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(23.10.2022) Am letzten Tag des Weltcups in Berlin konnte das deutsche Team seine Medaillenausbeute verdoppeln und vor heimischen Publikum dreifaches Edelmetall aus dem Wettkampfbecken fischen. Über die 800m Freistil gab es sogar einen Doppelsieg für die deutschen Schwimmerinnen zu feiern.

In 8:14,88 Minuten schwamm Isabel Gose mit gehörigem Vorsprung auf das restliche Feld zu Gold und kürte sich mit dieser beeindrucken Vorstellung zur erfolgreichsten deutschen Athletin dieses Weltcups. Goses Magdeburger Teamkollegin Sarah Wellbrock meldete sich dahinter mit einem beachtlichen zweiten Platz und einer Zeit von 8:23,07 Minuten auf der internationalen Bühne zurück. Wellbrock hatte im vergangenen Jahr eine Auszeit vom Wettkampfsport eingelegt, um sich auf ihr Jurastudium zu konzentrieren. Zwar sei es "noch ein bisschen schwer, nach der Pause Wettkämpfe zu schwimmen", aber die starke Leistung der Olympiadritten am heutigen Tag lässt positiv auf die kommenden Monate blicken. Bronze gab es hinter dem deutschen Duo für die Australierin Maddy Gough (8:26,48), die in den Zeitläufen am Morgen alleine im Rennen gegen die Uhr eine starke Zeit vorgelegt hatte.

Es fehlte nicht viel für eine weitere Goldmedaille der Gastgeber. Lediglich um eine Hundertstelsekunde verpasste Marco Koch den insgesamt sechzehnten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Über die 200m Brust musste der Routinier erst im Anschlag dem US-Amerikaner Nic Fink (2:05,75) den Vortritt lassen, nachdem Koch lange das Feld angeführt hatte. Fink bleibt damit über die Bruststrecken in Berlin ungeschlagen. Die Top Drei komplettierte der Pole Dawid Wiekiera in 2:06,66 Minuten.

Über die 100m Schmetterling war Deutschland mit Angelina Köhler mittendrin im Kampf um die Medaillen. Der Deutschen Meisterin gelang es in 57,60 Sekunden, ihre Zeit aus dem Vorlauf leicht zu verbessern. Dennoch reichte es für die Berlinerin am Ende nicht für echtes Edelmetall, sondern ausschließlich für die berühmt berüchtigte Holzmedaille auf dem vierten Platz. Die Topfavoritin Louise Hansson wurde den hohen Erwartungen gerecht und schmetterte in 55,33 Sekunden ungefährdet zum Sieg. Maaike de Waard (56,95) aus den Niederlanden durfte sich über Silber freuen, dicht gefolgt von der Finnin Laura Lahtinen (57,13)

Auch Marius Kusch verpasste eine erhoffte Medaille im 50m Schmetterling Finale denkbar knapp. In einem engen Rennen sprintete Kusch in 22,48 Sekunden, wie schon über die doppelte Distanz, auf einen guten fünften Platz. Für das Podium hätte der 29-Jährige eine Zehntel schneller schwimmen müssen. Dylan Carter aus Trinidad und Tobago gelang es im selben Rennen, das Sprint-Triple an diesem Wochenende perfekt zu machen. Nach Gold über die 50m Rücken und Freistil bewies Carter in 22,13 Sekunden, dass er auch ein herausragender Schmetterlingsschwimmer ist. Auch Chad le Clos (22,21) schaffte ein weiteres Mal den Sprung auf das Siegerpodest. Der südafrikanische Ausnahmesportler rundete seine überzeugende Vorstellung in Berlin auf dem Silberrang ab. Bronze ging an Matteo Rivolta (22,38) aus Italien.

Beinahe hätte es am letzten Wettkampftag in Berlin dann doch noch einen neuen Weltrekord gegeben. Im Endlauf über die 50m Brust zündete Ruta Meilutyte einen echten Kracher und blieb in 28,60 Sekunden gerade einmal vier Hundertstel über der internationalen Bestmarke. Die Litauerin konnte mit dieser Spitzenleistung aber zumindest einen neuen Europarekord aufstellen. Im Schatten Meilutytes sicherte sich die Schwedin Sophie Hansson (29,84) den zweiten Platz, vor der Israelin Anastasia Gorbenko (30,03), die später noch im letzten Rennen des Abends über 200m Lagen zu Silber schwamm.

