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(29.08.2021 / Bild rechts: ISL) Das zweite Match der International Swimming League war eine Machtdemonstration der Titelverteidiger. Bereits am Samstag hatten sich die Cali Condors ein bequemes Punktepolster erschwommen. Am zweiten Wettkampftag setzen sie ihre Siegessträhne beherrschend fort. Insgesamt 21 von 39 Strecken gingen an die Champions und oben drauf konnten sie sogar noch einen Weltrekord verbuchen. Auch die sechs deutschen ISL-Asse waren heute erneut im Wettkampfbecken gefordert.

Mit einem Endstand von 707 Punkten gewannen die Cali Condors unangefochten mit mehr als 300 Zählern Vorsprung das Match. Dahinter sicherte sich LA Current (402,5 Punkte) Platz zwei vor den Tokyo Frog Kings (382,5 Punkte). Das Schlusslicht bildeten die New York Breakers mit 269 Punkten.

Die Stars von den Condors glänzten und in Person von Coleman Stewart strahlte einer von ihnen heute besonders hell. Nachdem der 23-Jährige am ersten Tag bereits den Amerikanischen Rekord gebrochen hat, zündet er am Sonntag über die 100m Rücken einen echten Kracher: 48,33 Sekunden und damit ein neuer Weltrekord! Satte 37 Punkte fuhr er für die Condors ein und nahm u.a. dem für New York startenden Ole Braunschweig (6. - 51,92) die Zähler ab. Mehr zum Rekordrennen gibt es hier: WELTREKORD: Dressel-Teamkollege Coleman Stewart zündet Kracher in der ISL

Trotz Weltrekord schien Stewart noch nicht alle Reserven verbraucht zu haben. Souverän gewann er auch das heute in seiner Lieblingslage Rücken geschwommene 50m-KO-Event und kürte sich damit als fleißigster Punktesammler sogar zum MVP des Matches. Auf Platz zwei des MVP-Rankings landete Calis Superstar Caeleb Dressel. Mit zwei weiteren Einzelsiegen, einem Staffelsieg und einem zweiten Platz rundete der Olympiasieger sein erstes Match dieser Saison ab. Die 100m Lagen gewann Dressel in 51,01 Sekunden nur wenige Minuten nach seinem Sieg über die 100m Freistil (45,94). Kleiner Wermutstropfen: Über die 50m Schmetterling musste sich der US-Superstar dem Japaner Takeshi Kawamoto von den Tokyo Frog Kings geschlagen geben. Die Schwester des Olympiasiegers, Sherridon Dressel, macht dem Familiennamen ebenfalls alle Ehre und gewann über die 100m Rücken (57,08) ihr zweites ISL-Rennen. Auch über die Knock-Out-Rennen der 50m Rücken schaffte sie es mit mentaler Unterstützung ihres Bruders bis in die letzte Runde, die ihre Mannschaftskollegin Beata Nelson für sich entschied.

Auf den Damenstrecken ist in dieser Saison für die Condors auch ein deutsches Trio am Start. Leonie Kullmann wurde am Sonntag in 1:57,31 Minuten Sechste über die 200m Freistil und sicherte den Condors damit drei Punkte. Marie Pietruschka (4:40,50) und Kathrin Demler (4:43,30) waren heute über die 400m Lagen im Einsatz und belegten die Plätze sechs bzw. sieben, ohne dabei aber Punkte sammeln zu können. Über die 100m Freistil konnte Pietruschka zudem als Achte in 54,57 Sekunden nicht an ihre überzeugenden Staffelleistungen des Vortages anknüpfen. Auch Kathrin Demler steuerte bei ihrem Start über die 200m Schmetterling (7. - 2:11,13) keine Punkte bei.

Bei den New York Breakers gab es ebenfalls reichlich deutsche Beteiligung. Marco Koch und Philip Heintz starteten gemeinsam über die 100m Brust. Koch wurde mit 58,78 Sekunden Fünfter und fuhr vier Punkte für die Breakers ein. Sein Teamkollege Philip Heintz (59,74) landete auf dem letzten Rang, ohne weitere Punkte zu sammeln. Ole Braunschweig war nicht nur bei Coleman Stewarts Weltrekord über die 100m Rücken im Becken, sondern auch im KO-Wettbewerb über die 50m. Hier schied er in 24,01 Sekunden in der ersten Runde aus. In der Mixed-Lagenstaffel führte Braunschweig seine Staffel mit einer Zeit von 52,60 Sekunden an. Die Bruststrecke des zweiten Breakers-Quartetts schwamm Marco Koch in 58,68 Sekunden. Die beiden Staffeln landeten auf den Plätzen sieben und acht.

Die New York Breakers hatten beim Saisonauftakt mit den Auswirkungen eines positiven Corona-Test im Team zu kämpfen. Die Mannschaft musste sich vor ihrem ersten Match in Isolation begeben und konnte erst nach negativen Tests der Teammitglieder an den Start gehen. Ob man sonst besser mit den vor ihnen liegenden Tokyo Frog Kings mitgehalten hätte, lässt sich nun natürlich nicht mehr sagen. Eine starke Vorstellung für das Team aus Japan lieferte am Wochenende Daiya Seto ab. Er gewann vier Einzelrennen und ließ das Feld dabei meist weit hinter sich. Nachdem der Japaner bei den Olympischen Spielen in seinem Heimatland nicht seinen Erwartungen gerecht werden konnte, scheint er mittlerweile zurück zu alter Form gefunden zu haben.

Die Cali Condors und LA Current treffen bereits am nächsten Wochenende erneut aufeinander. Dann bekommen sie es mit den Aqua Centurions und DC Trident als Gegnern zu tun. Für die New York Breakers bleibt sogar noch weniger Zeit, sich von der Niederlage zu erholen. Schon am Donnerstag beginnt ihr nächstes Match gegen London Roar, das Team Iron und Energy Standard. Mit dabei sein wird dabei erstmals in dieser Saison auch der für London startende Potsdamer Christian Diener.

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