Am vierten Tag der Asien Spiele in Tokio schwamm der erst 19-jährige Chinese Zhang Zhanshuo einen neuen Asien Rekord über die 200m Freistil. Außerdem gewannen die chinesischen SportlerInnen weitere sechs Goldmedaillen bei sieben möglichen Entscheidungen.
Bereits in der 4x 200m-Freistilstaffel hatte Zhanshuo mit einer Einzelzeit von 1:42,92 Minuten auf sich aufmerksam gemacht. Über die Einzelstrecke konnte er seine Leistung wiederholen und war in 1:43,49 Minuten nur etwa eine halbe Sekunde langsamer als im Teamevent.
Er unterbot damit den bestehenden Kontinentalrekord (1:43,92 Minuten) des Koreaners Hwang Sunwoo um eine knappe halbe Sekunde. Hwang war es auch, der das Rennen bis zur 150m Wende angeführt hatte und sich erst auf der letzten Bahn geschlagen geben musste. Der Schlussbahn von Zhanshuo, die er in 25,96 Sekunden bewältigte, konnte der koreanische Olympiafinalist aber nichts entgegen setzen und musste sich mit Platz zwei zufrieden geben. Zhang Zhanshuo ist nun der fünftschnellste Schwimmer jemals auf dieser Strecke und reiht sich ein in eine Liste voller Schwimmlegenden wie Paul Biedermann, Michael Phelps, David Popovici und Yannik Agnel. Deutschland Olympiasieger Lukas Märtens rutscht damit im Alltime-Ranking mit seiner Bestzeit von 1:44,14 Minuten auf den zwölften Rang.
Schnell unterwegs waren die Herren auch über die 100m Schmetterling. In neuem japanischem Rekord von 50,56 Sekunden schwamm Shoon Mitsunaga in einem spannenden Rennen auf Platz eins. Er gewann damit nicht nur den Titel, sondern setzte auch einen neuen Meeting Rekord. Der Japaner konnte dabei den Chinesen Xu Fang (50,73 Minuten) und seinen Teamkollegen Katsuhiro Matsumoto (51,36 Sekunden) hinter sich lassen. Zum Asienrekord von Joseph Schooling (50,39 Sekunden) fehlten dem Sieger auch nur wenige Zehntel.
Bei den Damen war vor allem das 100m Brust Finale von schnellen Zeiten gekennzeichnet. Alle drei Erstplatzierten schwammen unter dem bisherigen Wettkampfrekord von 1:06,40 Minuten. Nur der Chinesin Qianting Tang gelang es aber, auch unter der 1:05er Marke zu schwimmen. Sie gewann in 1:04,98 Minuten mit fast einer Sekunde Vorsprung vor den beiden Japanerinnen Satomi Suzuki (1:05,83 Minuten) und Kotomi Kato (1:06,37 Minuten). Die zweitplatzierte Suzuki hatte den Games Rekord im Jahr 2018 aufgestellt und gewann mit ihren 35 Jahren bereits die zweite silberne Medaille des laufenden Wettkampfs.
Nachdem die erst 13-jährige Yu Zidi aus China über die 200m Schmetterling und 200m Lagen bereits etliche Rekorde gebrochen hatte, schwamm sie auch über die 400m Lagen in neuem Meeting Rekord unangefochten auf Platz eins. In 4:28,56 Minuten unterbot sie ihre eigenen Bestzeit um über zwei Sekunden und blieb nur wenige Zehntel über dem bestehenden Asienrekord. Nach Summer McIntosh, Katinka Hosszu, Kaylee McKeown und Ye Shiwen ist Zidi die nun fünftschnellste Frau jemals über diese Strecke.
Die weiteren Siege gingen an:
- 100m Schmetterling (w): Yiting Yu (CHN) in 56,41 Sekunden
- 100m Rücken (w): Xuwei Peng (CHN) in 59,30 Sekunden
- 4x 100m Lagen Staffel (mixed): China in 3:40,38 Minuten
Wichtige Links zum Thema:
- Ergebnisse der Asien Spiele
- Asian Games: 13-jährige Chinesin Yu Zidi mit Rekord über 200 Schmetterling
- Weltrekord-Leistung: 13-jährige Zidi Yu schneller als Weltstar Summer McIntosh
- Junioren-Weltrekord: Teenager überrascht Olympia-Zweiten bei den Asienspielen
Bild: Asian Games Photo Gallery