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(01.06.2011) Am heutigen zweiten Wettkampftag der Deutschen Meisterschaften konnten Hendrik Feldwehr über die 50m Brust und Helge Meeuw über die 100m Rücken bereits in den Vorläufen die Qualifikationszeiten für Shanghai knacken. Den Titel über die 800m Freistil der Damen holte sich Isabelle Härle. Paul Biedermann und Britta Steffen ließen es in den Vorläufen ruhig angehen.

 

Hendrik Feldwehr unterbot bereits im Vorlauf über die 50m Brust die vom DSV geforderte WM-Normzeit und sorgte damit für das Highlight des Vormittagsabschnitts. In 27,34 Sekunden blieb er 13 Hundertstel unter der Qualifikationszeit und liegt in der Weltrangliste damit an dritter Stelle. “Plan völlig erfüllt”, so Feldwehr.
Am Nachmittag dann knackte Vize-Weltmeister Helge Meeuw über die 100m Rücken die vom DSV für die WM geforderte Normzeit. In 53,76 Sekunden schwamm der Magdeburger die sechstschnellste Zeit des Jahres weltweit. “Das hab ich mir vorgenommen. Am Sonntag versuch ich das nochmal zu schwimmen und hoffe, dass ich nochmal ein schönes Rennen abliefern kann”, so Meeuw nach seinem Lauf.

Deibler-Brüder schwimmen souverän in die Finals

Kurzbahn-Weltrekordhalter Steffen Deibler schwamm über die 50m Schmetterling in 23,46 Sekunden souverän ins Finale und liegt damit in der aktuellen Weltrangliste auf dem fünften Platz. Er schrammte damit nur drei Hundertstel am Deutschen Rekord von Johannes Dietrich vorbei. Die WM-Norm verfehlte er um elf Hundertstelsekunden, hat im Finale am Freitag jedoch alles selbst in der Hand. Deibler hatte sich bereits am Vormittag über die 100m Freistil in 49,56 Sekunden als Dritter für das Finale qualifiziert. Schnellster war hier sein jüngerer Bruder Markus in starken 48,97 Sekunden. Zwischen die beiden schob sich in 49,18 Sekunden Marco di Carli. Titelverteidiger Paul Biedermann schwamm in 49,74 Sekunden die fünftschnellste Zeit der Vorläufe.

Biedermann und Steffen decken Karten noch nicht auf

Bei seinem zweiten Meisterschaftsauftritt ließ es Biedermann über seine Weltrekordstrecke 400m Freistil ruhig angehen und zog in 3:52,56 Minuten als Drittschnellster ins Finale ein. “Vorläufe bei einer DM sind Pflichtprogramme, da muss man nicht das Maximum herausholen”, so der Hallenser. Die beste Zeit der Vorläufe legte Martin Grodzki in 3:52,29 Minuten vor Chistian Kubusch (03:52,34) hin.

Olympiasiegerin Britta Steffen zog als Schnellste in 54,48 Sekunden souverän ins Finale ein. Sie blieb damit genau vier Zehntel über der WM-Norm, ließ es jedoch auf den letzten Metern sichtbar locker angehen. In der Weltrangliste liegt sie mit dieser Zeit bereits an 13. Stelle. “Es ging darum, ein Pokerface zu haben und noch nicht alle Karten aufzudecken. Der Plan ist, im Finale die WM-Norm zu schwimmen”, so die Weltrekordhalterin.

Härle und -Herren holen Meistertitel

Den einzigen Einzeltitel des Tages in der Offenen Klasse sicherte sich Isabelle Härle in 8:34,83 Minuten. Die WM-Norm (8:26,20) lag dabei außerhalb der Reichweite. Silber ging an Sarah Köhler (8:41,97). Auf den dritten Rang schwamm Elisa Thimm (8:47,19). Bei den Herren über die 4x200m Freistil holte das Team der SG Frankfurt in 7:25,02 Minuten den Titel.

Die weiteren Vorlaufschnellsten

Über die 200m Schmetterling schwamm Tim Wallburger in 1:58,26 Minuten die mit Abstand beste Zeit der Vorläufe. Bei den Damen tat es ihm Franziska Hentke in 2:12,45 Minuten gleich. Caroline Ruhnau schwamm über die 50m Brust der Damen in 31,73 Minuten die schnellste Vorlaufzeit.
Vorlaufschnellster über die 200m Brust war Kurzbahn-Europameister Marco Koch in 2:12,80 Minuten. Bei den Frauen legte Sarah Poewe in 2:27,93 Minuten die schnellste Zeit der Vorläufe hin. Die Vorläufe über die 50m Schmetterling der Damen entschied Sina Sutter in 27,28 Sekunden für sich.

Mittlerweile gab es bei den Titelkämpfen übrigens bereits drei Altersklassen-Rekorde. Über die 50m Freistil schwamm Anna-Stephanie Dietterle im Jahrgang 1997 in 25,84 Sekunden eine neue Bestmarke. Gleich zwei Rekorde stellte Alexander Lohmar, ebenfalls Jahrgang 1997, auf. Über die 50m Freistil sorgte er in 24,22 Sekunden für einen neuen Rekord, über die doppelte Distanz gelang ihm dies in 53,18 Sekunden.

Titel als Jahrgangsmeister gingen bisher an:

100m Freistil weiblich:
1994: Silke Lippok 55,08
1993: Julika Niegisch 56,48
1992: Annika Bruhn 55,68

100m Freistil männlich:
1992: Björn Hornikel 50,77

800m Freistil weiblich:
1998: Tina Kehlitz 09:27,27
1997: Leonie Antonia Beck 08:58,59

200m Schmetterling männlich:
1992: Melvin Herrmann 02:02,11

200m Schmetterling weiblich:
1994: Tina Rüger 02:16,30
1993: Lena Kalla 02:13,09
1992: Jessica Steiger 02:18,06

50m Brust männlich:
1992 Christian Vom Lehn 0:29,17

50m Brust weiblich:
1994: Laura Simon 0:32,06
1993: Vanessa Grimberg 0:32,13
1992: Vanessa Haupert 0:33,17

400m Freistil männlich:
1992: Marcel Jerzyk 04:03,04

200m Brust männlich:
1992: Christian vom Lehn 2:12,84

100m Rücken männlich:
1992: Mark Fischer 57,36

100m Rücken weiblich:
1994: Silke Lippok 1:01,85
1993: Doris Eichhorn 1:03,61
1992: Lisa Graf 1:02,44

50m Schmetterling männlich:
1992: Melvin Herrmann 25,09

50m Schmetterling weiblich:
1994: Sarah Silveira 28,00
1993: Paulina Schmiedel 27,31
1992: Jessica Steiger 27,99
1992: Deborah Gonschorek 27,99

800m Freistil weiblich:
1995: Johanna Friedrich 8:52,61
1994: Sarah Köhler 8:41,97
1993: Nadja Müller 8:47,93
1992: Britta Koiky 9:20,41