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(16.12.2010) Am zweiten Tag der Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Dubai sind die Herren der 4x200m Freistilstaffel auf Platz vier gekommen und haben damit für die erste Medaille für das DSV-Team verpasst. US-Star Ryan Lochte stellte über die 400m Lagen einen neuen Weltrekord auf. Im Finale über die 50m Brust kam Dorothea Brandt auf Platz fünf. Steffen Deibler schwamm über die 50m Freistil souverän in das Finale. Theresa Michalak packte über die 100m Lagen den Einzug in den Endlauf.

 

Die deutsche 4x200m Freistilstaffel der Männer hat die erste DSV-Medaille der Kurzbahn-WM in Dubai verpasst. Paul Biedermann, Benjamin Starke, Stefan Herbst und Markus Deibler kamen in 6:54,12 Minuten auf Platz vier, verbesserten dabei jedoch ihren Deutschen Rekord aus dem Vorlauf noch einmal. Der Sieg ging in neuer Weltrekordzeit von 6:49,04 an Russland. Silber holte das Team aus den USA, das in 6:49,58 Minuten ebenfalls unter der alten Bestmarke blieb. Bronze konnten die Franzosen in 6:53,05 Minuten erschwimmen. Paul Biedermann hatte als Startschwimmer des deutschen Teams in 1:42,33 Minuten als Dritter hinter Russland und Frankreich übergeben. Markus Deibler musste nach starkem Beginn dann auch das US-Team vorbeiziehen lassen, bei dem Weltmeister Ryan Lochte im Wasser war. Stefan Herbst konnte zwar etwas zur französischen Staffel aufschließen, doch auch Benjamin Starke als Schlussschwimmer gelang es nicht mehr auf einen Podiumsplatz vorschwimmen.

Zuvor war Dorothea Brandt über die 50m Brust in 30,19 Sekunden auf Rang fünf geschwommen. Der Sieg ging an die US-Amerikanerin Rebecca Soni in 29,83 Sekunden. Silber holte Leiston Pickett (29,84) aus Australien. Platz drei ging an die Chinesin Jin Zhao (29,90).

Ryan Lochte mit Weltrekord über 400m Lagen

Für das Highlight des Tages sorgte US-Star Ryan Lochte, der den ersten Einzel-Weltrekord seit dem Verbot der Hightech-Anzüge aufstellte. Über die 400m Lagen sicherte er sich in 3:55,50 Minuten den Sieg und war damit fast zwei Sekunden schneller als die alte Bestmarke des Ungarn Laszlo Cseh. Silber holte sich der Tunesier Oussama Mellouli (3:57,40). Bronze ging an Lochtes Teamkollegen Tyler Clary (3:57,56).

Deibler und Michalak ziehen ins Finale ein

Steffen Deibler konnte sich in 21,25 Sekunden über die 50m Freistil als Vierter in das Finale schwimmen. Die beste Zeit legte der Brasilianer Cesar Cielo in 20,61 Sekunden hin. Theresa Michalak konnte sich über die 100m Lagen für das Finale qualifizieren. Sie kam in 59,87 Sekunden auf Platz Acht. Schnellste war hier die US-Amerikanerin Ariana Kukors in 58,65 Sekunden. Über die 100m Schmetterling war Steffen Deibler gestern im Vorlauf ausgeschieden. Hier sicherte sich heute Evgeny Korothyskin aus Russland den Sieg und blieb dabei in 50,23 Sekunden deutlich über Deiblers Weltjahresbestzeit (49,95). Silber ging an Albert Subirats aus Venezuela, der eine Hundertstel langsamer war. Bronze holte sich der Brasilianer Kaio Almeida in 50,33 Sekunden.

Hin- und Her nach Finale über 100m Rücken

Konfussion gab es über die 100m Rücken der Herren: Der Russe Stanislav Donets schwamm in 49,07 Sekunden zum Sieg und blieb dabei nur eine Zehntel über seinem eigenen Weltrekord. Camille Lacourt aus Frankreich hatte in 49,80 Sekunden zunächst als Zweiter angeschlagen, wurde jedoch disqualifiziert. Dem Spanier Aschwin Wildeboer (50,04) wurde daraufhin zunächst Silber zugesprochen. Damit wäre der US-Amerikaner Nick Thoman (50,38) noch auf Rang drei gekommen. Das französische Team legte jedoch Einspruch ein, diesem wurde stattgegeben. Damit kam Lacourt doch auf Platz zwei, Wildeboer auf Rang drei.

