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(08.12.2011) Am ersten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin (Polen) konnten sich die DSV-Athleten drei Medaillen erschwimmen. Paul Biedermann verteidigte seinen Titel über die 400m Freistil. Dorothea Brandt kam über die 50m Brust auf Platz zwei. Die Lagen-Herren komplettierten zum Abschluss des Wettkampftages den Medaillensatz. In der Nationenwertung rangiert das DSV-Team damit an vierter Stelle.

 

Weltrekordhalter Paul Biedermann konnte mit seinem Sieg über die 400m Freistil im ersten Wettbewerb der Titelkämpfe für die erste Goldmedaille des DSV-Teams sorgen. In neuer Weltjahresbestzeit von 3:38,65 Minuten verwieß er den Dänen Mads Glaesner (3:39,30) und Lokalmatador Pawel Korzeniowski (3:40,54) auf die Plätze zwei und drei.

Medaillen für Brandt und Lagen-Herren

Titelverteidigerin Dorothea Brandt schwamm über die 50m Brust in 30,17 Sekunden auf Platz zwei. Sie musste sich in 30,17 Sekunden lediglich der Russin Valentina Artemyeva um elf Hundertstel geschlagen geben. Auch Bronze ging nach Russland an Daria Deeva (30,63).

Für eine weitere Medaille sorgten die Herren über die 4x50m Lagen. In 1:34,41 Minuten schwammen Christian Diener, Erik Steinhagen, Steffen Deibler und Stefan Herbst hinter Italien (1:33,18) und Russland (1:33,86) zu Bronze.

Debütant Glania verpasst Podium

Somit hatte Christian Diener heute doch noch Grund zur Freude. Zuvor hatte er im Vorlauf über die 200m Rücken zwar in 1:53,45 Minuten die siebtschnellste Zeit hingelegt. Da jedoch die Team-Kollegen Jan-Philip Glania und Yannick Lebherz schneller waren jedoch pro Nation nur zwei Athleten in den Endlauf einziehen können, war für den Junioren-Europameister hier bereits Schluss. Im Finale verpasste der erst kürzlich in den Olympiakader berufene Glania in 1:51,50 Minuten als Vierter das Podium um 29 Hundertstelsekunden. Yannick Lebherz kam in 1:54,35 Minuten auf Platz sieben. Der Sieg ging an den Polen Radoslaw Kawecki in 1:49,51 Minuten vor dem Spanier Aschwim Wildeboer (1:50,63) und Peter Bernek (1:51,21) aus Ungarn.

Auch Michalak und Hentke bleibt nur die Holzmedaille

Auch für Theresa Michalak reichte es über die 200m Lagen in 2:09,19 Minuten als Vierte nicht für die Medaillen. Der Sieg ging an Kurzbahn-Weltmeisterin Mireia Belmonte aus Spanien in 2:07,06 Minuten vor der Ungarin Evelyn Verraszto (2:08,28) und Hannah Miley (2:08,34) aus Großbritannien. Später holte sich Belmonte in 2:03,37 Minuten auch den Sieg über die 200m Schmetterling. Silber ging an die Britin Jemma Lowe (2:04,04) vor Teamkollegin Jessica Dickons (2:04,80). Pech hatte hier auch Franziska Hentke, die mit 15 Hundertstel Rückstand ebenfalls auf Platz vier kam.

Den Titel über die 200m Lagen holte sich der Ungar Laszlo Cseh in 1:53,43 Minuten mit zwei Zehnteln Vorsprung vor Markus Rogan aus Österreich. Bronze ging in 1:54,87 Minuten an Gal Nevo aus Israel.

Koch, Steffen und Schreiber schwimmen ins Finale

Im Halbfinale über die 100m Brust der Herren schwamm sich Marco Koch in 58,98 Sekunden in den morgigen Endlauf. Auch Britta Steffen hatte keine Probleme. Sie zog über die 100m Freistil in 53,02 Sekunden als Vierte ins Finale ein. Auch Daniela Schreiber packte als Neunte in 53,75 Sekunden den Sprung in den Endlauf.

Titelverteidiger Steffen Deibler schied über die 50m Freistil bereits im Halbfinale knapp aus. Seine Zeit von 21,81 Sekunden reichte nur zu Platz elf. Auch für Stefan Herbst war mit Platz 16 in 22,08 Sekunden Schluss. Der Titel ging hier später in neuer Weltjahresbestzeit von 20,88 Sekunden an den Polen Konrad Czerniak vor Sergey Fesikov (20,95) aus Russland und dem Italiener Marco Orsi (21,01).

Jenny Mensing kam als über die 100m Rücken in 59,24 Sekunden auf Rang 14. Silke Lippok schwamm in 1:00,45 Minuten auf den 20. Platz. Beide werden somit morgen nicht im Finale zu sehen sein.

DSV-Team im Medaillenspiegel auf Platz vier

Im Medaillenspiegel führt damit durch die beiden Siege von Mireia Belmonte derzeit das Team aus Spanien. Die Gastgeber aus Polen liegen an zweiter Stelle vor Russland und der deutschen Mannschaft.

Hier der Medaillenspiegel nach acht Wettbewerben:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 Spanien 2 1   3
2 Polen 2   1 3
3 Russland 1 2 1 4
4 Deutschland 1 1 1 3
  Ungarn 1 1 1 3
6 Italien 1   1 2
7 Großbritannien   1 2 3
8 Österreich   1   1
  Dänemark   1   1
10 Israel     1 1