Videotipp
18. November 2022

(18.11.2022) Als mehrfachen Weltmeister und einstigen Weltrekordhalter kennt man Marco Koch vor allem als Spezialisten für die Bruststrecken. Dass er aber durchaus vielseitig ist, dürfte spätestens ein Blick in die Deutschen Rekordlisten erahnen lassen. Hier steht der Frankfurter nämlich über die 400m Lagen als bisher schnellster deutscher Kurzbahnschwimmer aller Zeiten drin. Über eben jene Strecke war Koch heute auch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal nicht zu schlagen.

Mit seiner Zeit von 4:13,84 Minuten war Koch zwar deutlich vom einstigen Rekordauftritt entfernt, den er an selber Stelle fast auf den Tag genau vor sieben Jahren hinlegte. Doch gegen die weitere Finalkonkurrenz reichte es klar zum Sieg. Mit etwas mehr als einer Sekunde folgten der Potsdamer Sean-Paul Chaffee (4:15,84) und Jeremias Pock (4:15,69) von der SG Mittelfranken auf den weiteren Podestplätzen.

Schon am Vormittag hatte Marco Koch einen Ausflug zu den Kraulsprintern unternommen und mit der 4x50m Freistilstaffel der SG Frankfurt den Titel geholt. Mit dabei war hier auch der Neu-Hesse Chad le Clos. Der südafrikanische Olympiasieger legte im Finalabschnitt ebenfalls nach und schwamm über die 50m Schmetterling in 22,66 Sekunden unangefochten zum Sieg. Insgesamt hat er damit bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften nun bereits vier Goldmedaillen auf dem Konto. Hinter dem Starschwimmer revanchierte sich Moritz Schaller bei seinem Konkurrenten Luca Nik Armbruster dafür, dass er am Donnerstag über die 100m Freistil knapp unterlegen war. Heute hatte Schaller den besseren Anschlag und holte in 23,20 Sekunden Silber vor Armbruster.

Über die 200m Rücken heißt der Deutsche Kurzbahnmeister wie schon im zurückliegenden Jahr Cornelius Jahn. In 1:54,77 Minuten verteidigte er seinen Titel vor dem jungen Erfurter Oskar Schildknecht, der in 1:55,03 Minuten einen neuen Deutschen Jahrgangsrekord bei den 17-Jährigen aufstellte. Schildknecht strich damit die bisherige Bestmarke des späteren Nationalschwimmers Ramon Klenz (1:55,69) aus den Rekordbüchern. Die Bronzemedaille ging in 1:59,39 Minuten an den Sindelfinger Bastian Kömpf.

Auch eine Meisterpremiere gab es am Freitag in den Finals der Herren. Über die 200m Freistil schwamm der 18-jährige Tobias van Aggelen von der SG Neuss in 1:45,58 Minuten zu seinem ersten nationalen Titel in der offenen Klasse und hielt dabei den bereits erwähnten Neckarsulmer Ramon Klenz (1:45,92) hinter sich. Im Dreikampf um die Medaillen ging nur knapp dahinter Bronze an Silas Beth (1:45,92) von der SG Bad Schwartau. 

In den Finals der Damen konnte Zoe Vogelmann zweimal auf dem Podest stehen und für Angelina Köhler sowie Nele Schulze gab es jeweils Titel Nummer zwei in Wuppertal. Mehr dazu hier: Gold und Bronze: Zoe Vogelmann glänzt doppelt bei der DKM

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-DM 2022: