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(09.12.20239) Während sich am fünften Tag der Kurzbahn-EM das Starterfeld über viele Strecken merklich ausdünnte, zeigte das deutsche Team in den Vorläufen noch keine Ermüdungserscheinungen.

Besonders motiviert und angriffslustig präsentierte sich Ole Braunschweig, der die 200m Rücken, seinem Naturell als Sprinter entsprechend, sehr forsch anging und die Konkurrenz in seinem Lauf zwischendurch um fast zwei Sekunden distanzierte. Nach dem Anschlag sprachen ihm die Schmerzen zwar deutlich aus dem Gesicht, belohnt wurde er allerdings mit einer neuen Bestzeit von 1:52,58 Minuten, der drittschnellsten des Morgens. Man darf gespannt sein, ob er im Halbfinale dieselbe Taktik wählt. Der Schnellste war der Brite Luke Greenbank, der in 1:49,79 Minuten ein echtes Statement setzte.

Mit Nele Schulze und Maya Werner gelang gleich beiden deutschen Starterinnen über die 200m Freistil der Sprung in die nächste Runde. Vor allem Schulze legte wie ihr Berliner Trainingskollege Braunschweig während der ersten Rennhälfte ein hohes Tempo vor, bewies aber genug Stehvermögen, um als Neunte mit 1:56,18 das Semifinale zu buchen. Auch Werner zeigte ein couragiertes Rennen in einem der langsameren Vorläufe und darf sich nach einer neuen Bestleistung (1:56,81) und Rang elf nun auf einen zweiten Auftritt heute Abend freuen. Insgesamt wurde das Geschehen von der Britin Freya Anderson dominiert, die eine 1:53,72 vorlegte.

Genauso erfreulich aus deutscher Sicht gestalteten sich die 50m Schmetterling der Damen, denn Angelina Köhler (25,81 – 8.) und Jessica Felsner (25,94 – 11.) machten ebenfalls den Einzug in die nächste Runde klar. Diese wird dann heute Abend mit einigem Abstand nach dem Finale über 100m Schmetterling ausgetragen, sodass Köhler in beiden Rennen ihr volles Potential ausschöpfen kann. Über die 100m wird sie dann auch auf die Griechin Anna Ntountounaki treffen, die in 25,36 Sekunden hier die Vorlaufbestzeit setzte. Für die Kölnerin Felsner war es heute das erste Mal unter der 26-Sekunden-Marke und ein weiterer Beleg für ihre starke Form in dieser olympischen Saison.

Das erneut starke Abschneiden des Kontingents der SG Neukölln rundete Dauerbrenner Ramon Klenz ab, der über 100m Lagen in 53,27 Sekunden als Neuntschnellster das Halbfinale erreichte. In einem insgesamt sehr offenen Feld schnappte der Grieche Andreas Vazaios (52,19) sich den Platz als Führender.

Zittern hingegen heißt es noch für den Leipziger Timo Sorgius, er beendete die 100m Freistil nach 48,42 und landete damit als 19. auf dem Platz des ersten Reserveschwimmers. Da jedoch nicht wenige der 16 Halbfinalisten heute Abend auch die Finals über 200m Freistil oder 50m Schmetterling bestreiten werden, könnte es hier durchaus noch zu der einen oder anderen Abmeldung kommen, die Sorgius zupasskommen könnte.

Die weiteren Strecken des Abschnitts boten großteils gewohnte Bilder: Mit Nicolò Martinenghi (26,04) und Benedetta Pilato (29,21) stellte Italien bei Damen und Herren die Schnellsten über die 50m Brust, Daniel Wiffen aus Irland setzte den Maßstab über 800m Freistil (7:33,38). Allerdings lag das Feld hier sehr eng beieinander und nicht wenige gaben bereits Vollgas, um sich eine Finalbahn zu sichern, sodass schließlich Rang eins bis sechs nur 1,5 Sekunden auseinanderlagen. In der einzigen Staffel des Tages, den 4x50m Freistil mixed, behauptete das britische Quartett zwar nur knapp den ersten Platz (1:30,61), hat mit dem frisch gebackenen Europarekord-Halter Ben Proud, der am Vormittag geschont wurde, allerdings auch noch das denkbar größte Ass im Ärmel. 

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-EM 2023: 

Bild: Tino Henschel / Archiv

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