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(09.07.2019) Nicht nur die deutschen Schwimmfans werden im TV-Programm nahezu vergeblich nach Sendezeiten der Schwimm-Weltmeisterschaften 2019 suchen. Auch die Zuschauer in einer der Top-Nationen unseres Sports könnten einen "TV-Blackout" erleben: Nach derzeitigem Stand wird es in der Schwimm-Supermacht Australien keine Live-Übertragungen der Weltmeisterschaften 2019 im Fernsehen geben.

Während das schwimmbegeisterte Publikum hierzulande zumindest auf ein breites Livestreaming-Angebot des ZDF zurückgreifen kann, müssen die Anhänger von Cate Campbell und Co. in Downunder wohl selbst darauf in großen Teilen verzichten.

Der Grund: Nach wie vor konnten sich die australischen TV-Sender und der Weltverband FINA nicht auf einen Deal für die Rechte zur Übertragung der Schwimm-WM 2019 einigen. Australischen Medien zufolge würden die von der FINA aufgerufenen Preise deutlich über marktüblichen Beträgen, die sonst für internationale Sportevents aufgerufen werden, liegen. 

An der mangelnden Begeisterung für den Schwimmsport seitens der australischen Fans oder fehlenden Medaillenaussichten dürfte es nicht scheitern: Mit Sprintolympiasieger Kyle Chalmers, dem Geschwisterduo Cate und Bronte Campbell oder auch Youngster Ariarne Titmus, die als eine der ersten Schwimmerinnen überhaupt der US-Starathletin Katie Ledecky das Leben schwer machen könnte, haben die "Dolphins" etliche echte Hochkaräter in ihrem Team. 

Noch laufen die Verhandlungen, doch die Zeit wird knapp: Bereits am Samstag beginnen die Schwimm-Wettbewerbe in Südkorea mit den Rennen der Open Water Athleten. Weniger als eine Woche bevor es mit den Weltmeisterschaften los geht, steht also noch nicht fest, ob und wo es in einem der für das Schwimmen wichtigsten Märkte den Wettkampfhöhepunkt des Jahres zu sehen geben wird. 

Eine Ausweichmöglichkeit gibt es für die australischen Schwimmfans: Sie können sich die WM im Livestream des Weltverbandes anschauen. Natürlich nicht kostenlos: Der Zugang kostet für den Zeitraum der Weltmeisterschaften etwa 25 Euro. Ob die Übertragungslizenzen also verkauft werden oder nicht, eines steht somit in jedem Fall fest: Die FINA wird bei dem ganzen Rechtepoker nicht leer ausgehen.

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