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(08.12.2023) Auch am Freitagabend wurde in Otopendi (Rumänien) bei der Kurzbahn-EM wieder um Medaillen und Finalplätze gekämpft. In fast jedem männlichen Rennen des Abschnittes gingen deutsche Schwimmer an der Start und die Spanne zwischen Erfolg und Ernüchterung war teilweise minimal.

Besonders bitter war der Abend für Ramon Klenz. Im Finale über die 200m Schmetterling lag der Berliner bis knapp 10m vor dem Anschlag auf Bronzekurs und die Medaille war in greifbarer Nähe. Dann zeigte sich jedoch die Härte des Events und Klenz verlor in 1:52,47 Minuten mit den letzten Zügen den Podestplatz noch gegen den Ungarn Richard Marton (1:52,12). Der Neuköllner beendete das Rennen somit als Vierter. Den Titel sicherte sich wie schon über die halbe Distanz der Schweizer Noe Ponti, der in 1:49,71 Minuten als einziger Starter unter die 1:50-Marke schwamm. Silber ging nach einer beeindruckende Vorstellung wie schon über die 200m Lagen zu Beginn des Abschnittes an Alberto Razzetti (1:50,10). Bis zur letzten Wende lieferten sich die zwei Schwimmer ein Kopf-an-Kopf Rennen, was Ponti erneut durch seine starke letzte Unterwasserphase für sich entscheiden konnte. 

Über die 100m Rücken sicherte sich der Franzosen Mewen Tomac in 49,72 Sekunden seinen zweiten Titel. Er gewann am Mittwoch schon die halbe Distanz vor dem Neuköllner Ole Braunschweig. Braunschweig war heute ebenfalls in diesem Finale vertreten und zeigte in der ersten Rennhälfte seine Sprintfähigkeiten, wodurch er als Dritter wendete. Am Ende reichte es zwar nicht für seine zweite Medaille, dennoch schwamm er in starken 50,40 Sekunden erneut schneller als im Halbfinale und wurde guter Sechster. Zu seiner persönlichen Bestzeit fehlten im nur drei Hundertstelsekunden. Tomacs Teamkollege Yohann Ndoye-Brouard komplettierte den französischen Doppelsieg und schwamm in 49,96 Sekunden als einziger weiterer Schwimmer unter die 50 Sekunden-Marke. Platz Drei teilte sich der Lokalmatador Andrei Ungur (50,04) mit dem Italiener Lorenzo Mora (50,04), welcher auf der Außenbahn zu einer Medaille schwamm. Kurioserweise starteten in diesem Finale neun Schwimmer, da ein zu leichter Anschlag im Halbfinale dazu führte, dass die Anschlagmatte zunächst nicht reagierte. Nachdem bereits die Finalisten verkündet wurden, stellte sich raus, dass eben dieser Schwimmer eigentlich einen Startplatz im Finale hätte. Somit wurde kurzfristig beschlossen, dass neun Schwimmer an den Start gehen durften. 

In den heutigen Halbfinals zeigte Deutschlands langjähriger Brustspezialist Marco Koch, dass er auch auf internationaler Ebene weiterhin zu den Besten gehört. Im zweiten Semifinale über die 200m Brust wurde er nach 2:05,67 Minuten Dritter und qualifizierte sich als Gesamtsechster für den morgigen Endlauf. Schnellster Starter war der Bronzemedaillengewinner über die 100m, Caspar Corbeau (2:03,34) aus den Niederlanden.

Auch im ersten 200m Freistil Halbfinale gab es eine deutsche Beteiligung. Der 20-jährige Leipziger Timo Sorgius rückte als Reservist in sein erstes Halbfinale auf der internationalen Bühne nach. In 1:46,89 Minuten verbesserte er seine Zeit nochmal im Vergleich zu den Vorläufen und belegte am Ende Platz 16. Auf Bahn 4 starten wird im morgigen Finale der rumänische Superstar David Popovic (1:42,04), welcher vor heimischen Publikum seine Muskeln spielen ließ.

Im ersten Finale des Abends sicherte sich der Brite Duncan Scott seinen ersten Titel bei Kurzbahn-Europameisterschaften überhaupt und gewann die 200 Meter Lagen. In 1:50,98 Minuten stellte er einen neuen nationalen Rekord auf und verpassten den Europarekord (1:50,85) nur haarscharf. Mit über zwei Sekunden Rückstand schlug der bereits erwähnte Italiener Alberto Razzetti (1:53,09) an, dicht gefolgt vom Litauer Danas Rapsys (1:53,49), welchen man eher von den Freistil Mitteldistanzen kennt.

Den Abschnitt beendeten die Herren mit zwei Halbfinalläufen über die 50m Schmetterling. Hier kratzte Weltrekordhalter und schnellster Finalqualifikant Szebasztian Szabo aus Ungarn in 21,86 Sekunden an seiner eigenen Bestmarke (21,75). Somit darf sich die Schwimmgemeinschaft auf ein mögliches Spektakel morgen Abend freuen.

Die Zusammenfassung der Damenfinals gibt es hier --> Nicht zu stoppen! Angelina Köhler schwimmt Deutschen Rekord

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-EM 2023: 

Bild: LEN

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