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(11.07.2011) Mit Platz drei im Medaillenspiegel (siehe unten) konnte das DSV-Team bei den Junioren-Europameisterschaften in Belgrad das Vorjahresergebnis zwar nicht erreichen, mit Christian Diener hatte die deutsche Mannschaft jedoch den herausragenden Athleten der Titelkämpfe in ihren Reihen. Drei Titel und die Silbermedaille mit der Lagenstaffel standen für ihn zu Buche.

 

Drei Goldmedaillen, ein Junioren-Europarekord, Vize-Europameister in der Lagenstaffel (mit Marius Kusch, Paul Wiechhusen und Max Mral) – Christian Diener war der erfolgreichste Athlet der diesjährigen Junioren-EM. Mit seinen Zeiten von 25,40 Sekunden über die 50m, 55,70 Sekunden über die 100m sowie 1:59,94 Minuten über die 200m Rücken war der Cottbuser zudem schneller als es jeder andere deutsche Schwimmer in seinem Alter je war. Mit seinen Erfolgen tritt Diener auch in die Fußstapfen des Franzosen Yannick Agnel, der der JEM im vergangenen Jahr seinen Stempel aufdrückte und mittlerweile einer der Stars im internationalen Schwimm-Zirkus ist.

Medaillenspiegel: DSV-Team auf Platz 3

Damit trug Christian Diener auch maßgeblich dazu bei, dass es für die DSV-Athleten in diesem Jahr hinter Großbritannien und Italien zu Rang drei im Medaillenspiegel reichte. Mit vier Gold- sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen blieb das Team insgesamt jedoch hinter dem Vorjahresergebnis (6/5/4) zurück, als man in der Endabrechnung auf Rang zwei hinter Italien gelegen hatte. Damals hatte vor allem Silke Lippok mit vier Einzelmedaillen sowie Titeln mit allen weiblichen DSV-Staffeln zum Erfolg beigetragen.

 

Umgekehrtes Bild: Jungen sorgen für Medaillen

Insgesamt waren es 2010 noch vor allem die Schwimmerinnen, die bei der JEM für Erfolge gesorgt hatten. Von den 14 deutschen Medaillen gingen neun Stück auf ihr Konto. Bei den Herren konnte damals bereits Christian Diener mit seinem Sieg über die 50m Rücken eines der Glanzlichter der Herren setzen. In diesem Jahr nun zeigte sich ein umgekehrtes Bild. Während das weibliche Lager zwei Podestplätze erschwamm, standen insgesamt sechs mal deutsche Herren auf dem Treppchen. Für die Highlights bei den Mädchen sorgten Alexandra Wenk mit ihrem Triumph über die 100m Schmetterling und Johanna Friedrich mit der Bronzemedaille über die 400m Freistil. Neben Christian Diener konnten bei den jungen Herren Bastian Vollmer mit Silber über die 50m Brust sowie die 4x100m Freistilstaffel (Max Mral, Matthias Lindenbauer, Steffen Hillmer und Maximilian Oswald) mit Bronze glänzen.

Briten und Italiener topp in Belgrad

Das erfolgreichste Team in Belgrad war die Mannschaft aus Großbritannien. Mit je sechs Gold- und Silbermedaillen sowie sieben dritten Plätzen erschwammen sich die Athleten aus dem Gastgeberland der Olympischen Spiele 2012 insgesamt 19 mal Edelmetall und ließen damit die erfolgreichste Nation des Vorjahres, Italien (5/6/5), hinter sich. Dabei waren es vor allem die britischen Mädels die für Erfolge sorgten. Sie holten allein 14 Medaillen. Bei den Italienern hingegen glänzten vor allem die Jungen, die 13 der 16 Podestplätze erschwammen.

Biczo und Temnikova sorgen für beste Leistung

Für die beste Einzelleistung der Titelkämpfe sorgte Bence Biczo bei seinem Sieg über die 200m Schmetterling in 1:55,92 Minuten. Dass der junge Ungar sogar noch schneller kann, hatte er zuletzt bei den ungarischen Meisterschaften gezeigt, als er in 1:54,79 Minuten auf Platz zwei der Weltrangliste schwamm und Olympiasieger Laszlo Cseh hinter sich ließ.
Bei den Mädchen brachte die Russin Maria Temnikova die beste Leistung ins Wasser. Mit ihrer Zeit von 2:26,29 Minuten schwamm sie in die Top 20 der aktuellen Wetrangliste.

 

Medaillenspiegel der JEM 2011:

    Gold Silber Bronze Gesamt
1 Großbritannien 6 6 7 19
2 Italien 5 6 5 16
3 Deutschland 4 2 2 8
4 Frankreich 3 - 1 4
5 Russland 2 7 5 14
6 Ungarn 2 4 2 8
7 Spanien 2 2 3 7
8 Ukraine 2 2 2 6
9 Dänemark 2 2 1 5
10 Griechenland 2 1 1 4
11 Irland 2 1 - 3
12 Serbien 2 - - 2
  Österreich 2 - - 2
14 Polen 1 1 5 7
15 Schweden 1 1 - 2
  Kroatien 1 1 - 2
17 Türkei 1 - 1 2
18 Finnland - 2 1 3
19 Niederlande - 1 1 2
20 Weißrussland - 1 - 1
  Island - 1 - 1
22 Israel - - 1 1
  Lettland - - 1 1