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(06.06.2011) Mit 24 Athleten will der Deutsche Schwimm-Verband bei den Beckenwettbewerben der Schwimm-WM in Shanghai an den Start gehen. Neun Frauen und 15 Männer wurden für die Vorbereitung auf die Titelkämpfe nominiert, zwei Athleten sind allerdings “auf Bewährung” dabei.

Steffen Deibler und Marco Koch wird bei den Paris Open am 25. und 26. Juni die Chance gegeben, die Normzeiten für die WM in Shanghai “nachzureichen”. Deibler war bei den Meisterschaften in Berlin über die 50m und 100m Schmetterling denkbar knapp an den Normzeiten gescheitert, liegt aber auf beiden Distanzen in der Weltrangliste unter den besten Zehn. Marco Koch musste vor seinem Finale über die 200m Brust wegen starker Rückenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert werden und verpasste als Vorlaufschnellster so seine Chance auf das direkte WM-Ticket.

Trotz nicht erfüllter Normen wurde auch Christian Kubusch nominiert. Sein EM-Silber sowie die Teilnahme am DSV-Projekt “Lange Strecke” hatten dafür den Ausschlag gegen.
Über welche Distanzen die ins WM-Team berufenen Sportler in Shanghai an den Start gehen werden ist noch unklar. “Wir nominieren nur für die unmittelbare Wettkampfvorbereitung. Wer welche Distanzen schwimmt, werden wir sehen,” hatte Bundestrainer Dirk Lange während der Deutschen Meisterschaften in Berlin immer wieder betont.

 

Folgende Sportler wurden vom DSV nominiert:

 

Frauen: Dorothea Brandt, Britta Steffen (beide SG Neukölln), Lisa Vitting, Sina Sutter (beide SG Essen), Silke Lippok (SSG Pforzheim), Franziska Jansen (SV Nikar Heidelberg), Daniela Schreiber (SV Halle/Saale), Jenny Mensing (SC 1911 Wiesbaden), Sarah Poewe (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen)
Männer: Steffen Deibler, Markus Deibler (beide Hamburger SC), Hendrik Feldwehr, Jan David Schepers (beide SG Essen), Benjamin Starke, Tim Wallburger (beide SG Neukölln), Helge Meeuw, Christian Kubusch (beide SC Magdeburg), Christian vom Lehn, Christoph Fildebrandt (beide SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Yannick Lebherz, Marco Koch (beide DSW 1912 Darmstadt), Paul Biedermann (SV Halle/Saale), Marco Di Carli (SG Frankfurt), Clemens Rapp (TSV Bad Saulgau).

 

Folgende Sportler hatten bei den Deutschen Meisterschaften die Normzeiten geknackt:

 

Marco di Carli (100m Freistil 48,24), Yannick Lebherz (400m Lagen 4:14,02), Jan David Scheper (200m Lagen 1:59,03), Helge Meeuw (100m Rücken 53,47), Hendrik Feldwehr (50m Brust 27,34)
Markus Deibler (200m Lagen 1:58,67), Paul Biedermann (200m Freistil 1:45,74), Christian vom Lehn (200m Brust 2:08,97), Benjamin Starke (100m Schmetterling 51,65)
4x100m Freistil männlich (di Carli, Deibler, Fildebrandt, Starke)
4x200m Freistil männlich (Biedermann, Wallburger, Rapp, Starke)
4x100m Lagen männlich (Meeuw, vom Lehn, Starke, di Carli)
Dorothea Brandt (50m Brust 30,83 // 50m Freistil 24,78), Britta Steffen (50m Freistil 24,67)
4x200m Freistil weiblich (Lippok, Vitting, Jansen, Schreiber)
4x100m Freistil weiblich (Steffen, Schreiber, Vitting, Lippok)
4x100m Lagen weiblich (Mensing, Poewe, Sutter, Steffen)