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(19.11.2022) Der südafrikanische Starschwimmer Chad le Clos drückt den Herren-Wettbewerben bei den diesjährigen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal weiter seinen Stempel auf. Am Samstag schraubte der Olympiasieger seine Titelausbeute auf sechs Goldmedaillen.

Nachdem Le Clos bereits die 50 und 200m Schmetterling gewann sowie dreimal Gold mit den Staffeln der SG Frankfurt holte, standen heute für ihn die 50m Freistil auf dem Programm - wohl die Strecke, auf der er die heftigste Gegenwehr zu erwarten hatte. Dank der gewohnt überragenden Tauchphasen setzte sich Le Clos letztlich aber souverän in 21,46 Sekunden gegen den Lokalmatadoren Moritz Schaller (21,84) durch. Im Duell der Routiniers schnappte sich dahinter Christoph Fildebrandt in 21,92 Sekunden die Bronzemedaille nur zwei Hundertstel vor Stefano Razeto.

Äußerst knapp ging es auch im Finale über die 50m Brust zu. Hier sorgte der Newcomer Manuel Kohlschmid vom SV Wacker Burghausen für eine faustdicke Überraschung. In 26,91 Sekunden schnappte sich der 19-Jährige die Goldmedaille und hielt dabei den EM-Dritten und WM-Finalisten Lucas Matzerath um hauchdünne sieben Hundertstel hinter sich. Für den Junioren-Nationalschwimmer Kohlschmid war es nicht nur der erste Titel bei den Erwachsenen, sondern das erste Mal überhaupt, dass er in der offenen Klasse bei einer Deutschen Meisterschaft auf dem Podest stand. Den Bronzeplatz ersprintete sich Urs Bludau in 27,25 Sekunden. 

Für Lucas Matzerath, der ebenso wie Chad le Clos bereits mehrere Staffeltitel mit der SG Frankfurt holte, war es die insgesamt vierte Medaille in Wuppertal. Mehrfach auf dem Podest stand in den vergangenen Tagen auch schon Ramon Klenz - allerdings noch nie ganz oben. Das holte der Neckarsulmer heute nach. Über die 200m Lagen schnappte sich Klenz in 1:55,06 Minuten unangefochten den Titel vor Jeremias Pock (1:56,82) und Tobias van Aggelen (1:58,11).

Über die 800m Freistil ging Gold ebenfalls nach Neckarsulm. Hier gab es wie schon auf der 1500m-Distanz Gold und Bronze für die beiden Vereinskollegen Mahmoud Ahmed (7:42,63) und Henning Mühlleitner (7:45,55). Auf den Silberrang schob sich diesmal zwischen die beiden der Bad Schwartauer Silas Beth (7:43,94). Bereits am Vormittag hatte der 14-jährige Leo Leverkus über diese Strecke für ein Achtungszeichen gesorgt. In 8:12,26 Minuten stellte das Talent von der SGR Karlsruhe einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf.

Eine neue Nachwuchsbestmarke setzte heute im Finalabschnitt auch Oskar Schildknecht. Über die 100m Rücken schwamm der Erfurter in 53,13 Sekunden einen Deutschen Altersklassenrekord bei den 17-Jährigen und wackelte damit kräftig am Podest. Auf Rang vier fehlten ihm lediglich elf Hundertstel. Den Titel schnappte sich in diesem Rennen klar der Leipziger Olympiateilnehmer Marek Ulrich, der in 52,23 Sekunden den 200m-Meister Cornelius Jahn (52,58) und den türkischen Nationalschwimmer Metin Aydin (53,02) hinter sich ließ.

Die Zusammenfassung der Damenfinals gibt es hier: Jubel in Wuppertal: Köhler, Jazy, Schulze und Co. glänzen erneut

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-DM 2022:

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