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(09.07.2021) Am vierten Tag der Junioren-Europameisterschaften in Rom gab es für die deutschen Talente die dritte Medaille. Zum Ende des Finalabschnitts sorgten die Herren der 4x200m Freistilstaffel für einen glänzenden Abschluss des Abends im berühmte Foro Italico.

In 7:21,63 Minuten musste sich das Quartett nur der Staffel aus Russland (7:21,06) um gut eine halbe Sekunde geschlagen geben. Nachdem Cedric Büssing (1:51,80), Silas Beth (1:50,30) und Kiran Winkler (1:51,33) stark vorgelegt hatten, sorgte vor allem Deutschlands Schlussschwimmer Timo Sorgius auf der Außenbahn 0 für Wellen. In 1:48,20 Minuten lieferte der amtierende Deutsche Meister die schnellste Zeit des gesamten Feldes ab und schob das deutsche Team auf die Medaillenplätze. Nach einem mutigen Angang sah es sogar lange danach aus, dass man den Titel bejubeln könne, doch auf den letzten Metern zog Russlands Schlussschwimmer noch vorbei. Die Bronzemedaille ging in 7:22,40 Minuten an die italienischen Gastgeber.

Am Samstag kann Sorgius noch einmal nachlegen. Vor seinem Auftritt mit der 4x200m-Staffel war er bereits im Halbfinale über die 200m Freistil im Einsatz und traf hier auf den rumänischen Teenage-Star David Popovici. Die Zusammenfassung der Semifinals vom Freitag gibt es hier: Popovici glänzt auch über 200m! Timo Sorgius jagt den neuen Teenage-Star 

In den weiteren Finals am Freitag schrammten die deutschen Talente zweimal an den Medaillen vorbei. Über die 50m Rücken musste sich Cornelius Jahn in 25,64 Sekunden nur eine Hundertstel hinter dem Bronzeplatz mit Rang vier zufrieden geben. Durchaus beeindruckend: Der Hamburger steigerte seine Bestleistung seit Jahresbeginn damit um fast zwei Sekunden. Den Sieg sicherte sich in 25,14 Sekunden der Russe Aleksei Tkachev vor Ksawery Masiuk (25,28) aus Polen und dem Griechen Anastasios Kougkoulos (25,64).

Über die 200m Brust der Damen ließ die Flensburgerin Nele Schulze mit einem starken vierten Platz aufhorchen. In 2:29,72 Minuten blieb sie zum ersten Mal überhaupt unter der Marke von 2:30 und schlug so auch vor ihrer Nationalteamkollegin Kellie Messel an, die sich auf der letzten Bahn noch von Platz sieben auf Rang fünf geschwommen hatte. Zu den Medaillen fehlte beiden ein Stückchen. Die Podestplätze gingen an Justine Delmas (2:25,54) aus Frankreich, Eneli Jefimova (2:28,01) aus Estland und die Russin Elena Bogomolova (2:28,24).

Es war ein intensiver Tag für die deutschen Talente. Inklusive der Staffel waren neun von ihnen heute in den Finals im Einsatz. Im Endlauf über die 100m Schmetterling steigerte sich Kirill Lammert vom SC Delphin Lübeck in 53,82 Sekunden im Vergleich zum Halbfinale von Platz acht auf Rang sechs. Vorn holte sich Josif Miladinov (52,00) aus Bulgarien seinen zweiten Titel in Rom ab. Dabei verwies er den Portugiesen Diogo Ribeiro (52,54) und den Briten Edward Mildred (52,74) souverän auf die weiteren Plätze.

Über die 200m Freistil kam Chiara Klein in 2:00,87 Minuten auf den siebten Platz. Die Potsdamerin lieferte einen beherzten Auftritt ab und hatte nach der Rennhälfte noch unter den Top Vier gelegen. Doch am Ende zogen die Konkurrentinnen etwas davon, angeführt von der Ungarin Nikoletta Padar, die in 1:59,38 Minuten knapp vor der Britin Tamryn van Selm (1:59,50) und Beril Böceckler (1:59,73) aus der Türkei anschlug.

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