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(05.02.2023) Glasklare Sache: Die Herren der SG Frankfurt haben unangefochten die 1. Schwimm-Bundesliga für sich entschieden. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Essen ließen sie der Konkurrenz keine Chance und sicherten sich am Ende mit überlegenen 26.606 Punkten und 2380 Zählern Vorsprung auf den SC Wiesbaden den Titel.

Der Abstand auf ihre Verfolger aus der Nachbarstadt war damit so groß, dass es sich die Frankfurter locker hätten leisen können, zwei oder drei Strecken gar nicht zu besetzen - und sie wären trotzdem an der Spitze gelandet. Fleißigster Punktesammler im Frankfurter Star-Ensemble war der südafrikanische Olympiasieger Chad le Clos. Insgesamt 4187 Punkte konnte er reinholen und dabei unter Beweis stellen, dass er auch auf Nebenstrecken sehr gut einsetzbar ist. So war Le Clos am Wochenende unter anderem über die 100m Rücken (51,71) und 200m Rücken (1:55,10) am Start und lieferte hier starke Zeiten ab.

Auch der ungarische Starschwimmer Szebastzian Szabo sowie der Este Kregor Zirk, die im Gegensatz zu Le Clos nur für die DMS-Bundesliga zum Team stießen, sowie die deutschen Nationalschwimmer Marco Koch, Lucas Matzerath und Oliver Klemet sorgten für satte Punkte und auch Sebastian Pierre-Louis sowie Aaron Wilmes trugen zum Titel bei. Nach 2012 ist es überhaupt erst das zweite Mal, dass die Frankfurter Herren den Sieg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften einfahren konnten. 

Nicht nur die neuen Meister sondern auch die Verfolgerteams auf Platz zwei und drei hatten sich gezielt international verstärkt. So war bei den Wiesbadenern der US-Star Coleman Stewart mit in Summe 4004 Zählern der fleißigste Punktesammler. Dahinter schwamm die SG Stadtwerke München, die unter anderem vom österreichischen Nationalschwimmer Christopher Rothbauer, dem Briten Jay Lelliott sowie dem einstigen Vize-Europameister Richard Nagy aus der Slowakei unterstützt wurde, auf den dritten Rang. 

Während das Rennen um den Titel früh entschieden war, gab es im Kampf um die Podestplätze bis zum Ende Spannung. So mischten neben Wiesbaden und München auch die SSG Leipzig und der Potsdamer SV oben kräftig mit. Im Gegensatz zu den vor ihnen platzierten Teams setzten diese beiden Mannschaften nur auf Schwimmer, die auch sonst am jeweiligen Standort ihre Bahnen ziehen und verzichteten auf internationale Einkäufe. Den Aufsteigern von der SSG Leipzig, die in den vorherigen DMS-Saisons einen Durchmarsch von der Landesliga bis ins Oberhaus des Schwimmsports hingelegt hatten, fehlten bei ihrer Rückkehr in die 1. Bundesliga nur 184 Punkte auf das Podium.

Auch die Gastgeber von der SG Essen setzten am Wochenende immer wieder Achtungszeichen, vor allem in Person ihres eigens eingeflogenen Starschwimmers Marius Kusch. Mit 4327 Punkten war der Kurzbahn-Europameister der wertvollste Schwimmer des gesamten Wettkampfes. Seine Zeit von 22,42 Sekunden über die 50m Schmetterling war zudem die einzige Einzelleistung, mit der die Marke von 900 Zählern durchbrochen werden konnte.

Als einziger Absteiger der DMS-Saison 2022/23 muss der DSW 1912 Darmstadt den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Da durch die Abmeldung der Titelverteidiger vom SV Würzburg bereits vor Beginn des Bundesligaevents ein weiteres Team feststand, welches wir in der kommenden Saison nicht mehr im Oberhaus des Schwimmsports sehen werden, gibt es diesmal keine weiteren Absteiger.

Die SG Frankfurt hätte beinahe sogar einen Doppelsieg feiern können. Während die Männer triumphierten, mussten sich die Damen aus der Mainmetropole aber knapp mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Mehr dazu gibt es hier: Zurück an der Spitze! Neuköllnerinnen holen Deutschen Meistertitel

Die Deutschen Mannschaftsmeister 2022/23: 
SG Frankfurt: Chad le Clos (4187), Szebastzian Szabo (3954), Oliver Klemet (3853), Marco Koch (3795), Kregor Zirk (3167), Lucas Matzerath (2382), Sebastian Pierre-Louis (2268), Oussama Sahnoune (2222), Aaron Wilmes (778)

1. DMS Bundesliga 2023 - Endstand - Herren:

Platz Team Punkte
1 SG Frankfurt  26606
2 SC Wiesbaden 1911  24226
3 SG SW München  24086
4  SSG Leipzig 23902
5  1. Potsdamer SV 23794
6 SG Essen  23365
7  SSG Saar Max Ritter 22739
8  SG Neukölln 22207
9  SG Bayer 22196
10  Sport-Union Neckarsulm 21359
11  DSW 1912 Darmstadt 20987

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Bilder: Hintergrund Annette Schultetus, kleines Bild: Stefan Sonnenschein (HSV)

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