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(28.12.2014) Starschwimmer der Extraklasse, spannende Rennen am Fließband und enthusiastisch Fans: Im August war Berlin das Zentrum des europäischen Schwimmsports. Wir blicken zum Jahresende noch einmal zurück auf die zwei Wochen der Schwimm-EM 2014.


Für Deutschlands Schwimmfans war es der Höhepunkt des Jahres 2014. Bei den Europameisterschaften in Berlin konnten etliche der besten Schwimmer der Welt bestaunt werden und sie boten den Zuschauern eine tolle Show.

Schon zum Auftakt der Europameisterschaften ließen es die Freiwasserschwimmer krachen und die deutschen Open Water Asse waren hier stets vorn mit dabei. Youngster Rob Muffels überraschte mit einer Silbermedaille über die 5km und ließ dabei sogar Routinier Thomas Lurz hinter sich. Dieser landete später über die doppelte Distanz auf dem zweiten Platz.

Das Highlight der Freiwasserwettbewerbe lieferte Isabelle Härle ab. Die Essenerin sorgte mit der Goldmedaille im 5km-Rennen für Jubel. Abgerundet wurde das starke Ergebnis der Open Water Schwimmer mit Podestplätzen für Angela Maurer (Bronze 25km) und das DSV-Trio im Team-Wettbewerb (ebenfalls Bronze).

Nun waren die Beckenathleten dran. Nachdem es zunächst nicht gerade nach Plan lief und so zum Beispiel Paul Biedermann das Finale über die 400m Freistil verpasste, kamen die deutschen Athleten langsam doch in Schwung. Die erste Medaille der DSV-Beckenschwimmer holte Jan-Philip Glania, der über die 100m Rücken Dritter wurde. Es folgten jeweils zweite Plätze für Paul Biedermann (200m Freistil) und Christian Diener (200m Rücken) sowie eine Bronzemedaille von Philip Heintz (200m Lagen).

Und zweimal durften die DSV-Athleten auch ganz oben auf dem Podest Platz nehmen. Marco Koch feierte mit der Goldmedaille über die 200m Brust den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Das emotionale Highlight der EM 2014 war das Finale über die 4x200m Freistil der Herren. Clemens Rapp, Yannick Lebherz, Robin Backhaus und Paul Biedermann lieferten eine beeindruckende Vorstellung ab und durften sich am Ende über den EM-Titel freuen.

Doch nicht nur die deutschen Schwimmer sorgten in Berlin für Jubel bei den Zuschauern. Mit seinem Weltrekord über die 50m Brust sowie insgesamt vier Goldmedaillen schwang sich der junge Brite Adam Peaty zum Publikumsliebling auf. Er hatte damit auch großen Anteil daran, dass die britischen Schwimmer am Ende der Beckenwettbewerbe ganz oben im Medaillenspiegel standen.

Die fleißigste Medaillensammlerin der EM 2014 war die schwedische Starschwimmerin Sarah Sjöström. Sie holte Gold über die 50m Schmetterling, die 100m Freistil sowie mit der schwedischen 4x100m Freistilstaffel. Hinzu kamen jeweils zweite Plätze über die 50m Freistil, die 100m Schmetterling und mit den Staffeln über die 4x100m Lagen und die 4x200m Freistil. Da kam nicht einmal Ungarns "Iron Lady" Katinka Hosszu mit ihren sechs Medaillen heran.

Auch im Wasserspringen und Synchronschwimmen durften Top-Leistungen und beeindruckende Vorstellungen bestaunt werden. Es waren zwei Wochen Spitzensport, wie ihn die deutschen Fans lange nicht mehr erleben durften und auch für uns war es das absolute Highlight des Jahres 2014.