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(22.07.2019) Dass sich eine US-Amerikanische Staffel bei einer Weltmeisterschaft Gold holt, ist eigentlich nichts besonderes mehr. Doch für Nathan Adrian war der gestrige Sieg mit dem 4x100m Freistilteam bei der Schwimm-WM in Südkorea alles andere als Alltäglich. Noch zu Beginn dieses Jahres kämpfte der Sprintspezialist gegen Krebs.

"Das Schwimmen ist meine Heimat. Es ist der Ort, zu dem ich in schwierigen Zeiten zurückkehre", meinte Adrian gestern nach dem Rennen zurückblickend. Im Januar hatte er die Schockdiagnose erhalten: Hodenkrebs. 

"Das Leben, so wie die 100m Freistil, kann dich hart erwischen, ohne dass du siehst, wer oder was dich einholt", meinte Adrian damals und begann direkt den Kampf gegen den Krebs. "Das Gute ist: Wir haben es früh erkannt. Die Behandlung hat begonnen und die Prognose ist gut. In wenigen kurzen Wochen werde ich zurück im Wasser sein und meinen Blick voll auf Tokio richten", meinte er damals. Während so mancher dies als den typisch amerikanischen Zweckoptimismus abtat, ließ Adrian seinen Worten Taten folgen.

Nach intensiver Behandlung erklärten ihn die Ärzte nur vier Wochen später wieder bereit dafür ins Becken zu steigen. Im Mai, vier Monate nach der Krebsdiagnose, bestritt Adrian seinen ersten Wettkampf und bereits kurz vor der WM zeigte er mit einer Leistung von 48,50 Sekunden, dass in Korea mit ihm zu rechnen sein würde.

Am Sonntag war es dann so weit. Im Vorlauf wurde Adrian noch geschont, im Finale durfte er ran. Als Schlusschwimmer bescherte er dem US-Team über die 4x100m Freistil nicht nur die Goldmedaille und sich selbst den elften WM-Titel. Mit seiner Splitzeit von 47,08 Sekunden machte er auch deutlich, dass der Traum von Olympia 2020 alles andere als ein leerer Wunsch ist. Es war hinter seinem Teamkollegen Zack Apple (46,86), dem Russen Evgeny Rylov (47,02) und Olympiasieger Kyle Chalmers (47,06) die viertschnellste Leistung des gesamten Feldes. Besser als Vladimir Morozov, Caeleb Dressel oder auch seine weiteren Kraulkollegen.

"Mit drei herausragenden Schwimmern auf den Block zu steigen, die für mich großartig vorgelegt haben, um mich in diese Position zu bringen - das fühlt sich an wie Heimat. Das lässt den ganzen Krebs-Kram vergessen. Das lässt die ganze Unruhe vergessen, dass der Krebs jederzeit zurückkommen könnte. Das war riesig für mich", freut sich Adrian am Sonntag in Gwangju. Und vielleicht geht die WM für ihn noch weiter. Als zweitschnellster Schwimmer des US-Teams könnten er diese Gefühl vielleicht noch einmal als Teil der gemischten 4x100m-Freistilstaffel durchleben.

Die Links zur Schwimm-WM 2019 

WM-Bilder: Alibek Käsler / swimsportnews

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