Medisports Network

(25.08.2017) Seit langem gilt Johannes Hintze als eine der größten Hoffnungen im deutschen Schwimmsport und hat hierzulande alles abgeräumt, was er nur zu holen gibt. Nun hat der 18-Jährige auch bewiesen, dass er internationale Klasse hat. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Indianapolis schnappte sich der Potsdamer den Titel über die 200m Lagen.

In 1:59,03 Minuten war Hintze nicht nur klar schneller als der Rest des Feldes. Er sorgte damit auch für einen neuen Championship Rekord und eine deutsche Altersklassenbestmarke. Das unter Norbert Warnatzsch trainierende DSV-Talent hatte im zurückliegenden Jahr bereits an den Olympischen Spielen in Rio teilgenommen. In diesem Jahr standen die Nachwuchsweltmeisterschaften voll in seinem Fokus. Mit Erfolg, wie man sieht.

Einen Junioren-Weltrekord dürfte Hintze damit übrigens nicht aufgestellt haben, obwohl das Protokoll dies vermuten lässt. Bei den Weltmeisterschaften der Erwachsenen hatte der ebenfalls 18-jährige Chinese Qin Haiyang im Finale von Budapest eine Zeit von 1:57,06 Minuten ins Wasser gebracht. Diese hatte es wohl bis zur Junioren-WM noch nicht in die Rekordlisten der FINA geschafft. Dort wird noch die Zeit von Michael Andrew (1:59,12) als Junioren-Weltrekord geführt.

Der US-Amerikaner war in der Nacht zu Freitag auch selbst über die 200m Lagen im Einsatz, kam hier aber nur auf den achten Platz. Er hatte bereits das Finale über die 100m Brust in den Knochen, das nur wenige Minuten zuvor stattfand. Dort holte Andrew (1:00,37) bei Sieg des Italieners Nicolo Martinenghi (59,58) die Bronzemedaille.

Für Wassili Kuhn gab es in diesem Rennen in 1:01,23 Minuten den siebten Platz. Damit verbesserte er seinen im Halbfinale aufgestellten Deutschen Altersklassenrekord um genau eine Hundertstel. Später wiederholte Kuhn diese Leistung in der gemischten 4x100m Lagenstaffel. Gemeinsam mit Josha Salchow (56,47), Maya Tobehn (59,74) und Isabel Gose (55,20) wurde er Siebter in einer Gesamtzeit von 3:52,65 Minuten. Der Sieg ging an das Quartett aus Kanada (3:46,36), für das erneut die Olympiamedaillengewinnerinnen Taylor Ruck und Penny Oleksiak im Einsatz waren.

Eine überzeugende Leistung lieferte auch Julia Mrozinski ab. Über die 200m Schmetterling wurde die Hamburgerin in 2:11,18 Minuten WM-Fünfte. Gold ging hier an die Britin Emily Large (2:07,74).

In den Halbfinals über die 100m Schmetterling qualifizierte sich der 18-jährige Eric Friese in 52,92 Sekunden mit neuem Deutschen Altersklassenrekord als Sechster für den morgigen Endlauf. Seine Potsdamer Vereinskollegin Isabel Gose wurde über die 100m Freistil in 55,90 Sekunden 13. des Halbfinals.

Beeindruckend stark präsentierten sich in der vergangenen Nacht die internationalen Talente über die 100m Rücken der Damen. Hier schnappte die US-Amerikanerin Regan Smith in 59,11 Sekunden der Kanadierin Taylor Ruck (59,23) nicht nur den Titel weg, sondern nahm ihr damit auch den erst im Halbfinale aufgestellten Junioren-Weltrekord ab. Bei den Herren gewann der Spanier Hugo Gonzales (54,27) diese Strecke.

Über die 800m Freistil wurde die Argentinerin Delfina Pignatiello (8:25,22) neue Junioren-Weltmeisterin. Die 50m Brust konnte Emily Weiss (30,78) aus den USA für sich entscheiden und über die 200m Freistil der Herren ging der Titel in 1:46,40 Minuten an Ivan Girev aus Russland.

Links zur Junioren-WM 2017: