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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Schwimm-EM 2014 wird präsentiert von Speedo!

(19.08.2014) Paul Biedermann hat aus seinen gestrigen Fehler gelernt: Nach dem verpokerten Finalplatz über die 400m Freistil ging er heute über die 200m-Strecke auf Nummer sicher und schwamm mit Vorlaufbestzeit ins EM-Halbfinale. Auch Markus Deibler und Philip Heintz, Vanessa Grimberg sowie die gemischte deutsche Lagenstaffel kamen weiter.


Das Vorlaufaus über die 400m Freistil beim gestrigen EM-Auftakt scheint für Paul Biedermann ein Weckruf gewesen zu sein. In den heutigen Vorläufen über die 200m Freistil ließ der Hallenser nichts anbrennen und schwamm in 1:46,61 Minuten mit der schnellsten Zeit des Feldes ins Halbfinale.

Auch Clemens Rapp gelang in 1:48,08 Minuten als Siebter die Qualifikation für die Zwischenrunde. Mit Robin Backhaus (10. - 1:48,28) und Yannick Lebherz (13. - 1:48,70) schafften zwei weitere DSV-Schwimmer den Sprung unter die besten 16. Da sich jedoch pro Nation nur zwei Athleten für die Halbfinals qualifizieren können, hatten Backhaus und Lebherz das Nachsehen.

Über die 200m Lagen der Herren wird der DSV im Halbfinale ebenfalls doppelt vertreten sein. Markus Deibler schwamm in 1:59,60 Minuten die zweitschnellste Zeit des Feldes. Philip Heintz kam in 2:00,18 Minuten als Fünfter weiter. Titelverteidiger Laszlo Cseh lieferte in 1:59,17 die Vorlaufbestzeit ab.

Youngster Vanessa Grimberg gelang über die 100m Brust der Sprung ins Halbfinale. Die Stuttgarterin qualifizierte sich in 1:08,84 Minuten als Zwölfte für die nächste Runde. Die Italienerin Arianna Castiglioni schwamm in 1:07,50 Minuten die Vorlaufbestzeit.

Erstmals bei einer Langbahn-EM gingen heute Damen und Herren gemeinsam an den Start. Über die gemischten 4x100m Lagen gingen Lisa Graf, Hendrik Feldwehr, Alexandra Wenk und Steffen Deibler für den DSV ins Becken. Das Quartett qualifizierte sich in 3:49,46 Minuten zwar locker mit der drittbesten Zeit des Feldes für das Finale, machte es aber dennoch spannend.

Schlussschwimmer Steffen Deibler hatte laut der digitalen Zeitnahme sehr knapp gewechselt und es drohte die Disqualifikation. Rein optisch sah bei dem Wechsel jedoch alles in Ordnung aus. Nach dem bangen Warten im Anschluss an das Rennen und den Beratungen des Kampfgerichts stand dann jedoch fest: Die deutsche Staffel ist im Finale dabei und darf nun um die Medaillen mitschwimmen. Man vermutet einen technischen Fehler.

Die Vorlaufbestzeit über die 4x100m Lagen Mixed ging an das Team aus Italien in 3:48,57 Minuten. Da diese Strecke erstmals ausgetragen wurde, ist dies gleichbedeutend mit einem neuen Europarekord.

Ohne deutsche Beteiligung gingen die Vorläufe über die 100m Freistil der Damen und die 1500m Freistil der Herren über die Bühne. Die Niederländerin Femke Heemskerk schwamm über die 100m Freistil in 53,55 Sekunden die Vorlaufbestzeit. Titelfavoritin Sarah Sjöström lieferte in 53,66 Sekunden die zweitschnellste Zeit des Feldes ab. Über die 1500m Freistil schwamm sich Gregorio Paltrinieri aus Italien in 14:54,75 Minuten mit der stärksten Zeit in den Endlauf.

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Bild: Alibek Käsler