Zweite DM-Medaillen mit zweiter EM-Norm - darüber durfte Björn Kammann heute am dritten Tag der Deutschen Meisterschaften in Berlin jubeln. Über die 200m Schmetterling schnappte sich Kammann nach Bronze über die halbe Distanz nun souverän den Meistertitel und blieb 3,4 Zehntel unter der geforderten Normzeit für die Europameisterschaften in Paris. Silber schnappte sich Marc Sauer, der in 1:58,68 Minuten ebenfalls unter der Schallmauer von zwei Minuten blieb und Vorjahressieger Louis Schubert (2:00,15) auf den Bronzerang verwies.
Für das bisherige Highlight bei den laufenden Titelkämpfen sorgte Melvin Imoudu, der über die 50m Brust mit einem neuen Deutschen Rekord (26,62) begeisterte. Mehr dazu gibt es hier: DEUTSCHER REKORD! Melvin Imoudu zündet Knaller bei DM
Im selben Rennen hatte aber auch Lucas Matzerath großen Grund zur Freude: In 27,30 Sekunden machte er seine EM-Qualifikation perfekt und landete auf dem Bronzerang. Zwischen die beiden Routiniers schob sich der Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe, der in 27,29 Sekunden wie schon im Vorlauf unter der EM-Norm blieb.
Einen packenden Zweikampf gab es über die 200m Freistil zu sehen. In 1:46,17 Minuten setzte sich Timo Sorgius auf der letzten Bahn gegenüber Jarno Bäschnitt (1:46,50) durch. Beide dürfen diese Strecke bei den Europameisterschaften in Paris sowohl im Einzel als auch als Teil der 4x200m Staffel bestreiten – gemeinsam mit Lukas Märtens und Oliver Klemet. Das Podium komplettierte Christian Giefing (1:47,14), der als großes Nachwuchstalent in Österreich gilt und sich bereits über seine zweite DM-Medaille freuen durfte.
Nachdem Jeremias Pock im Vorlauf über die 200m Lagen erstmals die Marke von zwei Minuten knackte, gelang dem alten wie neuen Deutschen Meister der selbe Streich noch einmal im Finale – auch wenn er in 1:59,65 Minuten ein paar Zehntel langsamer unterwegs war. Ebenfalls unter die Zwei-Minutenmarke schwamm Cedric Büssing (1:59,74) der ebenso wie der Drittplatzierte Finn Hammer (2:00,44) unter der geforderten EM-Norm in der offenen Klasse blieb.
Aber nicht nur über die 200m Lagen der Männer sind nach den heutigen Finals nun alle vier möglichen Startplätze für die EM in Paris gefüllt. Gleiches gelang auch den schnellsten Rückensprintern des Landes, wo es ebenfalls zu einem Hundertstelduell um Gold kam. Um gerade einmal vier Hundertstelsekunden machte Vincent Passek (24,85) seinem Berliner Trainingspartner Ole Braunschweig (24,89) die Titelverteidigung streitig. Braunschweig legte bei dieser DM ausschließlich den Fokus auf die 50m Rücken und kann dem weiteren Saisonverlauf nun mit einer Silbermedaille in der Tasche entgegenblicken. Auf den Bronzerang schwamm sich Fritz Dietz (25,20), der ebenso wie Cornelius Jahn (25,29) das deutsche Rückenquartett in Paris verstärken dürfte.
Bei den Damen konnte Isabel Gose ihre beeindruckende Titelserie ausbauen. Zudem gab es eine packende Entscheidung um die Staffelplätze der 4x200m Freistil sowie zwei Titelpremieren. Mehr dazu gibt es hier: Schwimm-DM 2026: Isabel Gose feiert Titel-Hattrick in Berlin
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Bild: Tino Henschel