US-Team übernimmt die Führung im Medaillenspiegel

Neben Lochte und Rebecca Soni holte Natalie Coughlin einen weiteren Sieg für das US-Team. Über die 100m Rücken konnte sie in 56,08 Sekunden vor den beiden Chinesinnen Jing Zhang (56,18) und Chang Gao (56,21) bleiben. Das US-Team kam damit heute auf drei Goldmedaillen und übernahm die Führung im Medaillenspiegel.

Doppel-Weltmeisterin Belmonte holt sich dritte Medaille

Über die 800m Freistil der Frauen gab es einen spanischen Doppelsieg. Erica Villaecija Garcia holte sich in 8:11,61 Minuten den Sieg vor Mireia Belmonte (8:12,48), die gestern bereits über die 200m Schmetterling und 400m Lagen Gold gewinnen konnte. Bronze ging an die US-Amerikanerin Kate Ziegler in 8:12,84 Minuten.
Cameron van der Burgh aus Südarfrika hat sich über die 100m Brust in 56,80 Sekunden den Sieg geholt. Silber ging an Fabio Scozzoli (57,13) aus Italien vor dem Brasilianer Felipe Silva (57,39).

Aus für Lippok und Schreiber im Halbfinale

Schluss war heute im Halbfinale über die 100m Freistil für Daniela Schreiber und Silke Lippok. Schreiber kam in 53,33 Sekunden auf Platz elf, Lippok landete in 53,49 Sekunden einen Platz dahinter.
Im Semifinale über die 50m Schmetterling der Frauen qualifizierte sich die Schwedin Therese Alshammer als Schnellste in 25,19 für den morgigen Endlauf.

Hier der Medaillenspiegel nach 13 von 40 Entscheidungen:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 4 1 2 7
2 Russland 3 2   5
3 Spanien 3 1 1 3
4 China 1 2 3 6
5 Frankreich 1 1 2 4
6 Südafrika 1     1
7 Australien   2   2
8 Tunesien   1 1 2
9 Großbritannien   1   1
10 Italien   1   1
10 Venezuela   1   1
11 Schweden     1 1
12 Brasilien     2 2

Die Medaillengewinner des zweiten Tages:

400m Lagen männlich:
1. Ryan Lochte – USA – 3:55,50 -WELTREKORD
2. Oussama Mellouli – Tunesien – 3:57,40
3. Tyler Clary – USA – 3:57,56

50m Brust weiblich:
1. Rebecca Soni – USA – 29,83
2. Leiston Pickett – Australien – 29,84
3. Jin Zhao -China – 29,90
5. Dorothea Brandt – Dtl. – 30,12

100m Rücken männlich:
1. Stanislav Donets – Russland – 49,07
2. Camille Lacourt – Frankreich – 49,80
3. Aschwin Wildeboer – Spanien – 50,04

100m Rücken weiblich:
1. Natalie Coughlin – USA –  56,08
2.  Jing Zhang – China – 56,18
3. Chang Gao – China – 56,21

100m Brust männlich:
1. Cameron van der Burgh – Südafrika – 56,80
2. Fabio Scozzoli – Italien – 57,13
3. Felipe Silva – Brasilien – 57,39

100m Schmetterling männlich:
1. Evgeny Korothyskin – Russland – 50,23
2. Albert Subirats – Venezuela – 50,24
3. Kaio Almeida – Brasilien – 50,33

800m Freistil weiblich:
1. Erica Villaecija Garcia – Spanien – 8:11,61
2. Mireia Belmonte – Spanien – 8:12,48
3. Kate Ziegler - USA –  8:12,84

4x200m Freistil männlich:
1. Russland – 6:49,04 WELTREKORD
2. USA  – 6:49,58
3. Frankreich – 6:53,05
4. Deutschland (Biedermann/Deibler/Herbst/Starke) – 6:54,12 Deutscher Rekord