Medisports Network

(26.07.2011) Heute stand bei der Schwimm-WM in Shanghai das von vielen herbeigesehnte Finale über die 200m Freistil an. Kurzbahn-Weltmeister Ryan Lochte holte sich vor Olympiasieger Michael Phelps Gold. Titelverteidiger Paul Biedermann schwamm auf Platz drei. Helge Meeuw schwamm über die 100m Rücken auf Platz sieben. Hendrik Feldwehr zog über die 50m Brust in den Endlauf ein. Silke Lippok packte über die 200m Freistil den Sprung in den Endlauf.

 

Erneut kein WM-Titel für US-Star Michael Phelps über die 200m Freistil. Im Hammerfinale von Shanghai ließ der Rekord-Olympiasieger zwar im Gegensatz zur WM vor zwei Jahren Paul Biedermann hinter sich. Trotzdem muss er sich auch diesmal “nur” mit WM-Silber zufrieden geben. Der Titel ging in 1:44,44 Minuten an seinen Landsmann Ryan Lochte. Im Schlussspurt konnte Phelps zwar heranziehen, lag jedoch letztlich 35 Hundertstel hinter Lochte. Biedermann holte in 1:44,88 Minuten seine zweite Bronzemedaille. Der Hallenser konnte sich dabei im Anschlag um vier Hundertstel gegen den viertplatzierten Koreaner Tae Hwan Park durchsetzen. Trotzdem zeigte er sich nicht besonders erfreut. “Ich bin noch ein bisschen enttäuscht, ich kann mich noch nicht freuen über diese Medaille. Irgendwie wollte ich mehr, es war alles so eng”, so der 24-Jährige nach dem Rennen. “Ich habe beim Start und an den Wenden einige Fehler gemacht. Ich werde daran arbeiten um für die Olympischen Spiele bereit zu sein.”

Phelps überzeugt auch über 200m Schmetterling nicht

Später konnte Michael Phelps auch im Halbfinale über die 200m Schmetterling nicht die gewohnte Dominanz zeigen. In 1:54,85 Minuten zog er als Drittschnellster in den morgigen Endlauf ein. Bahn vier sicherte sich der Japaner Takeshi Matsuda in 1:54,30 Minuten.

Meeuw wird Siebter über 100m Rücken

Im Finale über die 100m Rücken schwamm Vize-Weltmeister Helge Meeuw in 53,28 Sekunden auf den siebten Platz. “Ich habe meine Bestleistung gebracht. Was die anderen machen, kann ich nicht beeinflussen. In den letzten beiden Jahren hat sich mein Leben komplett verändert. Ich bin froh, dass ich gut dabei war”, so Meeuw, der im vergangenen Jahr Vater wurde. Erwartungsgemäß führte kein Weg an den französischen Rücken-Assen vorbei. Camille Lacourt und Jeremy Stravius holten sich beide zeitgleich in 52,76 Sekunden die Goldmedaille. Der Japaner Ryosuke Irie schlug 22 Hundertstel dahinter auf Platz drei an.

Feldwehr und Lippok schwimmen ins Finale

Im Halbfinale über die 50m Brust schwamm sich Hendrik Feldwehr in 27,53 Sekunden als Siebter in den Endlauf. Die schnellste Zeit legte hier Cameron van der Burgh aus Südafrika in 26,90 Sekunden hin. Vize-Europameisterin Silke Lippok zog über die 200m Freistil in 1:57,02 Minuten ebenfalls als Siebte in den Endlauf ein. Die schnellste Zeit legte die Niederländerin Femke Heemskerk in 1:55,54 Minuten hin.

Siege für China, USA und Dänemark

Die 100m Rücken der Damen entschied Jing Zhao in 59,05 Sekunden für sich und holt damit das zweite Gold für die Gastgeber aus China. Silber ging an die Russin Anastasia Zueva, die nur eine Hundertstel dahinter anschlug. Die Amerikanerin Natalie Coughlin schwamm in 59,15 Sekunden auf Platz drei.

Über die 1500m Freistil konnte sich die Dänin Lotte Friis in 15:49,59 Minuten ungefährdet die Goldmedaille holen. Silber ging an die US-Amerikanerin Kate Ziegler, die 6,01 Sekunden dahinter anschlug. Die Chinesin Li Xuanxu schwamm in 15:58,02 Minuten auf Platz drei.

Keine Überraschung gab es über die 100m Brust der Damen. Hier holte sich Rebecca Soni in 1:05.05 Minuten ungefährdet den Sieg vor der Australierin Leisel Jones (1:06,25) und Ji Liping (1:06,52) aus China.

Im Medaillenspiegel führt nach 13 Entscheidungen weiterhin das Team aus den USA, welches bisher drei Strecken für sich entscheiden konnte und insgesamt neunmal Edelmetall auf dem Konto hat. Das deutsche Team konnte sich trotz der weiteren Medaille nicht verbessern und liegt mir dreimal Bronze auf Rang 13.

Medaillenspiegel nach 13 von 40 Entscheidungen:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 3 3 3 9
2 China 2 1 3 6
3 Frankreich 2 1 1 4
4 Australien 1 4 1 6
5 Italien 1 1   2
6 Südkorea 1     1
  Norwegen 1     1
  Niederlande 1     1
  Dänemark 1     1
  Brasilien 1     1
11 Großbritannien   1   1
  Russland   1   1
13 Deutschland     3 3
14 Südafrika     1 1
  Japan     1 1