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(23.10.2017) Die neue Saison ist in vollem Gange und anscheinend gibt es auch Neuigkeiten in der Frage, welche Bundesstützpunkte es künftig geben soll. Essen, Berlin, Hamburg und Heidelberg sind sicher, das stand fest. Doch wie es mit dem bisherigen DSV-Zentrum in Halle und dem Nachwuchsstützpunkt in Potsdam weitergeht, war zuletzt noch unklar.

Zumindest in Sachsen-Anhalt scheint es nun bis zum Ende des aktuellen Olympiazyklus einen Plan zu geben: Aus Halle wird der Doppelstützpunkt Halle-Magdeburg. Darauf wurde schon seit einer Weile spekuliert, nun wurde eine bis zum 31.12.2020 befristete Stelle als Leiter für einen entsprechenden Bundesstützpunkt ausgeschrieben.

Im Gegensatz zu bisherigen Ausschreibungen für die Stellen an den DSV-Bundesstützpunkten kommt die Ausschreibung für den Posten jedoch nicht vom Deutschen Schwimm-Verband sondern vom Landessportbund Sachsen-Anhalt. Dieser hatte vor kurzem neue umfangreiche Maßnahmen für die Spitzensportförderung beschlossen.

Dazu zählen auch mehr als 200.000 Euro, die aus der Landeskasse pro Jahr in den verschiedenen Sportarten für neue hauptamtliche Leiter der Stützpunkte in Sachsen-Anhalt fließen sollen. Deren Aufgaben sind vor allem im administrative Bereich angesiedelt. Die "organisatorische Leitung des Bundesstützpunktes Halle und Magdeburg" und die Koordination zwischen beiden Standorten zählen so zum Beispiel zum Verantwortungsbereich des künftigen Leiters des Schwimm-Stützpunktes.

Dementsprechend muss dieser auch keine ausdrücklichen Qualifikationen als Schwimmcoach mitbringen. Ausreichend sind die B-Lizenz in einer Schwerpunktsportart des Bundeslandes. Zudem werden umfangreiche Vorerfahrungen in leitender Funktion und ein sportwissenschaftlicher Hochschulabschluss erwartet. Besetzt werden soll die neue Stelle ab dem 1. Januar 2018. Als Arbeitsort ist Halle/Saale vorgesehen. 

Neben den Mitteln für die Stützpunktleiter hat der LSB Sachsen-Anhalts auch einige weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu zählen 100.000€ für ein "Attraktivitätsprogramms für Trainerinnen und Trainer", die Übernahme von Lehrertrainern in den Trainerpool des Landes ab August 2020, wofür mehr als 400.000€ jährlich veranschlagt sind, oder auch Sportstipendien für Leistungssportler an den Universitäten und Hochschulen des Landes, für die 72.000€ pro Jahr bereit stehen. Ausgearbeitet wurden die Pläne von der Arbeitsgruppe Spitzensport, der unter anderem der Magdeburger Coach Bernd Berkhahn und Halles Weltrekordhalter Paul Biedermann angehörten.

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