Seit Weihnachten schon ist in der Elbeschwimmhalle in Magdeburg – Trainingsstätte von Florian Wellbrock, Lukas Märtens, Isabel Gose und Co. – kein Wassertraining möglich. Grund dafür sind gravierende Sicherheitsbedenken an der Dachkonstruktion, die bei einer regelmäßig stattfindenden Überprüfung festgestellt wurden. Seitdem gilt das 50m Becken als gesperrt – der Zeitpunkt für eine mögliche Wiedereröffnung unklar.
Für die Aktiven des SC Magdeburg bedeutet die Sperrung Elbeschwimmhalle eine große Umstellung, die zahlreichen logistischen Herausforderungen mit sich bringt. So zieht die Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn aktuell ihre Bahnen im Magdeburger Stadtteil Diesdorf, was mit einer deutlich weiteren Anreise verbunden ist.
Die Auswirkungen sind auch im Wettkampfbetrieb spürbar. Zuletzt mussten die Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" ebenfalls nach Diesdorf verlegt werden, wo Wettkämpfe bislang lediglich mit Handzeitnahme durchführbar sind. Eine elektronische Zeitmessung soll jedoch zeitnah installiert werden. Denn Mitte April steht der traditionsreiche Gothaer & Friends Pokal auf dem Programm, der als wichtiger Bestandteil der EM-Qualifikation gilt.
Die Herausforderungen um die Elbeschwimmhalle heben die Bedeutung von modernen und vor allem sicheren Trainingsstätten hervor. Die Perspektiven für Magdeburg sind diesbezüglich dennoch positiv, denn Ende des vergangenen Jahres wurde die Finanzierung für ein nationales Schwimmzentrum bestätigt. Mehr dazu hier: 51 Mio. Euro! Finanzierung für nationales Schwimmzentrum in Magdeburg gesichert
Doch an erster Stelle steht erst einmal die Wiedereröffnung der Elbeschwimmhalle. Eine zeitliche Orientierung hierfür gibt es jedoch noch nicht.