Medisports Network

(03.02.2013) Die Teams der SG Essen sind Deutscher Mannschaftsmeister im Schwimmen 2013. Beim Endkampf der 1. DMS-Bundesliga in Dortmund verteidigten sowohl die Damen als auch die Herren aus Essen souverän ihre beim Vorkampf eroberte Führungsposition. Auch die Hallenser Athletinnen um Britta Steffen verloren letztlich den Anschluss an die Damen aus Essen, die am Ende souverän ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigten. Bei den Herren hatte sich bereits nach den Vorkampf abgezeichnet, dass die Essener Schwimmer ein paar Nummern zu groß für die Konkurrenz sind.


Dortmund ist ein gutes Pflaster für die Schwimmer aus dem benachbarten Essen. Wie bereits vor zwei Jahren sicherten sich die Athleten der SG Essen den doppelten Meistertitel und bereiteten dem angehenden Bundestrainer und Noch-Essen-Coach Henning Lambertz ein gelungenes Abschiedsgeschenk. Für die Damen war es sogar der fünfte DMS-Triumph hintereinander.

Steffens Einsatz über Paradestrecken hilft kaum

Dabei wollten es ihnen vor allem die Frauen aus Halle in diesem Jahr schwer machen. Nach dem Vorkampf lagen die Damen um Britta Steffen, Theresa Michalak und Daniela Schreiber mit einem Rückstand von 553 Punkten noch aussichtsreich in Schlagdistanz. Olympiasiegerin Steffen war dabei noch nicht einmal über ihre Paradestrecken an den Start gebracht worden. Beim Endkampf in Dortmund war Steffen nun auch über die geliebten Sprintstrecken im Einsatz. Über die 100m Freistil schwamm sie mit ihrer Zeit von 54,83 Sekunden die stärkste Leitung des Endkampfes bei den Damen. Zudem holte sie Siege über die 50m (25,15) und 200m Freistil (2:01,02) sowie über die 50 (27,27) und 100m Schmetterling (1:00,31).

SG-Damen machen Hallenser Hoffnungen zu nichte

Durch die starke Mannschaftsleistung der Essenerinnen, bei denen neben etablierten Kräften wie Caroline Ruhnau auch die Neuzugänge Isabelle Härle und Dorothea Brandt entscheidend zum Erfolg beisteuerten, wurden den Hallenser Meisterhoffnungen keine Chance gelassen. Die Damen der SG Essen steigerten sich erneut und holten letztlich 48.425 Punkte in Vor- und Endkampf. Sie bauten ihren Vorsprung somit sogar auf 827 Zähler aus. Hinter den Hallenserinnen schwammen die Damen des SV Nikar Heidelberg mit 45.100 Punkten auf den dritten Platz der 1. DMS-Bundesliga.

Der Endstand der DMS-Meisterrunde 2013 bei den Damen:

  Team Punkte
1 SG Essen 48.425
2 SV Halle/Saale 47.598
3 SV Nikar Heidelberg 45.100
4 TSV Hohenbrunn-Riemering 44.461
5 SG Dortmund 44.177
6 SV Würzburg 05 44.128

Bei den Herren waren die Athleten der SG Essen in einer anderen Liga als die Konkurrenz unterwegs. Mit fast 2500 Punkten Vorsprung holten sich die Schwimmer um die Brustexperten Feldwehr, vom Lehn und Steinhagen locker den Titel. Am Ende hatten sie 46.733 Punkte auf dem Konto. Spannung hatte lange Zeit nur der Kampf um die weiteren Podestplätze geboten. Hier hatten alle fünf weiteren Teams der Meisterrunde gute Chancen sich unter den Top Drei zu platzieren. Nach ständigen Positinswechseln holten sich letztlich die Schwimmer der SG Neukölln Berlin mit 44.242 den Vize-Meistertitel. Auf den dritten Platz kämpften sich die Vorjahressieger der SG Frankfurt (44.113 Punkte).

Feldwehr topp - Biedermann unspektakulär

Bei den Herren hatten die Essener mit Hendrik Feldwehr zudem den Athleten in ihren Reihen, der in Dortmund die stärkste Einzelleistung ablieferte. Feldwehrs Zeit von 27,90 Sekunden bei seinem Sieg über die 50m Brust war allein 924 Punkte wert.
Wie schon beim Vorkampf in der vergangenen Woche lieferte Weltrekordhalter Paul Biedermann hingegen eine eher glanzlose Vorstellung ab. Über seine Paradestrecken 200m (1:50,17) und 400m Freistil (3:56,25) schwamm der Hallenser mit mäßigen Leistungen zum Sieg. Außerdem entschied Biedermann seine Läufe über die 50m (23,52), 100m (50,62)  und 1500m Freistil (15:47,29) für sich. Sein SV Halle / Saale verbesserte sich vom sechsten Platz nach dem Vorkampf um einen Rang.

Der Endstand der DMS-Meisterrunde 2013 bei den Herren:

1 SG Essen 46.733
2 SG Neukölln Berlin 44.242
3 SG Frankfurt 44.113
4 SG Stadtwerke München 43.949
5 SV Halle / Saale 43.742
6 SV Würzburg 05 43.481

Die vollständigen Ergebnisse des DMS-Endkampfes finden Sie hier.