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(16.02.2024) Am sechsten Wettkampftag der Weltmeisterschaften in Doha war das deutsche Team zwar nicht in den Endläufen vertreten, für viel Furore sorgten dafür andere europäische Schwimmnationen. Insbesondere unsere Nachbarn aus den Niederlanden wussten mit drei Medaillen und zwei Rekorden zu glänzen.

Nachdem sie sich im gestrigen 100m Freistil Halbfinale nicht nur auf die Favoritenbahn 4 schwamm sondern gleichzeitig einen neuen niederländischen Rekord aufstellte, verbesserte Marrit Steenbergen diesen im Endlauf nicht nur um gut zweieinhalb Zehntel, sondern machte in 52,26 Sekunden auch den WM-Triumph perfekt. Steenbergen ist damit nun die achtschnellste Frau aller Zeiten über diese Strecke. Nach Gold über die doppelte Strecke sowie dem Überraschungs-Bronze über die 100m Brust konnte Siobhan Haughey aus Hongkong in 52,56 Sekunden ihren Medaillensatz bei diesen Weltmeisterschaften komplettieren. Mit der Australierin Shayna Jack (52,83) blieb eine weitere Schwimmerin unterhalb der 53 Sekunden Marke und durfte sich über die Bronzemedaille freuen.

Auch über die 200m Brust der Damen durfte eine Niederländerin über den WM-Titel und einen neuen Landesrekord jubeln. In 2:19,81 Minuten unterbot Tes Schouten bei einem souveränen Start-Ziel Sieg erstmals in ihrer Karriere die magische Grenze von 2:20 Minuten. Dies war vor einigen Wochen auch der Amerikanerin Kate Douglass gelungen, die sich in Doha heute in 2:20,91 Minuten mit der Silbermedaille zufrieden geben musste. Bronze ging dahinter an Sydney Pickrem (2:22,94) aus Kanada.

Wie schon so oft in den vergangenen Wettkampftagen entschied sich das Finale über die 200m Rücken der Männer erst im Anschlag. In 1:55,30 Minuten hatte der in den USA trainierende Spanier Hugo Gonzalez das notwendige Quäntchen Glück auf seiner Seite, um sich mit einer Zehntel Vorsprung gegenüber Roman Mityukov (1:55,40) aus der Schweiz durchzusetzen. Den dritten Platz sicherte sich der Südafrikaner Pieter Coetze, der in 1:55,99 Minuten ein starkes Rennen auf der Außenbahn bestritt.

Die einzige Einzelstrecke, die nicht von den europäischen Schwimmerinnen und Schwimmern dominiert wurde, waren die 200m Brust der Männer. Nachdem Dong Zhihao im vergangenen Sommer mit dem Juniorenweltrekord über diese Strecke erstmals international auf sich aufmerksam machte, krönte sich der 18-jährige Chinese nun über zum neuen Weltmeister. In 2:07,94 Minuten setzte er sich dank eines herausragenden Endspurts gegenüber der Konkurrenz durch. Dem Niederländer Caspar Corbeau fehlte nicht viel, die Siegesserie seines Teams am heutigen Tag fortzusetzen. Seine Zeit von 2:08,24 Minuten bedeuteten am Ende die Silbermedaille. Nach Gold über die 100m sowie Bronze über die 50m Brust präsentierte der Amerikaner Nic Fink (2:08,85) als Drittplatzierter wieder einmal seine Allround-Fähigkeiten über die Bruststrecken.

Einen wahren Wimpernschlag-Krimi gab es über die abschließende 4x200m Freistilstaffel der Männer zu bestaunen, denn nach der 800m langen Wettkampfstrecke waren die schnellsten drei Mannschaften lediglich vierundzwanzig Hundertstel voneinander getrennt. Die Goldmedaille sicherte sich das Quartett aus China. In 7:01,84 Minuten setzten sich Ji Xinjie, Wang Haoyu, Pan Zhanle und Zhang Zhanshuo denkbar knapp gegenüber den südkoreanischen Schwimmern (7:01,94) rund um den frischgebackenen Weltmeister Sunwoo Hwang durch. Hwang zeigte mit dem Topsplit von 1:43,76 Minuten, dass dieser Triumph keine Eintagsfliege war. Zu Bronze schwamm das erfolgsverwöhnte Team aus den USA in 7:02,08 Minuten, das bis zum letzten Schwimmer noch deutlich in Führung gelegen hatte.

Der morgige Finalabschnitt darf auch aus deutscher Sicht wieder mit Spannung erwartet werden, wenn die bereits mit Edelmetall dekorierten Isabel Gose und Angelina Köhler erneut in den Kampf um die Podestplätze eingreifen können. Besonders spannend machte es Köhler, die den Finalplatz über die 50m Schmetterling erst im Ausschwimmen klar machte. Mehr dazu gibt es hier: Angelina Köhler kämpft sich im Ausschwimmen ins WM-Finale

Links zur Schwimm-WM 2024:

Bild: World Aquatics / M. Lewis / Archiv

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