Über gleich zwei Goldmedaillen durfte Matthew Sates aus Südafrika jubeln. Mit einer Ausbeute von viermal Gold und einmal Silber krönte sich Sates zum erfolgreichsten Athleten der Veranstaltung. Der erste Schritt zur Titelverteidigung in Hinblick auf die Weltcup-Gesamtwertung ist somit getan. Mit einem souveränen Start Ziel-Sieg über die 400m Lagen setzte sich Sates in 4:02,95 Minuten gegenüber der Konkurrenz um Alberto Razzetti aus Italien (4:04,74) und dem Ungarn Hubert Kos (4:06,44) durch, die die verbliebenen Medaillen für sich beanspruchen konnten. Über die 200m Freistil war das Rennen deutlich enger, doch auch hier ließ sich das Allroundtalent in einer herausragenden Zeit von 1:40,88 Minuten nicht vom Goldthron verdrängen. Auch der Australier Kyle Chalmers (1:41,09) und Kieran Smith (1:42,30) aus den USA konnten Sates nichts entscheidend entgegensetzen.

Im Finale über die 100m Freistil der Frauen gab es ein Déjà-vu, denn wie schon auf der doppelten Strecke setzte sich das Podest aus Siobhan Haughey (51,59), der Australierin Madison Wilson (52,00) und Marrit Steenbergen (52,06) aus den Niederlanden zusammen. Für den Superstar aus Hongkong bedeutete dieser Erfolg bereits das dritte Gold in Berlin und gleichzeitig die vorläufige Gesamtführung in der Weltcupwertung.

Bis dato hatte diese die US-Amerikanerin Beata Nelson inne, die in der letzten Finalsession ebenfalls zwei weitere Goldmedaillen auf ihr Konto buchen konnte. Über die 200m Rücken setzte sich Nelson wie schon über die halbe Distanz gegenüber den beiden Kanadierinnen Kylie Masse (56,32) und Ingrid Wilm (56,37) durch, die jeweils mit drei Medaillen im Gepäck zu ihrem Heimweltcup reisen werden. Im abschließenden 200m Lagen Endlauf war Nelson in einer Zeit von 2:06,80 Minuten nicht zu schlagen. Über Silber und Bronze durften sich mit Anastasia Gorbenko (2:07,60) und der Britin Abbie Wood (2:07,63) zwei Athletinnen freuen, die bereits über andere Strecken Medaillenluft schnuppern konnten.

Viel Zeit zum Durchatmen hat die internationale Schwimmelite nun nicht. Schon am Freitag geht der Weltcup im kanadischen Toronto in die zweite Runde. Eine Woche später fällt dann in Indianapolis (USA) die Entscheidung darüber, wer das Gesamtklassement in diesem Jahr für sich entscheiden kann. Die zwei zu diesem Zeitpunkt Führenden Matthew Sates und Siobhan Haughey haben ihre Starts in Nordamerika bereits angekündigt.

Die Champions des Tages im Überblick:

  • 400m Lagen (m): Matthew Sates (Südafrika) 4:02,95
  • 800m Freistil (w): Isabel Gose (Deutschland) 8:14,88
  • 100m Schmetterling (w): Louise Hansson (Schweden) 55,33
  • 50m Schmetterling (m): Dylan Carter (Trinidad und Tobago) 22,13
  • 200m Rücken (w): Beata Nelson (USA) 2:02,59
  • 100m Rücken (m): Shaine Casas (USA) 49,54
  • 50m Brust (w): Ruta Meilutyte (Litauen) 28,60
  • 200m Brust (m): Nic Fink (USA) 2:05,75
  • 100m Freistil (w): Siobhan Haughey (Hongkong) 51,59
  • 200m Freistil (m): Matthew Sates (Südafrika) 1:40,88
  • 200m Lagen (w): Beata Nelson (USA) 2:06,80

Die wichtigsten Links zum Schwimm-Weltcup 2022 in Berlin:

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