Dritter Tag, dritter Titel für Isabel Gose bei den Deutschen Meisterschaften: Mit einem Sieg über die 200m Freistil machte die Olympia-Medaillengewinnerin am Samstag ihren Titel-Hattrick in Berin perfekt.
Die 400 und 1500m Freistil hatte die Magdeburgerin in den zurückliegenden Tagen bereits für sich entschieden und stieg auch über die 200m als klare Favoritin auf den Block. Doch ein Selbstläufer war das heute nicht: In 1:57,69 Minuten schlug Gose nur 16 Hundertstel vor Nicole Maier (1:57,85) an. "Ich bin happy, nochmal Deutsche Meisterin zu sein und schon ein bisschen stolz", freute sich Gose nach dem spannenden Rennen.
Dahinter blieben auch Nina Holt (1:58,11), Maya Tobehn (1:58,73) und Maya Werner (1:59,15) unter der Normzeit zur Qualifikation für die Schwimm-EM. Kurios: Im Kampf um die Einzelstartplätze bei den Europameisterschaften hat Maya Werner damit zwar das Nachsehen gegenüber Gose, Maier, Holt und Tobehn. Da sie aber im Vorlauf bereits stark vorgelegt hatte, liegt Werner im Ranking für die 4x200m-Staffel bei den Europameisterschaften an dritter Stelle und darf damit auch weiter auf einen Staffeleinsatz hoffen. Da die Magdeburgerin zudem bereits über die 400 und 1500m Freistil qualifiziert ist, wird sie ohnehin Teil des EM-Teams sein. Es wird also spannend, wie die Verantwortlichen des Deutschen Schwimm-Verbandes die Staffel letztlich besetzen.
Für Isabel Gose war der heutige 200m-Sieg bereits der 14. Titel bei Deutschen Meisterschaften. Auch Anna Elendt zog am Samstag mit dieser Hausmarke gleich. Über die 50m Brust war die in den USA trainierende Weltmeisterin in 30,54 Sekunden eine Klasse für sich und hielt ihre Verfolgerinnen Lena Ludwig (31,45) und Klara Antok (32,01) klar hinter sich. Zudem schwamm Elendt damit auch unter die EM-Norm über die 50m Brust (31,00).
In starker Form präsentiert sich im Berlin weiterhin Linda Roth. Die Neu-Magdeburgerin schwamm über die 200m Lagen in 2:12,47 Minuten zum Sieg und machte damit nach ihrem 400m-Triumph das Lagendoppel in Berlin perfekt. Zudem blieb sie klar unter der Normzeit für die Schwimm-EM, die zuvor im Qualifikationszeitraum auch Noelle Benkler bereits unterboten hatte. Die Heidelbergerin sicherte sich heute in 2:13,14 Minuten die Silbermedaille vor Laura Sophie Kohlmann (2:15,45) von der SG Essen.
Ein Achtungszeichen setzte am Samstag auch die junge Chemnitzerin Yara Fay Riefstahl. Über die 200m Schmetterling schwamm die 17-Jährige in einem spannenden Finale zu ihrem ersten Deutschen Meistertitel bei den Erwachsenen. Nach 2:12,42 Minuten sicherte sie sich im Anschlag die Goldmedaille vor Alina Baievych (2:12,58). Beide blieben damit knapp über der U23-Norm zur Qualifikation für die Schwimm-EM in Paris. Komplettiert wurde das Podium von der Titelverteidigerin Leni von Bonin (2:14,04).
Packend eng ging es auch im Kampf um den Titel über die 50m Rücken zu. Die Lübeckerin Viktoria Hoffmann schnappte sich hier in 29,05 Sekunden mit nur sechs Hundertsteln Vorsprung die Goldmedaille vor Lina Kröger. Nur weitere zwei Hundertstel dahinter ging Bronze an die Neuköllnerin Klara Sophie Beierling.
Bei den Herren sorgte Melvin Imoudu mit einem Deuschen Rekord über die 50m Brust für das Highlight des Tages. Mehr dazu gibt es hier --> DEUTSCHER REKORD! Melvin Imoudu zündet Knaller bei DM
Und auch darüber hinaus, begeisterten die deustchen Männer mit zahlreichen weiteren EM-Normen: Schwimm-DM 2026: Björn Kammann schmettert zur zweiten EM-Norm | Auch Matzerath reist nach Paris
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Bild: Tino Henschel