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(30.03.2016) Die erste Entscheidung im Kampf um die Olympiamedaillen könnte bereits gefallen sein: Yannick Agnel, Olympiasieger über die 200m Freistil, verpasste heute über jene Strecke die Olympia-Norm. Bei den französischen Meisterschaften in Montepellier belegte er nur den dritten Platz.

Auch Jeremy Stravius, der in 1:46,18 Minuten Gold holte, schwamm an der geforderten Qualifikationszeit für Rio (1:46,06) vorbei. Silber ging dahinter an Jordain Porthain in 1:46,81 Minuten. Erst auf Rang drei folgte Superstar Agnel in 1:46,99 Minuten.

Damit sind die Chancen für einen Olympia-Einzelstart Agnels über die 200m Freistil verschwindend gering. Zwar könnte der Verband bei Stravius ein Auge zudrücken. Die  französischen Nominierungskriterien sehen ausdrücklich die Möglichkeit vor, auch bis zu jeweils sechs Damen und Herren für Einzelstarts zu melden, die die Normen knapp verfehlt haben.

Im Fall von Paul Biedermanns Lieblingsgegner Yannick Agnel müsste man dann aber nicht nur die Normzeiten außer Acht lassen, sondern würde auch den Zweitplatzierten Jordain Porthain übergehen. Immerhin darf man sich mit drei 1:46-Schwimmern Hoffnungen auf eine starke Staffelplatzierung machen. Auf Rang vier schwamm in Montepellier Lourys Bourelly in 1:47,83 Minuten.

Die erste und bisher einzige Athletin, die die französischen Olympianormen knacken konnte, war heute Coralie Balmy. Sie gewann die 400m Freistil in 4:05,38 Minuten und schnappte sich damit ihr Ticket für Rio. Die weiteren Medaillen gingen hier an die Niederländerin Femke Heemskerk (4:10,85) und Ophelie-Cyriell Etienne (4:11,94).

Die 200m Brust der Herren gewann William Debourges in 2:12,85 Minuten. Fanny Deberghes entschied in dieser Schwimmart die 100m-Strecke der Damen in 1:08,61 Minuten für sich. Beryl Gastaldello holte über die 100m Rücken in 1:00,26 Minuten Gold. Die Olympia-Normzeiten verfehlten die Schwimmer jeweils deutlich.

Die wichtigsten Links zu den französischen Meisterschaften 2016:

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