Medisports Network

(19.12.2010) Am letzten Tag der Kurzbahn-WM 2010 in Dubai hat sich Markus Deibler die Silbermedaille über die 100m Lagen geholt und damit für die Erfüllung der Zielvorgabe von drei Medaillen durch die DSV-Schwimmer gesorgt. Er stellte dabei ebenso einen neuen Deutschen Rekord auf, wie das Quartett über die 4x100m Lagen der Herren. Dorothea Brandt kam über die 50m Freistil auf Rang acht. 

 

Markus Deibler hat sich über die 100m Lagen die Silbermedaille geholt. In 51,69 Sekunden unterbot der 20-Jährige dabei seinen Deutschen Rekord aus dem Halbfinale um noch einmal fast vier Zehntel. “Erste WM-Medaille, tolles Gefühl. Aber ich hoffe, dass dies in meiner Karriere erst der Anfang ist”, so Deibler nach dem Rennen. Gold war im Grunde bereits vor dem Start vergeben. Den Sieg holte ich der Dominator der Titelkämpfe Ryan Lochte, der in 50,86 Sekunden knapp am Weltrekord vorbeischwamm. Auf den dritten Platz kam der Russe Sergey Fesikov (51,81). Lochte konnte zuvor auch die 200m Rücken für sich entscheiden. In 1:46,68 Minuten ließ er hier seinen Landsmann Tyler Clary (1:49,09) und Markus Rogan (1:49,96) hinter sich.

Lagenstaffel mit Rekord – Brandt wird Achte

Die deutschen Herren der 4x100m Lagenstaffel landeten im letzten Finale der Titelkämpfe auf Rang sieben. Dabei verbesserten Stefan Herbst, Hendrik Feldwehr, Benjamin Starke und Steffen Deibler in 3:26,05 Minuten noch einmal ihren Deutschen Rekord aus dem Vorlauf. Der Sieg ging in 3:20,99 Minuten an das Team aus den USA. Für die leicht favorisierten Russen (3:21,61) blieb nur die Silbermedaille. Auf den dritten Rang kamen die Brasilianer in 3:23,12 Minuten. Zudem stellte der russische Startschwimmer Stanislav Donets in 48,95 Sekunden einen neuen Europarekord auf und verpasste den Weltrekord nur um eine Hundertstel.

Dorothea Brandt wurde über die 50m Freistil in 24,21 Sekunden Achte. Die Niederländerin Ranomi – The Robot - Kromowidjojo holte sich ohne Probleme auch den Titel über diese Strecke. In 23,37 Sekunden lag sie deutlich vor ihrer Teamkollegin Hinkelien Schreuder (23,81) und Arianne Vanderpool-Wallace von den Bahamas (24,04).

Mellouli siegt bereits am Vormittag

Die Goldmedaille über die 1500m Freistil wurde bereits am Vormittag vergeben. Oussama Mellouli schwamm in einem der vermeidlich langsameren Zeitläufe in 14:24,16 Minuten schneller als alle Konkurrenten im letzten Lauf am Nachmittag. Silber holte sich der Däne Mads Gläsner in 14:29,52 Minuten vor dem Ungarn Gergely Gyurta (14:31,47).

Im ersten Finale am heutigen Tage entschied erwartungsgemäß Cesar Cielo aus Brasilien die 100m Freistil für sich. In 45,74 Sekunden verwieß er Fabien Gilot (45,97) aus Frankreich und den Russen Nikita Lobintsev (46,35) auf die Plätze.

Über die 50m Rücken der Frauen holte sich die Chinesin Jing Zhao in 26,27 Sekunden den Sieg. Silber ging an Rachel Goh (26,54) aus Australien. Auf Platz drei kam Mercedes Peris Minguet aus Spanien in 26,80 Sekunden.

Die 200m Brust der Damen entschied die Top-Favoritin Rebecca Soni in 2:16,39 Minuten für sich. Die US-Amerikanerin hat sich somit über alle Bruststrecken den WM-Titel geholt. Silber ging an Ye Sun (2:18,09) aus China, Bronze an Rikke Möller Pedersen (2:18,82) aus Dänemark.

Felicity Galvez aus Australien hat sich den Titel über die 100m Schmetterling geholt und damit für die erste Goldmedaille ihres Teams gesorgt. In 55,43 Sekunden verwies sie die Schwedin Therese Alshammer um drei Zehntel auf Platz zwei. Bronze ging an Dana Vollmer (56,25) aus den USA.

