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Nur wenige Wochen nach ihrem JEM-Triumph über die 200m Freistil zeigte Linda Roth eindrucksvoll, dass sie auch in der offenen Klasse zur europäischen Spitze zählt! In den Finals am vierten Wettkampftag der Schwimm-EM in Paris begeisterte Roth gegen die namenhafte Konkurrenz mit einem herausragenden vierten Platz.
"Ich habe einfach versucht, Spaß zu haben. Klar ist es ein wenig unglücklich, Vierte zu werden, aber das Ergebnis macht mich dennoch sehr glücklich", kommentierte Linda Roth ihren Finalauftritt. In 1:56,71 Minuten kam die Jugendeuropameisterin bis auf 2,5 Zehntel an ihre Zeit aus dem Halbfinale heran, wo sie einen neuen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen aufgestellt hatte.
Die Goldmedaille erkämpfte sich im Schlusssprint die Tschechin Barbora Seemanova, die in neuer EM-Rekordzeit von 1:54,38 Minuten ihren Titel verteidigte. Nach Gold über die 100m Freistil freute sich Marrit Steenbergen (1:54,65) dahinter über die Silbermedaille. Bronze ging an die britische Rekordhalterin Freya Colbert, die in 1:55,81 Minuten neun Zehntel vor Linda Roth anschlug.
Nach ihrer Weltrekord-Überraschung im Halbfinale über die 50m Rücken waren auch in der Medaillenentscheidung alle Augen auf Sara Curtis gerichtet. Und Curtis sorgte erneut für große Begeisterung! In 26,56 Sekunden drückte sie den Weltrekord nochmals um sieben Hundertstelsekunden nach unten und jubelte über ihren ersten EM-Titel auf der Langbahn. In einem extrem schnellen und packenden Rennen schnappten sich die Französin Mary-Ambre Moluh (27,06) und Lauren Cox (27,15) aus Großbritannien die weiteren Medaillen. Cox setzte sich dabei um gerade einmal eine Hundertstelsekunde gegenüber Marrit Steenbergen durch, die somit das Medaillen-Doppel an diesem Tag nur hauchdünn verpasste.
Auch in den Herrenfinals gab es beinahe einen neuen Weltrekord zu bejubeln. Mehr dazu gibt es hier: Lukas Märtens weckt Medaillenhoffnung | Milak zündet Europarekord-Kracher!
In den beiden Halbfinals des Tages weckten Angelina Köhler und Anna Elendt ein weiteres Mal Medaillenhoffnungen. Mit der deutlich schnellsten Zeit ihres Halbfinals machte Köhler über die 100m Schmetterling souverän ihren Finaleinzug perfekt. In 56,79 schmetterte sie beinahe zur identischen Zeit wie am Vormittag. Nur die belgische Vizeweltmeisterin Roos Vanotterdijk war erneut schneller als die Deutsche Rekordhalterin. In beachtlichen 55,89 Sekunden – und mit neuem EM-Rekord – steht Vanotterdijk als klare Goldfavortin im Endlauf.
Anna Elendt brachte über die 200m Brust sogar den Deutschen Rekord zum Wackeln, schwamm in 2:23,60 Minuten bis auf sechs Hundertstel an ihre Bestzeit aus dem Vorjahr heran und hat als Fünfte im morgigen Finale dann erneut die Gelegenheit, ihre Rekordmarke anzugreifen. Bei der Kurzbahn-EM im Dezember hatte Elendt zuletzt mit der Goldmedaille begeistert. Ebenfalls im Halbfinale vertreten war Lena Ludwig, die in 2:28,89 Minuten exakt eine Sekunde über ihrer Zeit aus den Vorläufe blieb. In ihrem ersten EM-Halbfinale wurde Ludwig 14. Als Gejagte auf Bahn Vier wird Evgeniia Chikunova das Finale bestreiten. In 2:20,71 Minuten setzte die Weltrekordhalterin die schnellste Zeit ins Becken.
Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:
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Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals
Bild: Tino Henschel