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(03.08.2018) Die Jüngste war die Schnellste! Über die 200m Lagen sicherte sich die erst 15-jährige Zoe Vogelmann bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin am Samstag ihren ersten Titel bei den Erwachsenen und sorgte damit für Begeisterung unter den mehr als 1000 Zuschauern in der Halle und dem Publikum live vor den Fernsehgeräten.

In 2:13,32 Minuten stellte die amtierende Junioren-Europameisterin nicht nur einen neuen Deutschen Altersklassenrekord in der AK16 auf, sondern hielt auch die Konkurrenz klar auf Distanz. Mit 1,12 Sekunden Rückstand auf die Heidelbergerin folgte Kathrin Demler auf Platz zwei. Auch Bronze ging an eine Teenagerin: Als Dritte schlug Giulia Goerigk in 2:14,52 Minuten an. Die 16-Jährige hatte in Berlin schon Gold über die doppelte Strecke geholt.

Eine starke Vorstellung lieferte auch David Thomasberger ab. Nachdem er bei der WM noch über seine Paradestrecke 200m Schmetterling knapp im Vorlauf ausgeschieden war, zeigte er heute, dass er es besser kann. In 1:56,05 Minuten holte sich der Leipziger den Titel und war damit mehr als eine Sekunde schneller als bei den Weltmeisterschaften. Dahinter ging Silber in 1:57,17 Minuten an den Deutschen Rekordhalter Ramon Klenz. Komplettiert wurde das Podium von Fynn Minuth in 1:58,01 Minuten.

Im Battle der WM-Schwimmerinnen setzte sich über die 200m Freistil die Titelverteidigerin durch: Annika Bruhn sicherte sich in 1:58,07 Minuten den Titel. Nachdem sie lange klar geführt hatte, eilte auf den letzten Metern noch die 19-jährige Julia Mrozinski heran. Obwohl diese bei der WM nur als Staffelschwimmerin über die 100m zum Einsatz kam, zeigte sie heute, dass sie auch auf der doppelten Distanz ihre Qualitäten hat und holte nur 2,1 Zehntel hinter Bruhn Silber. Platz drei ging an Reva Foos in 1:58,45 Minuten. Dahinter blieben auch Sarah Köhler (1:58,56) und Marie Pietruschka (1:59,10) klar unter der Zwei-Minuten-Marke. Alle fünf waren vor wenigen Tagen noch bei der Schwimm-WM in Südkorea im Einsatz.

Bei den Herren ging die Action über die 200m Freistil zunächst auf den Außenbahnen ab. Jacob Heidtmann auf der 1 und Max Nowosad auf Bahn 8 gaben hier zunächst den Ton an. Auf der letzten Bahn schob sich aber Poul Zellmann in der Mitte nach vorn und schlug in 1:47,55 Minuten vor Heidtmann (1:48,45) und Nowosad (1:48,66) an. Durchaus bemerkenswert: Alle Finalisten blieben unter der Marke von 1:50 Minuten.

Eine souveräne Vorstellung lieferte Marco Koch über die 200m Brust ab. Eine Woche, nachdem er in 2:07,60 Minuten WM-Fünfter wurde, reichte ihm heute eine Zeit von 2:10,15 Minuten zum Titel. Sein WM-Teamkollege Max Pilger holte dahinter in 2:11,57 Minuten Silber vor Wassili Kuhn. Den Titel über die 200m Rücken sicherte sich Nadine Laemmler in 2:10,97 Minuten vor Sonnele Öztürk (2:11,58) und der langjährigen Seriensiegerin dieser Distanz, Jenny Mensing (2:12,66).

Die Zusammenfassung der heutigen 50m-Finals gibt es hier: Anna Elendt nicht zu stoppen! Diesmal wackelte der Deutsche Rekord

Und über die 1500m war der Weltmeister im Einsatz: Souveräner Sieg für Wellbrock: "Ich wollte hier keinen abbaden"

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Bilder der Schwimm-DM 2019: Thesportpicturepage