Am vorletzten Tag der Kurzbahn-WM in Budapest konnten Florian Wellbrock und Sven Schwarz bereits am Vormittag Medaillenhoffnungen wecken. In den Zeitläufen über die 800m Freistil konnte sich das deutsche Duo eine vielversprechende Ausgangsposition erarbeiten. Vor dem abschließenden fünften Zeitlauf am Abend führen Wellbrock (7:31,90) und Schwarz (7:33,24) das Gesamtklassement an, in welchem bereits zahlreiche Topathleten gelistet sind.
Mit der schnellsten Meldezeit - langsamer aber als Florian Wellbrock am Morgen schwamm - wird der Schwede Victor Johansson (7:33,11) an den Start gehen. Und auch der 1500m Weltmeister Ahmed Jaouadi aus Tunesien möchte den deutschen Schwimm-Assen die Medaillen streitig machen.
Jordan Crooks von den Cayman Islands kürte sich in den Vorläufen über die 50m Freistil eindrucksvoll zum schnellsten Schwimmer aller Zeiten. In 20,08 Sekunden knackte der Titelverteidiger den bisherigen Weltrekord von Caeleb Dressel um acht Hundertstelsekunden und schickt sich an, womöglich erstmals die magische Marke von 20 Sekunden in Wanken zu bringen. Mit von der Partie waren auch zwei deutsche Sprinter, beide verpassten jedoch den Einzug ins Halbfinale. Marius Kusch (21,35) beendete das Rennen auf Platz 20, Artem Selin (21,77) landete auf Platz 35.
Besser lief es für Melvin Imoudu, der über die 50m Brust in 25,98 Sekunden als Neuntplatzierter weiterkam und somit gute Aussichten auf ein Finalticket hat. Lucas Matzerath (26,78) hingegen verpasste auf Platz 33 den Sprung in die nächste Runde. Die Vorlaufsbestzeit stellte der Chinese Qin Haiyang in 25,51 Sekunden auf. Und auch bei den Frauen war über die selbe Strecke mit Tang Qianting (29,15) eine Chinesin in den Vorläufen am schnellsten unterwegs.
Nachdem er bei den Olympischen Spielen durchaus unerwartet in das Finale über die 400m Lagen geschwommen war, gelang Cedric Büssing dieser Coup bei den Titelkämpfen in Budapest nicht erneut. Büssings Zeit von 4:06,73 Minuten reichte in der Endabrechnung zu einem guten zwölften Platz. Der Brite Max Litchfield (4:00,37) wird im Finale auf der Favoritenbahn Vier zu sehen sein.
Auf dieser Bahn hatte in den vergangenen Wettkampftagen allen voran Gretchen Walsh mit zahlreichen Ausnahmeleistungen glänzen können. Über die 50m Freistil kam die US-amerikanische Seriensiegerin in 23,02 Sekunden erneut bis auf wenige Hundertstel an die weltweite Bestmarke (22,93) heran. Nur unmittelbar dahinter präsentierte sich auch Kate Douglass (23,20) in herausragender Form. Nele Schulze (24,53) und Nina Jazy (24,61) sortierten sich im Gesamtklassement auf den Plätzen 24 und 28 ein.
Über die 400m Lagen der Damen erwartet uns am Nachmittag ein spannendes Duell zwischen der Vorlaufschnellsten Katie Grimes (4:24,74) und der Olympiasiegerin Summer McIntosh (4:25,86), die in Budapest bereits zweimal zu Gold geschwommen ist, jeweils in neuer Weltrekordzeit.
In der abschließenden 4x100m Lagen Mixedstaffel kündigten insbesondere die Quartette aus den USA (3:34,30) und Australien (3:34,31) ihre Titelambitionen an. Ein deutsches Team ging hier nicht an den Start.
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Bild: Tino Henschel