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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Kurzbahn-DM 2014 wird präsentiert von Speedo

(22.11.2014) Die DSV-Asse haben es am letzten Tag der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal noch einmal richtig krachen lassen. Für das Highlight sorgte Markus Deibler, der über die 200m Lagen seinen Deutschen Rekord knackte. Ein Ausrufezeichen setzte auch Clemens Rapp, der Schwimmstar Paul Biedermann eine Niederlage zufügen konnte.


Das Beste kam zum Schluss: Am letzten Tag der Kurzbahn-DM 2014 setzte Markus Deibler mit einem starken Deutschen Rekord über die 200m Lagen das Highlight der Titelkämpfe in Wuppertal und sorgte für die erste und einzige nationale Bestmarke bei den Meisterschaften.

Im Vorlauf über die 200m Lagen hatte Deibler die WM-Norm noch deutlich verfehlt, im Finale zeigte der Hamburger jedoch was in ihm steckt. In 1:52,38 Minuten untebot Deibler seinen alten Deutschen Rekord, den er beim Weltcup 2013 in Berlin aufgestellt hatte, um satte 0,86 Sekunden.

Damit setzte sich Deibler auf Platz drei der Weltrangliste. Hinter ihm blieb Titelverteidiger Philip Heintz in 1:54,82 Minuten deutlich unter der WM-Norm (1:55,40) und löste damit sein Ticket für die Weltmeisterschaften in Doha. Deibler hatte dieses ohnehin nach seinem Triumph über die 100m Lagen bereits sicher. Hinter den beiden WM-Fahrern holte Kevin Wedel in 1:57,42 Minuten die Bronzemedaille.

Zuvor hatte Clemens Rapp das Wuppertaler Publikum bereits zum Staunen bringen können. Über die 400m Freistil düpierte er in 3:39,50 Minuten Titelverteidiger Paul Biedermann und schnappte diesem die Goldmedaille um eine Zehntelsekunde vor der Nase weg.

Biedermann hatte das Rennen zu Beginn angeführt doch etwa bei der Hälfte schob sich Rapp knapp nach vorn. Diesen Vorsprung gab er auch bis zum Ende nicht her und qualifizierte sich damit zudem ebenfalls für die Kurzbahn-WM. Biedermann hingegen kündigte mittlerweile bereits an, nicht in Doha starten zu wollen. Auch Florian Vogel hatte über die 400m Freistil lange Zeit vorn mitgemischt. Er wurde letztlich in 3:41,81 Minuten Dritter.

Fast hätte auch Steffen Deibler eine Niederlage einstecken müssen. Über die 50m Freistil konnte er jedoch in 21,74 Sekunden den Angriff von Maximilian Oswald um eine Hundertstel abwehren. Bronze ging hier in 21,94 Sekunden an Björn Hornikel.

Für Deibler war es bereits der zweite Sieg des Tages gewesen. In 50,64 Sekunden hatte er zuvor über die 100m Schmetterling unangefochten seinen Titel verteidigt und locker die WM-Norm geknackt. Hinter ihm sichern sich Markus Gierke (52,06) und Alexander Kunert (52,15) Silber und Bronze. Kunert stellte mit seiner Leistung einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen auf.


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In den weiteren Finals gaben die bereits in den vergangenen Tagen dominierenden Athleten den Ton an. Marco Koch ließ über seine Paradestrecke 200m Brust nichts anbrennenund holte in 2:04,70 Minuten Gold. Der Europameister machte damit das Titel-Triple über die Bruststrecken perfekt. Die WM-Norm (2:06,10) unterbot Koch ohne Schwierigkeiten. Silber ging in 2:09,94 Minuten an den Hannoveraner Ruben Reck. Junioren-Europameister Max Pilger wurde in 2:10,10 Minuten Dritter.

Auch Christian Diener verlässt Wuppertal ungeschlagen. Nach den 50 und 200m entschied er heute in 50,38 Sekunden auch die 100m Rücken für sich und sicherte sich einen weiteren WM-Startplatz. Hinter ihm gingen die weiteren Medaillen an Jan-Philip Glania (51,87) und Marco di Carli (52,01).

Ein Titel-Triple gab es auch für Sarah Köhler. Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg entschied die Frankfurterin heute die 800m Freistil für sich und sicherte sich damit ihre dritte Gooldmedaille in Wuppertal. In 8:17,89 Minuten unterbot sie hier ebenso wie Leonie Antonia Beck (8:25,14) und Franziska Hentke (8:30,02) die WM-Norm. Köhler gewann bereits die 400 und 1500m Freistil.

Auch Dorothea Brandt buchte heute ihr Ticket für die Kurzbahn-WM. Über die 50m Freistil qualifizierte sie sich in 24,06 Sekunden für Doha und verteidigte damit ihren Meistertitel aus dem Vorjahr. Silber holte sich Anna Dietterle in 25,05 Sekunden mit einer hauchdünnen Hundertstelsekunde Vorsprung auf Nina Kost.

Chancen auf Doha hat auch Alexandra Wenk noch, die in 57,82 Sekunden Deutsche Kurzbahnmeisterin über die 100m Schmetterling wurde und auch eine Nominierung hoffen darf. Hinter ihr holte Daniela Schreiber in 58,27 Sekunden Silber. Titelverteidigerin Franziska Hentke (58,64) kam wie schon über die 800m Freistil auf den dritten Platz.

Keine WM-Tickets gab es über die 200m Brust und die 100m Rücken der Damen. In 2:23,24 Minuten holte Vanessa Grimberg den Meistertitel über die 200m Brust. Die weiteren Medaillen gingen an Michelle Lambert (2:25,05) und Marlene Hüther (2:25,90), die mit ihrer Leistung einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 16-Jährigen aufstellen konnte.

Der Sieg über die 100m Rücken der Damen ging in 58,98 Sekunden an Jenny Mensing. Silber holte sich Doris Eichhorn (59,59) vor Mandy Feldbinder (59,72), die einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen aufstellte.

Zum Abschluss des Tages ging die Kurzbahn-DM 2014 so zu Ende, wie sie begonnen hatte: Mit einem Meistertitel für Theresa Michalak. Diese hatte bereits zum Auftakt der Titelkämpfe Gold über die 400m Lagen geholt und beendete sie nun mit dem Sieg über die 100m Lagen im letzten Finale der Wettbewerbe in Wuppertal. In 59,26 Sekunden schwamm Michalak souverän zum Sieg. Hinter ihr holte Alexandra Wenk in 1:01,39 Minuten Silber. Auf dem dritten Platz landete Julia Leidgebel in 1:01,59 Minuten. Trotz mehrerer geknackter Normzeiten wird Michalak wohl auf die Kurzbahn-Weltmeisterschaften verzichten, da das Studium in den USA ruft.

Die Links zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2014: