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(25.01.2019) "Das Leben, so wie die 100m Freistil, kann dich hart erwischen, ohne dass du siehst, wer oder was dich einholt." Mit diesen Worten beginnt der US-Spitzenschwimmer Nathan Adrian am Donnerstag einen Post auf seinem Instagram-Account, der von einem Bild begleitet wird, auf dem Adrian in Krankenhauskleidung zu sehen ist. Gerade hat er selbst die schockierende Diagnose erhalten: Der Olympiasieger hat Hodenkrebs.

Mehrere Tests hätten dies bestätigt, erklärt Adrian seinen Fans und lässt sie direkt spüren, dass keine Krankheit ihm den Kampfesgeist nehmen kann. "Das Gute ist: Wir haben es früh erkannt. Die Behandlung hat begonnen und die Prognose ist gut. In wenigen kurzen Wochen werde ich zurück im Wasser sein und meinen Blick voll auf Tokio richten", erklärt der 30-Jährige. 

Die Spiele 2020 in Japan wären für Adrian die vierte Olympiateilnahme. Schon 2008 verhalf er als Vorlaufschwimmer der US-4x100m-Freistilstaffel zum Einzug ins Finale und wurde dafür später mit Olympiagold belohnt. Es folgten Siege bei den Spielen 2012 und 2016, das Highlight kam sicher in London: Olympiagold über die 100m Freistil.

Ob Adrian im Sommer bei den Weltmeisterschaften in Korea starten wird, bleibt nun abzuwarten. Ursprünglich war er als Teil der 4x100m Freistilstaffel für die Titelkämpfe nominiert worden. Zuletzt stellte Adrian 2017 in Budapest als Vize-Weltmeister über diese 100m Freistil unter Beweis, dass er es auch mit der jungen Konkurrenz weiterhin aufnehmen kann. 

So ist es nicht verwunderlich, dass sich der stets offen und nahbar auftretende Schwimmstar, auch jetzt nicht unterkriegen lassen will. "Ich behalte eine optimistische Haltung, da Fälle wie meiner heilbar sind." Von seinen Fans erhofft er sich durch seine offenen Worte in den sozialen Medien kein Mitleid, sondern blickt auch in dieser persönlich sicher nicht einfachen Zeit über sein eigenes Schicksal hinaus. "Dadurch, dass ich meine Geschichte teile, hoffe ich dazu beizutragen, das Stigma der Gesundheit von Männern zu brechen. Mir ist klar geworden, dass wir zu oft dazu neigen, solche wichtigen Themen zu meiden, Warnsignale zu ignorieren und es aufschieben nach der medizinischen Hilfe zu fragen, die wir eigentlich benötigen", so Adrian, der selbst einen Studienabschluss im medizinischen Bereich (public health) hat. Vielleicht helfen sein Schicksal und sein Kampf dabei, dass der eine oder andere sich die Worte Adrians zu Herzen nimmt und so rechtzeitig gegenhalten kann, wenn ihn das Leben hart erwischen will.

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