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Auch am zweiten Wettkampftag der Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-EM in Paris durfte das deutsche Team über Edelmetall jubeln! Für das doppelte Medaillenglück sorgten Isabel Gose und Maya Werner, die gemeinsam auf das Treppchen über die 800m Freistil schwammen.
"Drittes Rennen, dritte Medaille! Das ist eine wirklich gute Ausbeute bislang", kommentierte die frischgebacken Vize-Europameisterin Isabel Gose ihren Auftritt. Nach Doppelgold im Freiwasser durfte sich Gose in 8:18,44 Minuten über die Silbermedaille freuen. Schneller war lediglich ihre italienische Dauerrivalin Simona Quadarella mit der sie sich langezeit einen packenden Zweikampf lieferte. Nach 600m konnte sich Quadarella dann jedoch entscheidend absetzen und triumphierte in 8:15,55 Minuten. Maya Werner (8:22,55) zeigte hinter dem Führungsduo ebenfalls ein ganz starkes Rennen und machte wie schon bei der Kurzbahn-EM im Dezember den Bronzerang perfekt. "Über die tolle Zeit freue ich mich fast am meisten", verriet Werner, die ihre bisherige Bestzeit um satte sieben Sekunden verbessern konnte.
Auch für Lise Seidel hätte es über die 200m Rücken beinahe zu Edelmetall gereicht – nur 2,3 Zehntel fehlten ihr als Viertplatzierte zur Bronzemedaille. In 2:08,86 Minuten präsentierte sich Seidel aber dennoch in herausragender Form und untermauerte ihre Position in der internationalen Spitze. "Ich bin extrem happy über die Zeit und auch die Platzierung. Das spornt nochmal extra an und gibt mir sehr viel Rückenwind", freute sich die WM-Achte des vergangenen Jahres. Gold ging an die Britin Katie Shanahan, die in 2:06,13 Minuten ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurde. Dahinter schnappten sich Camila Rodrigues Rebel (2:07,62) aus Portugal und die Französin Pauline Mahieu (2:08,63) die weiteren Podestplätze.
Im einzigen Damenfinale ohne deutsche Beteiligung machte Marrit Steenbergen über die 100m Freistil den erwarteten Goldtriumph perfekt. In 51,90 Sekunden blieb die Weltrekordhalterin ein weiteres Mal in dieser Saison unter der Schallmauer von 52 Sekunden und sprintete nach WM-Gold im vergangenen Sommer nun auch souverän zum Europameistertitel. In der anschließenden Lagen Mixedstaffel begeisterte Steenbergen als Schlussschwimmerin mit einem sensationellen Split von 50,87 Sekunden! Milou van Wijk sorgte derweil in 52,71 Sekunden für einen niederländischen Doppelsieg. Nur eine Hundertstel dahinter schwamm die Italienerin Sara Curtis (52,72) zu Bronze.
Mit Angelina Köhler und Anna Elendt schickt das deutsche Team in den morgigen Finals zwei starke Hoffnungsträgerinnen an den Start. Über die 50m Schmetterling machte es Köhler extrem spannend und schmetterte in 25,85 Sekunden zeitgleich als Siebte in den Endlauf. Dort dürfte die WM-Vierte mit Medaillenambitionen ins Becken springen, denn nur drei Schwimmerinnen waren schneller als ihre nationale Bestmarke von 25,50 Sekunden, die in diesem Jahr bereits mehrfach kräftig gewackelt hatte. Als Favoritin wird Weltrekordhalterin Sarah Sjöström das Finale bestreiten, die in 25,12 Sekunden erneut für die schnellste Zeit des Feldes sorgte.
Nur kurz nach ihrem Halbfinale feierte Angelina Köhler dann mit der Lagen Mixedstaffel einen weiteren deutschen Rekord! Mehr dazu gibt es hier: Deutsche Rekordflut geht weiter | Imoudu schrammt an Bronze vorbei
Im Halbfinale über die 100m Brust glänzte Anna Elendt erstmals seit ihrem WM-Triumph wieder mit einer 1:05er Zeit. In 1:05,92 Minuten machte die Weltmeisterin als Fünfte souverän den Sprung unter die Top 8 perfekt. Auch hier dürften Medaillenhoffnungen geweckt worden sein, denn die Drittplatzierte war lediglich 1,4 Zehntel schneller als Elendt. "Hinten raus tat es schon ein bisschen weh, aber ich bin wirklich super happy mit der Zeit. Es gibt auch noch ein paar Sachen, die ich morgen besser machen kann.", blickt sie optimistisch voraus. Ein Achtungszeichen setzte erneut die Britin Angharad Evans, die in 1:04,97 Sekunden einen weiteren EM-Rekord aufstellte und damit klar auf Goldkurs liegt.
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Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)
Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals
Bild: Tino Henschel