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(08.04.2021) Zum Auftakt der Swim Open in Stockholm konnten sich mehrere deutsche Schwimmerinnen für die im Mai in Budapest stattfindenden Europameisterschaften empfehlen. Über die 1500m Freistil der Damen blieben gleich zwei Athletinnen unter der geforderten Norm von 16:37,00 Minuten.

In 16:21,56 Minuten musste sich Lea Boy in einem spannenden Kampf um Gold nur um vier Hundertstel der Österreicherin Marlene Kahler geschlagen geben, die damit einen neuen nationalen Rekord aufstellte. Auch die Essenerin Jeannette Spiwoks schwamm auf Rang fünf in 16:30,97 Minuten unter die zur Qualifikation für die EM geforderte Zeit. 

Bereits am zurückliegenden Wochenende hatte Celine Rieder über die lange Kraulstrecke in 16:21,00 Minuten vorgelegt. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich eine der drei Schwimmerinnen für den zweiten Olympiastartplatz hinter der Vize-Weltmeisterin Sarah Köhler empfehlen kann. Möglich wäre es in den Vorläufen bei der EM zwar bis zu vier Schwimmerinnen an den Start zu bringen. Laut DSV-Nominierungsrichtlinien werden aber pro Strecke nur zwei Athletinnen für die Europameisterschaften nominiert. 

Einen überzeugenden Auftakt in die finale Qualifikationsphase für Olympia und EM legte auch Reva Foos hin. Die Frankfurterin unterbot über die 200m Freistil auf Platz fünf in 1:59,26 Minuten die EM-Norm um vier Hundertstel. Foos dürfte sich auch Hoffnungen auf einen Platz in der deutschen 4x200m Freistilstaffel bei Olympia machen. Noch haben die schnellsten vier Damen die vom DSV vorgegebene Staffelnorm von 7:55,00 Minuten nicht erfüllt. Nach Foos' heutiger Leistung stehen die Frauen bei 7:56,30 Minuten. Dies dürfte sich aber in den kommenden Tagen noch ändern, wenn zum Beispiel Isabel Gose in Magdeburg ins Geschehen eingreift und spätestens, wenn nahezu die gesamte Riege der Staffelkandidatinnen dann in einer Woche beim Qualifikationswettkampf in Berlin an den Start geht, dürfte die Norm kräftig wackeln.

Für Foos' Frankfurter Teamkollegen Oliver Klemet gab es über die 400m Freistil einen Podestplatz. In 3:50,67 Minuten kam er auf Platz drei mit einer starken neuen Bestzeit bis auf 6,7 Zehntel an die EM-Norm heran. Den Sieg sicherte sich hier der Österreicher Felix Auböck mit einer Weltklassezeit von 3:44,51 Minuten

Einen überzeugenden Start in die finale Phase der Olympiaqualifikation legten auch die bereits für Tokio gesetzten deutschen Herren hin: Marco Koch gewann beim Meeting in Stockholm die 200m Brust in 2:10,95 Minuten. Eine beachtliche Leistung von 2:14,31 Minuten brachte im selben Finale auf Rang acht der Lagen- und Kraulspezialist Jacob Heidtmann ins Becken. Dessen US-Trainingskollege Marius Kusch schwamm am Donnerstag bei den Swim Open zum Sieg über die 50m Schmetterling. In den kommenden Tagen wollen sich Kusch und Heidtmann, die über die 100m Schmetterling bzw. 400m Lagen schon ihre Olympiatickets sicher haben, noch für Einsätze in den deutschen Staffeln empfehlen. 

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