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(18.12.2010)  Am vierte Tag der Kurzbahn-WM in Dubai hat Steffen Deibler die zweite Medaille für das DSV-Team geholt. In einem hauchdünnen Finale über die 50m Schmetterling kam er auf Rang drei. Sein Bruder Markus qualifizierte sich als Zweiter für das morgige Finale über die 100m Lagen und stellte dabei einen neuen Deutschen Rekord auf. Dorothea Brandt gelang über die 50m Freistil der Einzug ins Finale. Für Hendrik Feldwehr war im Halbfinale über die 50m Brust Schluss.

 

Steffen Deibler hat sich über die 50m Schmetterling die Bronzemedaille geholt. In 22,44 Sekunden schlug der 23-Jährige nur hauchdünn hinter dem Venezuelaner Albert Subirats (22,40) und dem Ukrainer Andrii Govorov (22,43) an. Insgesamt trennten die ersten vier Athleten gerade einmal fünf Hundertstelsekunden. Deiblers jüngerer Bruder Markus hat sich über die 100m Lagen in 52,08 Sekunden nicht nur souverän für das Finale qualifiziert, sondern auch den Deutschen Rekord von Thomas Rupprath geknackt. Schneller als er war nur US-Star Ryan Lochte, der in 50,81 Sekunden in den Endlauf einzog und dabei den Weltrekord nur durch den zu gemächlichen Anschlag verpasste.

Dorothea Brandt gelang über die 50m Freistil in 24,27 Sekunden als Sechste der Finaleinzug.  Schnellste war hier Top-Favoritin Ranomi Kromowidjojo in 23,71 Sekunden. Hendrik Feldwehr kam über die 50m Brust in 26,90 Sekunden als 15. nicht über das Halbfinale hinaus. Schnellster war hier der Brasilianer Felipe Silva in 26,22 Sekunden.

Die 100m Brust entschied erwartungsgemäß Rebecca Soni aus den USA für sich. In 1:03,98 Minuten verwieß sie Dauerrivalin Leisel Jones (1:04,26) aus Australien auf Rang zwei. Bronze ging in 1:04,79 Minuten an die Chinesin Ji Liping. Stanislav Donets hat sich in 22,93 Sekunden auch über die 50m Rücken den WM-Titel gesichert. Platz zwei teilten sich zeitgleich Xiaolei Sun aus China  und der Spanier Aschwin Wildeboer in 23,13 Sekunden. Die 4x100m Freistil der Frauen entschied wie erwartet das Team aus den Niederlanden für sich und verpassten in 3:28,54 den fünften Weltrekord dieser Titelkämpfe. Silber ging an die Staffel aus den USA (3:29,34) vor dem Team aus China (3:29,81).

Den WM-Titel über die 200m Lagen holte sich die Spanierin Mireia Belmonte bereits ihren dritten Titel in Dubai. In 2: 05,73 Minuten verwies sie die erst 14-jährige Chinesin Ye Shiwen (2:05,94) auf Rang zwei. Bronze ging in 2:06,09 Minuten an US-Girl Ariana Kukors.

In den Halbfinals über die 50m Rücken qualifizierte sich die Chinesin Jing Zhao 26,37 als Schnellste für das morgige Finale. Über die 100m Freistil der Herren sicherte sich Cesar Cielo aus Brasilien in 46,01 Sekunden die Bahn vier im Finale. Im Halbfinale über die 100m Schmetterling schwamm die Schwedin Therese Alshammar in 55,99 Sekunden die schnellste Zeit.

Medaillenspiegel nach 28 von 40 Entscheidungen:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 8 4 6 18
2 Russland 4 4   8
3 Spanien 4 2 1 7
4 China 2 4 6 12
5 Frankreich 2 2 2 6
6 Niederlande 2 1 1 4
7 Venezuela 1 1   2
8 Brasilien 1   3 4
9 Schweden 1   1 2
10 Deutschland 1   1 2
11 Südafrika 1     1
12 Japan 1     1
13 Australien   6 2 8
14 Tunesien   1 2 3
15 Italien   1 1 2
16 Großbritannien   1   1
17 Ungarn   1   1
18 Österreich   1   1
19 Dänemark     1 1

Hier die Medaillengewinner des vierten WM-Tages:

100m Brust weiblich:
1. Rebecca Soni – USA - 1:03,98
2. Leisel Jones – Australien – 1:04,26
3. Ji Liping – China – 1:04,79

50m Rücken männlich:
1. Stanislav Donets – Russland – 22,93
2. Xiaolei Sun – China – 23,13
3. Aschwin Wildeboer – Spanien – 23,13

50m Schmetterling männlich:
1. Albert Subirats – Venezuela – 22,40
2. Andrii Govorov – Ukraine -22,43
3. Steffen Deibler – Deutschland – 22,44

200m Lagen weiblich:
1. Mireia Belmonte – Spanien – 2:05,73
2. Ye Shiwen – China – 2:05,94
3. Ariana Kukors – USA – 2:06,09

4x100m Freistil weiblich:
1. Niederlande – 3:28,54
2. USA – 3:29,34
3. China – 3:29,81