14. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Nachdem Lukas Märtens mit einer starken Halbfinalleistung über 200m Freistil Medaillenhoffnungen geweckt hatte, musste der 400m-Olympiasieger im Finale der Europameisterschaften in Paris einen Rückschlag hinnehmen. Nach einer zunächst guten ersten Rennhälfte konnte der Deutsche das Tempo der Konkurrenz nicht mehr mitgehen und schlug in 1:45,58 Minuten als Siebter an.

Dabei wäre eine Medaille durchaus in Reichweite gewesen: James Guy (Großbritannien) sicherte sich Bronze in 1:44,87 Minuten, Vizeeuropameister wurde Tomas Navikonis (Litauen) in 1:44,55. Beide Zeiten lagen für Märtens durchaus im Bereich des Möglichen. Woran es letztlich lag, konnte sich der Deutsche im Anschluss selbst nicht erklären - beim Einschwimmen habe er sich nach eigener Aussage noch sehr gut gefühlt. 

Den Titel holte sich David Popovici. Der Rumäne setzte sich in 1:44,15 Minuten von Beginn an an die Spitze und feierte damit sein zweites Gold bei diesen Europameisterschaften. Zuvor hatte er sich auch über 100m Freistil durchgesetzt. Für eine starke Vorstellung sorgte zudem Österreichs Nachwuchstalent Christian Griefing. In 1:45,14 Minuten verpasste er als Vierter das Podium nur knapp und schnupperte damit bis zum Anschlag an den Medaillenrängen.

Spannend machte es der deutsche Rekordhalter Melvin Imoudu im Halbfinale über 50m Brust. In 26,93 Sekunden blieb der Potsdamer erneut unter der 27-Sekunden-Marke und sicherte sich damit als Achter gerade noch das Ticket für das morgige Finale. Für seinen Teamkollegen Malte Gräfe reichte es dagegen nicht: In 27,07 Sekunden belegte er Rang zehn und schied aus. Die schnellste Zeit des Halbfinals legte Simone Cerasuolo hin. Der Italiener schlug in 26,23 Sekunden an und distanzierte die Konkurrenz um satte vier Zehntelsekunden. Damit geht Cerasuolo als klarer Favorit auf Gold ins Finale.

Ein echtes Fotofinish bot das Finale über 50m Rücken, in dem am Ende nur vier Hundertstel zwischen Platz eins und vier lagen. Der Tscheche Miroslav Knedla setzte sich in neuem Landesrekord von 24,11 Sekunden gegen die hochkarätige Konkurrenz um Weltrekordhalter Kliment Kolesnikov durch und feierte damit einen Überraschungscoup. Kolesnikov (24,12) musste sich mit Silber begnügen, während Pavel Samusenko (24,14), der mit der schnellsten Halbfinalzeit ins Rennen gegangen war, Bronze holte. Leidtragender des engen Rennens war Titelverteidiger Apostolos Christou aus Griechenland (24,15), der als Vierter knapp das Podium verpasste.

Auch die 4x100m-Mixedstaffel bot einen packenden Endlauf. Das Team der neutralen Athleten freute sich in 3:19,95 Minuten mit neuem Veranstaltungsrekord über das glücklichere Ende. Egor Kornev (47,05), Ivan Girev (47,67), Daria Klepikova (52,21) und Kira Manokhina (53,02) sicherten sich damit den Titel.

Dahinter schwamm die niederländische Staffel in 3:20,09 Minuten auf Rang zwei. Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte einmal mehr Marrit Steenbergen. Mit einer Fabelzeit von 50,74 Sekunden machte sie als Schlussschwimmerin beinahe zweieinhalb Sekunden Rückstand gut und brachte die Niederlande noch einmal gefährlich nahe an die Spitze. Bronze ging in 3:20,80 Minuten an Italien.

Ohne deutsche Beteiligung wurden die Finalplätze über 200m Schmetterling vergeben. Für Begeisterung auf den Rängen sorgte dabei vor allem Lokalmatador Leon Marchand: Der französische Superstar schwamm in 1:53,95 Minuten souverän die schnellste Halbfinalzeit und sicherte sich damit die Bahn vier für das morgige Finale. Marchand, der aufgrund einer Verletzung ein reduziertes Wettkampfprogramm absolviert, wird dort erneut versuchen, die Halle zum Kochen zu bringen. Einer seiner härtesten Konkurrenten dürfte Vielstarter Hubert Kos aus Ungarn werden, der in den vergangenen Tagen bereits mit einem Europarekord über 200m Rücken für Aufsehen sorgte.

Die Zusammenfassung der Damenfinals des Tages gibt es hier --> Déjà-vu in Paris: Doppelter Medaillenglanz für Gose und Werner auch über 1500m

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