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(18.11.2023 | Bild: Tino Henschel) Nicht erst seit seinem Titel bei den U23-Europameisterschaften in diesem Jahr zählt Sven Schwarz zur ersten Garde der deutschen Langstreckenschwimmer. Dass er im Konkurrenzkampf mit dem Olympiasieger Florian Wellbrock und dessen Teamkollegen Lukas Märtens in Zukunft ein noch lauteres Wörtchen mitreden könnte, stellte der Hannoveraner heute bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal unter Beweis.

Über 800m Freistil gingen Schwarz und Wellbrock am Samstag erstmals bei der DKM 2023 ins Becken und lieferten sich lange ein spannendes Duell. Knapp drei Viertel der Strecke lagen die beiden Kopf an Kopf deutlich vor dem Feld, doch dann erhöhte Schwarz noch einmal das Tempo und konnte sich um knapp zwei Körperlängen absetzen. Schließlich schlug er nach 7:34,05 Minuten als Erster an – nur zwei Zehntel über seiner Bestzeit und auf Platz zwei der aktuellen Weltjahresbestenliste. Nur der Schwede Victor Johansson war bisher in 7:33,01 Minuten knapp schneller gewesen. Wellbrock kam mit 7:36,93 Minuten ins Ziel, die bisher fünftschnellste Zeit der Saison. Auf Rang drei (mit großem Abstand sowohl zu Platz zwei als auch vier) setzte sich Henning Mühlleitner in 7:45,92 Minuten. Sven Schwarz liegt damit auch im Rennen um die vier noch zu besetzenden Plätze für die Kurzbahn-EM 2023 an erster Stelle. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dieses Event auch in seine Saisonplanung passt.

Die 100m Rücken bestätigten den Eindruck aus dem Vorlauf: Christian Diener, Marek Ulrich und Ole Braunschweig machten den Titel unter sich aus und waren dabei für die Konkurrenz nicht einzuholen. Am Ende hatte Diener seine Hand – auch dank gewohnt starker Tauchphasen – zuerst an der Wand, seine Siegerzeit lautete 51,44 Sekunden. Ulrich und Braunschweig teilten sich die Silbermedaille in jeweils 51,73 Sekunden.

Über die 50m Brust konnte Lucas Matzerath seinen Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen und zeigte, dass er über Wasser eindeutig der schnellste in seinem Finale war: Nach der Wende noch etwas zurückliegend, schlug er trotzdem mit einem klaren Vorsprung von vier Zehnteln in 26,73 Sekunden an. Die weiteren Medaillen gingen an Manuel Kohlschmid (27,13) und Urs-Laurin Bludau (27,20).

Ramon Klenz konnte über 200m Lagen zwar genauso wie Matzerath seinen Titel verteidigen, jedoch verbuchte er anders als dieser eine klaren Start-Ziel-Sieg. Mit seinen starken Wenden schwamm er bereits über die Schmetterlings- und Rückenstrecke einen gewaltigen Vorsprung heraus, der auch in der zweiten Rennhälfte nicht mehr ernstlich gefährdet wurde, sodass er unangefochten in 1:55,84 Minuten siegte. Mit einer starken zweiten Rennhälfte konnte sich dahinter Jeremias Pock (1:57,33) auf den Silberrang schieben, Bronze erschwamm Marius Zobel (1:58,18) an seinem 24. Geburtstag.

Als der wohl Stärkste in der Unterwasserarbeit zeigte sich zum Ende des Abschnitts allerdings einmal mehr Chad Le Clos, der vor allem mit Hilfe seiner Kicks die 50m Freistil in 21,53 Sekunden für sich entschied, auch dies eine Titelverteidigung. Moritz Schaller (21,84) musste sich erneut mit dem zweiten Rang hinter dem Südafrikaner zufriedengeben, Christoph Fildebrandt sicherte sich als einziger weiterer Sprinter unter 22 Sekunden mit 21,96 Bronze. Im JEM-/EYOF-Finale kurz zuvor konnte Larus Thiel in 22,81 einen neuen Jahrgangsrekord bei den 14-Jährigen verbuchen.

Morgen wird dann zum letzten mal um die Medaillen gekämpft, so gut wie alle Platzierten werden noch einmal im Einsatz sein. So dürfen wir uns etwa auf ein weiteres Duell zwischen Wellbrock und Schwarz (400m Freistil) oder Le Clos, Schaller und Klenz freuen (100m Schmetterling).

Die Zusammenfassung der heutigen Finals der Damen gibt es hier: Weltjahresbestzeit! Gose mit 1500m-Kracher bei der Kurzbahn-DM

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