Über die 50m Brust der Herren holte sich Felipe Silva in 25,95 Sekunden den Sieg. Zweiter wurde der Südafrikaner Cameron van der Burgh (26,03) vor dem Norweger Aleksander Hetland (26,29). Zunächst hatte Fabio Scozzoli auf dem Bronzerang gelegen, doch der Italiener wurde disqualifiziert.

Die 200m Schmetterling gewann der Südafrikaner Chad Le Clos in 1:51,56 Minuten. Silber ging in einen hauchdünnen Rennen an den Brasilianer Kaio Almeida, der fünf Hundertstel dahinter landete. Weitere sechs Hundertstel später schlug der Ungar Laszlo Cseh als Dritter an.

Den Sieg über die 200m Freistil holte sich Camille Muffat aus Frankreich in 1:52,29 Minuten vor Kathy Hoff aus den USA in 1:52,91 Minuten. Bronze ging an die Australierin Kylie Palmer in 1:52,96 Minuten. Vize-Europameisterin Silke Lippok kam als Zehnte der Vorläufe nicht ins Finale. Die 16-Jährige hatte jedoch in den vergangenen Tagen mit Fieber zu kämpfen.

Hier der Medaillenspiegel nach 40 von 40 Entscheidungen:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 12 6 7 25
2 Russland 4 4 2 10
3 Spanien 4 2 2 8
4 China 3 5 6 14
5 Frankreich 3 3 2 8
6 Niederlande 3 2 1 6
7 Brasilien 3 1 4 8
8 Südafrika 2 1   3
9 Australien 1 7 3 11
10 Tunesien 1 1 2 4
11 Deutschland 1 1 1 3
12 Schweden 1 1 1 3
13 Venezuela 1 1   2
14 Japan 1     1
15 Dänemark   1 2 3
16 Ungarn   1 2 3
17 Italien   1 1 2
18 Österreich   1 1 2
19 Großbritannien   1   1
20 Ukraine   1   1
21 Norwegen     1 1
  Bahamas     1 1

Hier die Medaillenträger des letzten Wettkampftages:

100m Freistil männlich:
1. Cesar Cielo – Brasilien – 45,74
2. Fabien Gilot – Frankreich – 45,97
3. Nikita Lobintsev – Russland – 46,35

50m Rücken weibliche:
1. Jing Zhao – China – 26,27
2. Rachel Goh – Australien – 26,54
3. Mercedes Peris Minguet – Spanien - 26,80

200m Rücken männlich:
1. Ryan Lochte – USA – 1:46,68
2. Tyler Clary – USA – 1:49,09
3. Markus Rogan – Österreich – 1:49,96

200m Brust weiblich:
1. Rebecca Soni -USA – 2:16,39
2. Ye Sun – China – 2:18,09
3.  Rikke Möller Pedersen – Dänemark – 2:18,82

100m Lagen männlich:
1. Ryan Lochte – USA -50,86
2. Markus Deibler – Deutschland – 51,69 Deutscher Rekord
3. Sergey Fesikov – Russland – 51,81

100m Schmetterling weiblich:
1. Felicity Galvez – Australien – 55,43
2. Therese Alshammar - Schweden – 55,73
3. Dana Vollmer – USA – 56,25

50m Brust männlich:
1. Felipe Silva – Brasilien – 25,95
2. Cameron van der Burgh – Südafrika – 26,03
3. Aleksander Hetland – Norwegen – 26,29

50m Freistil weiblich:
1. Ranomi Kromowidjojo – Niederland – 23,37
2. Hinkelien Schreuder – Niederlande – 23,81
3.  Arianne Vanderpool-Wallace – Bahamas – 24,04
8. Dorothea Brandt – Deutschland – 24,21

200m Schmetterling männlich:
1. Chad Le Clos – Südafrika - 1:51,56
2. Kaio Almeida – Brasilien - 1:51,61
3. Laszlo Cseh – Ungarn – 1:51,67

1500m Freistil männlich:
1. Oussama Mellouli – Tunesien – 14:24,16
2. Mads Gläsner – Dänemark – 14:29,52
3. Gergely Gyurta – Ungarn - 14:31,47

200m Freistil weiblich:
1. Camille Muffat – Frankreich – 1:52,29
2. Kathy Hoff – USA – 1:52,91
3. Kylie Palmer - Australien - 1:52,96

4x100m Lagen männlich:
1. USA – 3:20,99
2. Russland – 3:21,62
3. Brasilien – 3:23,12
7. Herbst/Feldwehr/Starke/Deibler 3:26,05 Deutscher Rekord