02. Oktober 2026

Neben dem Weltrekord von Egor Kornev über die 100m Freistil sorgte der zweite Wettkampftag des Weltcups in Baku, Aserbaidschan, auch aus deutscher Sicht für ein Achtungszeichen. Der Vize-Weltmeister Sven Schwarz gewann über die 1500m die silberne Medaille. 

In 14:35,41 Minuten entschied der Hannoveraner zwar mit großem Abstand seinen Zeitlauf am Vormittag für sich. Dennoch blieb ihm nur Platz zwei, da der Belgier Lucas Pierre Henveaux im Lauf davor einen unglaublichen Schlusssprint ins Wasser legte. Zwischenzeitlich hatte Henveaux' virtueller Rückstand auf Schwarz fast sieben Sekunden betragen. Diesen konnte er allerdings auf den letzten 100m so minimieren, dass er im ersten Lauf in 14:34,98 Minuten die schnellste Zeit des gesamten Feldes ins Wasser brachte. 

Auch die zweite deutsche Starterin, Maya Tobehn, hatte einen erfolgreichen Wettkampftag. Im Vorlauf der 200m Freistil qualifizierte sie sich souverän in 1:56,40 Minuten auf Platz sechs für das Finale. Dort konnte sie diese Leistung nochmal deutlich steigern. In 1:55,27 Minuten schwamm sie in neuer persönlicher Bestzeit auf Platz sieben. Schnellste Schwimmerin über diese Strecke war Siobhan Haughey aus Hongkong, die in 1:51,08 Minuten mit fast 1,5 Sekunden Vorsprung gewann. Tobehn war auch über die 50m Schmetterling im Wasser unterwegs gewesen. In 26,47 Sekunden schwamm sie eine neue Bestzeit und schied im Vorlauf auf Platz 17 aus. Bei all ihren bisherigen drei Starts schwamm die Deutsche EM-Medaillengewinnerin persönliche Rekorde.

Neben seinem dem Weltrekord über die 100m Freistil sprintete der Russe Egor Kornev im gleichen Finalabschnitt auch über die 50m Rücken zu einem neuen Weltcup Rekord. In 22,23 Sekunden unterbot er die bisherigen Bestleistung des Australiers Isaac Cooper um 25 Hundertstel. Auch sein Teamkollege Pavel Samusenko und der Südafrikaner Pieter Coetze schwammen in 22,51 Sekunden unter dem vorherigen Rekord und zeitgleich auf Platz zwei. Für Coetze war dies nach seiner doppelten Ausbeute am Vortag bereits Medaille Nummer drei sowie ein neuer Afrikarekord. 

Ihre Erfolgsserie setzt auch die Niederländerin Marrit Steenberger fort. Nachdem sie am Vortag bereits die 50m Rücken und 100m Lagen gewonnen hatte, belegte sie auch über die 100m Rücken den ersten Platz. Steenbergen, die den Weltrekord über die 100m Freistil auf der Langbahn hält, bringt sich damit in eine gute Position, die erste Station des Weltcups als Favoritin auf den Gesamtsieg zu beenden. 

Die weiteren Siege gingen an:

  • 400m Freistil (w): Yu Yiting (China) in 4:24,09 Minuten
  • 200m Lagen (m): Luke Barr in 1:51,34 Minuten
  • 50m Brust (m): Haiyang Qin (China) in 25,67 Sekunden
  • 50m Schmetterling (w): Ross Vanotterdijk (Belgien) in 24,96 Sekunden
  • 100m Brust (w): Mona Mc Sharry (Irland) in 1:04,21 Minuten
  • 200m Schmetterling (m): Juner Chen (China) in 1:49,37 Minuten

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 Bild: Archivbild / World Aquatics