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(22.07.2017) Im Vorfeld der Beckenwettbewerbe bei den Weltmeisterschaften 2017 hat der Schwimm-Weltverband FINA einige neue Regeln beschlossen. Betroffen sind davon auch die Wende von Brust zu Freistil bzw. die Freistilwende beim Lagenschwimmen.

Diese spezielle Wende sorgte 2015 für Schlagzeilen, als Ryan Lochte sich bei der WM in Kasan nicht in Bauch- sondern Rückenlage abstieß und so die Unterwasser-Phase absolvierte. Laut den Regeln ist dies eigentlich verboten, da auf der letzten Teilstrecke beim Lagenschwimmen kein Brust, Rücken oder Schmetterling geschwommen werden darf - und Rückenschwimmen ist im Grunde nur dadurch definiert, dass man sich in Rückenlage befindet. Geahndet wurde es 2015 bei Lochte nicht.

Vielleicht auch deswegen sah sich der Weltverband dazu genötigt, die Regeln noch einmal zu konkretisieren. Laut einer Mitteilung der FINA heißt es zur letzten Teilstrecke beim Lagenschwimmen zukünftig, dass der Schwimmer hier "... durchgängig in Bauchlage sein muss, außer bei der Ausführung einer Wende." Bei dieser müsse er "... vor dem ersten Armzug oder Beinschlag in die Bauchlage zurückkehren."

Zudem ist es beim Schmetterlingsschwimmen zukünftig nicht mehr erlaubt, Kicks auf der Seite auszuführen. Damit dürften die Unterwasserphasen nach der Wende gemeint sein. Wie "auf der Seite" definiert ist, hat die FINA noch nicht bekanntgegeben. Eine weitere Regelanpassung gab es beim Mastersschwimmen. Hier sind Weltrekorde zukünftig nur noch zulässig, wenn sie mit einer elektronischer Zeitanlage gemessen wurden.

Den genauen Wortlaut der Regeländerungen hat die FINA noch nicht veröffentlicht. Sie sollen erst im Herbst in Kraft treten.