speedo!

(10.04.2015) "Abwechslung" war das Stichwort am zweiten Tag der Schwimm-DM 2015. Über sieben von acht Einzelstrecken gab es bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin am Freitag im Vergleich zum Vorjahr neue Titelträger. Dabei blieben neun Athleten unter den WM-Normen und dürfen nun auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Kasan hoffen.


Es war der "Tag der neuen Meister" in Berlin: Acht Strecken standen auf dem Plan, über drei Distanzen fehlten die Titelverteidiger, in vier Finals mussten sich die Vorjahressieger geschlagen geben. Mit besonderer Spannung wurde die Antwort auf die Frage erwartet, wer die Nachfolge von Paul Biedermann als Deutscher Meister über die 400m Freistil antreten würde.

Der Hallenser verzichtete in diesem Jahr auf diese Strecke um sich auf die 100 und 200m zu konzentrieren. In Abwesenheit des Weltrekordhalters flog Florian Vogel in 3:46,53 Minuten zum Sieg. Der Münchner liegt damit in der Weltrangliste auf dem sechsten Platz und blieb ebenso wie die weiteren Medaillenträger Clemens Rapp (3:48,69) und Jacob Heidtmann (3:48,79) locker unter der WM-Norm (3:49,78).

Auch bei den Damen dürfen mehrere Athletinnen weiter auf die WM-Qualifikation über die 400m Freistil hoffen. Hier ging der Sieg in 4:07,00 Minuten an Sarah Köhler, die damit die Titelverteidigerin Johanna Friedrich ablöste. Die Magdeburgerin kam in 4:09,54 Minuten auf Platz zwei und unterbot damit ebenfalls souverän die WM-Norm (4:10,70). Hinter den beiden holte Rosalie Käthner in 4:11,96 Minuten Bronze.

In den weiteren Finals des Tages wurde gesprintet. Sechs Endläufe über 50m-Strecken standen auf dem Plan und nur ein Vorjahressieger konnte hier seinen Titel verteidigen. Über die 50m Brust der Herren war Hendrik Feldwehr wie schon 2014 das Maß der Dinge. Zwar war er hauchdünne zwei Hundertstel Sekunden langsamer als bei seiner Zeit im Vorlauf. In 27,35 Sekunden sicherte er sich dennoch locker den Sieg und blieb erneut deutlich unter der WM-Norm. Dahinter komplettierten zwei weitere Essener Schwimmer das Podium. Silber ging in 27,89 Sekunden an Christian vom Lehn vor Erik Steinhagen (28,00).

Feldwehrs Vereinskameradin Dorothea Brandt musste heute gleich zwei Meistertitel abgeben. Zunächst war über die 50m Brust die in den USA trainierende Mainzerin Laura Simon schneller. In 31,43 Sekunden blieb sie als einzige Athletin unter der WM-Norm. Brandt musste sich in 31,60 Sekunden dahinter mit Silber zufrieden geben. Bronze ging an Caroline Ruhnau (31,62), die damit dafür sorgte, dass die Brustsprinter der SG Essen heute fünf von sechs möglichen Medaillen absahnten.

Später hatte Brandt auch über die 50m Schmetterling das Nachsehen. Hier nahm Alexandra Wenk ihr in 26,55 Sekunden den Titel ab. Viel Freude kam bei ihr dennoch nicht auf, da sie damit die WM-Norm um vier Hundertstel verpasste. Brandt blieb in 26,64 Sekunden erneut nur Silber. Platz drei belegte Daniela Schreiber (27,23).

Jeweils einen WM-Normknacker gab es bei den Damen und bei den Herren über die 50m Rücken. Johanna Roas entthrohnte hier in 28,30 Sekunden Jenny Mensing und darf weiter auf die Qualifikation für Kasan hoffen. Silber ging mit neuem Altersklassenrekord an die 18-jährige Anna Dietterle (28,79). Titelverteidigerin Mensing (29,05) blieb dahinter nur Bronze.

Bei den Herren löste Carl Louis Schwarz in 25,27 Sekunden den in den USA trainierenden Nicholas Graesser ab, der in Berlin nicht am Start ist. Schwarz blieb als einziger Athlet unter der WM-Norm. Jan-Philip Glania kam in 25,42 Sekunden auf Platz zwei. Bronze ging in 25,53 Sekunden an Marco di Carli.

Einen neuen Deutsche Meister gab es auch über die 50m Schmetterling der Herren. Jonas Bergmann trat in 23,99 Sekunden die Nachfolge von Steffen Deibler an, der in Berlin gesundheitsbedingt fehlt. Im engen Kampf um Silber setzte sich Florian Opitz (24,39) knapp gegen Maximilan Oswald (24,43) durch.

In den abschließenden Staffelwettbewerben waren über die 4x100m Freistil sowohl die Damen als auch die Herren der SG Stadtwerke München nicht zu schlagen.

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