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(16.10.2009) Heute beginnt in Südafrika die Weltcupserie der FINA auf der Kurzbahn. Bis Ende November ziehen die Top-Stars der Schwimmszene um die Erde und werden die Weltrekordlisten wohl noch einmal kräftig durcheinanderwirbeln. Fans, die sich die Reise um den Globus sparen wollen, können die Rennen im Internet live per Stream verfolgen. Aus deutscher Sicht besonders interessant: die doppelte Neu-Auflage des Duells zwischen Überschwimmer Michael Phelps und Doppelweltmeister Paul Biedermann.

 

Zunächst treffen der US-Star und sein Widersacher aus Halle beim Weltcup in Stockholm, der am 10. und 11. November stattfindet, aufeinander. Vier Tage später hat dann Biedermann das heimische Publikum im Rücken. Beim Weltcup in Berlin stehen die 200 Meter Freistil, über die Phelps in Rom enttrohnt wurde, am Sonntag, dem 15. November, auf dem Plan. Im vergangenen Jahr sorgte Biedermann in der Bundeshauptstadt mit seinem Weltrekord über diese Strecke für einen Paukenschlag. In 1:40,83 Minuten war er der erste und bis heute einzige der unter die Marke von 1:41 Minuten schwamm und damit die alte Bestmarke von Ian Thorpe knackte. Und das im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften in Rom ohne Hightech-Anzug. Ohne einen solchen will Michael Phelps bei seinen Weltcup-Auftritten schwimmen. Es solle “ein kleines Statement” sein, so der US-Star, der nur in einer knielangen Hose antreten will.

Verzicht auf Hightech oder Preisgeld?

Inwieweit ihm der Rest des Feldes dabei folgen wird, bleibt abzuwarten. Die Chancen auf die Preisgelder werden sich wohl nur die Wenigsten verkleinern. Denn für jeden Weltrekord, der bei den FINA-Weltcups aufgestellt wird, zahlt der Weltverband 10.000$. Mehr als 100.000$ sind im Pot der FINA für die Sieger bei den einzelnen Wettkampfstationen. Hinzu kommen mögliche weitere Gelder der Veranstalter vor Ort und natürlich das Geld für die Gesamtsieger des Weltcups: insgesamt 360.000$. Durchaus ein Anreiz noch einmal in den Schrank zu greifen und die ab nächstem Jahr verbotenen “Wunderanzüge” herrauszuholen. Vor allem die zusätzlichen Prämien für die Weltrekorde dürften dazu beitragen. Auf der Kurzbahn stehen im Gegensatz zum 50-Meter-Becken “erst” auf zehn Einzelstrecken Weltrekorde aus der 2009er-Hightech-Saison. Bei dem hochklassigen Feld, das sich für die Weltcups angekündigt hat, dürften die restlichen in den kommenden Wochen auch purzeln.

Alle Weltcups Live im Netz

Unter diesen Stars sind auch die Titelverteidiger. Im vergangenen Jahr konnten sich die australische Schmetterlingsspezialistin Marieke Guehrer und Cameron van der Burgh aus Südafrika den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung sichern. Zum Auftakt der Serie in Durban werden aus den deutschen Reihen Steffen Deibler (50Fr, 50S, 100Fr, 200Fr)
Kerstin Vogel (50Fr, 50Br, 100Br, 100Lg)
Hendrik Feldwehr (50Br, 100Br, 100Lg)
Caroline Ruhnau (50Br, 100Br, 200Br, 200Lg) starten.

Die Finalläufe der Weltcups können live im Internet verfolgt werden. Auf universalsports.com soll ab 18 Uhr ein Stream laufen.

Hier noch einmal die einzelnen Weltcup-Stationen:

16./17. Oktober – Durban (Südafrika)
06./07. November – Moskau (Russland)
10./11. November – Stockholm (Schweden)
14./15. November – Berlin (Deutschland)
21./22. November – Singapur (Singapur)