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(03.09.2021 / Bild: ISL) Nach dem ersten Veranstaltungstag des dritten Matchs in der International Swimming League waren die Rollen klar verteilt: Die Profis von Energy Standard lagen deutlich in Front, während London Roar, Team Iron und die New York Breakers abgeschlagen dahinter, aber dicht geballt den zweiten Platz im Visier hatten. Der Kampf um die Position hinter Energy bestimmte auch den zweiten Wettkampftag, doch am Ende gab es keine Veränderungen im Ranking: Energy Standard setzte sich weiter ab und siegte souverän mit 640,5 Punkten. London (436,5) musste bis zum Schluss zittern, verteidigte aber knapp die Position vor Iron (405,5), während New York (278,5) den Anschluss verlor und nach zwei vierten Plätzen zu Beginn der Saison jetzt schon um den Einzug in die in Eindhoven stattfindende Zwischenrunde zittern muss.

Wie schon am Vortag war London Roar erneut über die Rückenstrecken eine Macht und setzte damit auch einen Grundstein dafür, dass man Iron hinter sich lassen konnte: Nach dem Doppelsieg von Kira Toussaint (56,13) und Minna Atherton (56,86) über die 100m der Damen, legte ihr Teamkollege Guilherme Guido über dieselbe Strecke bei den Herren noch eine Schippe drauf und stellte mit mittlerweile 34 Jahren eine neue Bestzeit inklusive Südamerikarekord auf: In 48,95 konnte er seine alte Marke um eine glatte halbe Sekunde steigern und heimste durch seinen großen Vorsprung und die Jackpot-Regel satte 19 Punkte ein. Sichtlich zufrieden zeigte er sich darum auch im Interview nach dem Rennen. Der ebenfalls für London antretende Potsdamer Christian Diener absolvierte seinen Einzelstart heute nicht über Rücken, sondern beendete die 100m Lagen als Siebter in 53,65 Sekunden. Später gelang ihm als Startschwimmer der gemischten Lagenstaffel (50,35) eine schnelle Zeit und der Wechsel an Position drei des Feldes, am Ende reichte es allerdings nur für einen sechsten Platz seines Vierers.

Genauso gut wie Londons Rückenschwimmern gelang es Ilya Shymanovych, seine Form vom ersten Wettkampfabschnitt zu konservieren. In 55,86 Sekunden für 100m Brust konnte er erneut fünf Schwimmern Punkte abnehmen und packte so insgesamt 24 Zähler auf das Konto von Energy Standard. Beim Sieg seiner Teamkollegin Siobhan Haughey über die 200m Freistil (1:52,82) nutzte auch diese die Jackpot-Regel fast voll aus. Hier gelang es nur der zweitplatzierten Barbora Seemanova (Iron, 1:55,03) ihre Punkte zu behalten. Alle anderen Konkurrentinnen mussten ihre Zähler abtreten, was Haugheys Jackpot auf beeindruckende 30 Punkte anwachsen ließ.

Aber auch das Team Iron setzte Achtungszeichen: Bei ihnen stellte der Routinier Nicholas Santos unter Beweis, dass er selbst mit 41 Jahren noch mehr als nur mithalten kann. Als amtierender Weltrekordhalter gewann er die 50m Schmetterling in überzeugenden 22,18 Sekunden. In der ersten Runde der Schmetterlings-Skins war er sogar noch einmal zwei Hundertstel schneller, musste sich jedoch in Durchgang drei dem 17 (!) Jahre jüngeren Vini Lanza (London Roar: 24,14) geschlagen geben. Die in Freistil geschwommenen KO-Rennen der Damen kurz zuvor hatte Energy Standard dominiert: Sarah Sjöström schwamm im Finale der schnellsten Zwei ihrer Teamkollegin Haughey über die 50m Freistil davon. Trotz des punktgenauen Jackpots für Sjöström ging der MVP-Titel als fleißigste Punktesammlerin an Haughey, die in dieser Wertung abschließend lediglich einen halben Punkt vorne lag.

Während London und Iron sich einen Kampf um Platz zwei lieferten, mussten die New York Breakers die Konkurrenz immer mehr davon ziehen lassen. Für das Team aus den USA standen heute Marco Koch (58,33) und Philip Heintz (59,71) über die 100m Brust auf dem Block und platzierten sich als Fünfter und Achter. In den gemischten Lagenstaffeln der Breakers durften Koch (Brust: 57,84) und Ole Braunschweig (Rücken: 51,82) noch einmal ran, konnten aber mit Platz sieben und acht für ihr Team nicht mehr entscheidend eingreifen. Durch den erneuten vierten Platz rückt die direkte Playoff-Qualifikation für New York in weite Ferne. Nur die besten sechs der zehn ISL-Teams kommen sicher weiter. Die Teams auf Rang sieben bis zehn der Vorrunde schwimmen dann in einem entscheidenden Match die verbleibenden beiden Playoff-Plätze unter sich aus. Es dürfte sehr wahrscheinlich sein, dass New York nur dieser Weg über das Hoffnungsmatch bleibt, um doch noch den Sprung in die Zwischenrunde der ISL-Saison 2021 zu schaffen.

Am Samstag und Sonntag geht es direkt weiter mit dem vierten Match zwischen den Aqua Centurions, den Cali Condors, DC Trident und LA Current. Für deutsche Beteiligung werden Marie Pietruschka, Leonie Kuhlmann und Kathrin Demler (alle Cali) sowie Annika Bruhn (DC) sorgen. Beginn ist jeweils um 18:00 Uhr.

Die Sieger am Freitag:

  • 100m Freistil (w): Siobhan Haughey – Energy Standard – 51,64
  • 100m Freistil (m): Duncan Scott – London Roar – 46,80
  • 200m Schmetterling (w): Alys Thomas – 2:06,11
  • 200m Schmetterling (m): Teppei Morimoto – 1:51,32
  • 100m Rücken (w): Kira Toussaint – London Roar – 56,13
  • 100m Rücken (m): Guilherme Guido – London Roar – 48,95
  • 100m Lagen (w): Mary-Sophie Harvey – Energy Standard – 58,79
  • 100m Lagen (m): Marco Orsi – Team Iron – 51,66
  • 100m Brust (w): Alia Atkinson – London Roar – 1:04,09
  • 100m Brust (m): Ilya Shymanovych – Energy Standard – 55,86
  • 50m Schmetterling (w): Sarah Sjöström – Energy Standard – 25,11
  • 50m Schmetterling (m): Nicolas Santos – Team Iron – 22,18
  • 200m Freistil (w): Siobhan Haughey – Energy Standard – 1:52,82
  • 200m Freistil (m): Duncan Scott – London Roar – 1:42,60
  • 4x100m Lagen (mixed): Energy Standard – 3:35,89
  • 400m Lagen (w): Abbie Wood – New York Breakers – 4:29,89
  • 400m Lagen (m): Brandon Smith – New York Breakers - 4:03,96
  • 50m Freistil Skins (w): Sarah Sjöström – Enegy Standard – 24,22
  • 50m Schmetterling Skins (m): Vini Lanza – London Roar – 24,14