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 (01.08.2021) "Wir schauen auf eine fantastische Woche zurück", freut sich Markus Buck, Leistungssport-Chef der Schweizer Schwimmer, über das Ergebnis seines Teams bei den Olympischen Spielen in Tokio. Mit zwei Medaillen kehren die Athleten aus dem Alpenland zurück in die Heimat. Nie zuvor war ihnen dies gelungen.

Mit ihren Bronzemedaillen sorgten Jérémy Desplanches und Noe Ponti dafür, dass das bisher beste Ergebnis von den Spielen 1984, als es die zuvor erste und einzige Schweizer Schwimmedaille gab, übertroffen wurde. Auch neben den Medaillen war es ein überzeugendes Ergebnis. An der Seite von Ponti schwammen so zum Beispiel Antonio Djakovic, Nils Liess und Roman Mityukov in der 4x200m Freistilstaffel auf einen starken sechsten Platz direkt vor dem deutschen Team.

Die Ergebnisse der Schweizer Schwimmer bei den Olympischen Spielen 2021:

  Strecke Platz Zeit
Maria Ugolkova 100m Freistil 26. 0:54,86
  100m Schmetterling 17. 0:58,22 (SR)
  200m Lagen 9. 2:10,04* (SR)
       
Lisa Mamié 100m Brust 15. 1:06,76*
  200m Brust 14. 2:23,91*
       
Roman Mityukov 100m Freistil 16. 0:48,43*
  200m Rücken 12. 1:57,07
       
Antonio Djakovic 400m Freistil 9. 3:45,82 (SR)
  200m Freistil 11. 1:45,92
(1:45,77 SR - Staffel)
       
Jeremy Desplanches 100m Brust 28. 1:00,29 (SR)
  200m Lagen 3. 1:56,17 (SR)
       
Noe Ponti 100m Schmetterling 3. 0:50,74 (SR)
  200m Schmetterling 10. 1:55,05* (SR)
       
4x100m Freistil Djakovic, Liess, Mityukov, Ponti 14. 3:14,65
4x200m Freistil Djakovic, Liess, Mityukov, Ponti 6. 7:06,12 (SR)

*Vorlaufzeit / SR = Schweizer Rekord

"Die Bilanz ist unglaublich", so Markus Buck. Bei 15 Starts stellten die Schweizer auf neun Strecken nationale Rekorde auf - eine beeindruckende Quote. In den Vorläufen kamen die Schweizer elfmal mindestens ins Halbfinale oder sogar in den Endlauf.

Jeder aus dem siebenköpfigen Team stand auf den Einzelstrecken mindestens einmal im Halbfinale. Alle Herren der Schweizer Auswahl durften in Tokio Finals schwimmen. Bei den Damen fehlten Maria Ugolkova über die 200m Lagen auf Platz neun nur Sekundenbruchteile für den Finaleinzug. Lisa Mamié blieb auf den Bruststrecken etwas über den starken Leistungen, die sie bei der EM im Mai gezeigt hätte. Diese hätten in Tokio ebenfalls jeweils zum Endlauf gereicht. Sie sollte man ebenso in Zukunft auf dem Zettel haben, wie den Rest des Schweizer Teams.

"Der Kern der Mannschaft will bis 2024 weiter machen und hat noch viel Potential - ebenso Jérémy, er ist heißer den je und will in Paris nach Gold greifen", kündigt Markus Buck an. Was ihn besonders freut: Bis auf den in Nizza ansässigen Jérémy Desplanches trainieren alle weiteren Teammitglieder in der Schweiz, sind also Eigengewächse, die zudem aus allen drei Sprachregionen des Landes stammen. "Sie haben sich bei verschiedenen Clubs und Trainern auf dieses Level entwickelt", erklärt Buck. Bereits zu Beginn der Spiele hatte er in unserem Podcast beschreiben, dass der nationale Verband nicht auf eigene Stützpunkte setzt, sondern die Vereine als Leistungszentren fördert. Mehr dazu könnt ihr euch hier anhören:

 

Die Links zu den Olympischen Spielen 2021:

Bilder: IMAGO