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(08.04.2016) Am dritten Tag des Eindhoven Swim-Cups war volles Programm angesagt. Über ganze zehn Strecken wurden am Freitagabend die jeweils schnellsten Schwimmer ermittelt, knapp die Hälfte aller Strecken konnten dabei Schwimmer aus Deutschland gewinnen.

Ihren 200m Rücken Dreifach-Sieg vom Vortag konnten die Jungs vom Potsdamer SV zwar nicht ganz wiederholen, dennoch schafften es Carl-Louis Schwarz (25,66) und Christian Diener (26,11) im Rückensprint über 50m erneut Gold und Silber unter sich auszumachen. Felix Wolf schlug nach 26,85 Sekunden als Vierter an und verpasste eine Medaille.

Eine bärenstarke Leistung lieferte Poul Zellmann über 1500m Freistil der Herren ab. Mit knapp einer Minute Vorsprung zum Zweiten gewann er die Strecke äußerst souverän und konnte seine eigene Bestzeit um rund zehn Sekunden verbessern. Mit der Endzeit von 15:11,80 Minuten liegt er von der geforderten Olympianorm aber noch ein gutes Stück entfernt (15:02,37).

Noch stärker präsentierte sich Jacob Heidtmann: In 4:16,92 Minuten blieb er über 400m Lagen nur wenige Zehntel von der Olympianorm entfernt (4:16,37). Damit stellte er einen neuen Meeting-Rekord auf und holte sich ebenfalls klar die Goldmedaille.

Auch im Finale über 200m Lagen der Damen konnte eine deutsche Athletin zu Edelmetall schwimmen. Maxine Wolters beendete das Rennen in 2:14,51 Minuten als Zweitschnellste hinter Evelyn Verrazto (2:13,32) aus Ungarn. Wolters liegt damit nur noch 1,6 Sekunden von der Olympianorm entfernt, die sie bei den Deutschen Meisterschaften im Mai abrufen muss, um in Rio mit dabei zu sein.

Gestern verpasste sie mit dem fünften Platz über 100m Rücken noch klar das Podium, heute jedoch konnte Jenny Mensing auf der doppelten Distanz wieder glänzen. In 2:12,84 Minuten sicherte sie sich die Goldmedaille auf ihrer Paradestrecke vor DSV-Kollegin Sonnele Öztürk (2:13,16).

Auch am Freitag dominierte die Dänin Rikke Møller Pedersen über die Bruststrecken. Sie gewann die 50m Brust klar in 31,69 Sekunden. Mit nur zwei Hundertstel Sekunden Vorsprung zum Vierten konnte sich aber auch Caroline Ruhnau über eine Medaille freuen. In 32,55 Sekunden gewann sie Bronze.

Über 50m Schmetterling der Damen, 100m Brust der Herren, 200m Freistil der Damen und 100m Freistil der Herren gingen die Finals ohne deutsche Medaille zu Ende. Mit starken 25,62 Sekunden ging die Goldmedaille über 50m Schmetterling an die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo. Über 100m Brust der Herren gewann Nicholas Quinn (1:00,95) aus Irland.

Über 200m Freistil der Damen ließ Favoritin Femke Heemskerk (1:55,85) aus den Niederlanden ebenso wenig anbrennen wie Landsmann Sebastiaan Verschuren (48,73) über die 100m Freistil der Herren. Beide gewannen ihre Rennen deutlich vor der Konkurrenz.

Auch in den Finals der paralympischen Schwimmer, die beim Eindhoven Swim Cup ebenso wie ihre olympischen Kollegen antreten, gab es einige starke Leistungen. Über die 50m Schmetterling gewann so zum Beispiel Maike Naomi Schnittger mit neuem Deutschen Rekord von 31,16 Sekunden vor Nationalteam-Kameradin Emely Telle. Auch über die 200m Freistil hatte Schnittger in Eindhoven bereits für eine Bestmarke gesorgt.