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(19.08.2022) Mit einer erschütternden Dokumentation haben Journalisten der ARD in dieser Woche auf das Thema sexualisierter Gewalt im Schwimmsport aufmerksam gemacht. In der Reportage schildert unter anderem der einstige Wassersprung-Star Jan Hempel, wie er über anderthalb Jahrzehnte von seinem damaligen Trainer Werner Langer missbraucht wurde. Nach der Veröffentlichung meldete sich nun auch der Deutsche Schwimm-Verband zu Wort und kündigte erste Konsequenzen an.

So wurde der amtierende Bundestrainer Wasserspringen, Lutz Buschkow, mit sofortiger Wirkung freigestellt. Hempel wirft Buschkow sowie dem damaligen DSV-Vorstand vor, über die Taten Langers Bescheid gewusst, aber nicht entsprechend gehandelt zu haben.  "Alle haben geschwiegen, bis heute", so seine Worte.

"Der Prozess der Aufklärung ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch hat sich der DSV-Vorstand aufgrund seiner hohen moralischen Ansprüche dazu entschieden, Herrn Buschkow bis zur finalen Klärung des Sachverhaltes mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit als Bundestrainer Wasserspringen im DSV freizustellen", teilte der Deutsche Schwimm-Verband nun mit. Buschkow, der gestern noch bei den Europameisterschaften in Rom am Beckenrand saß, war in den vergangenen Jahren nicht nur Bundestrainer im Wasserspringen, sondern von 2008 bis 2016 auch Leistungssportdirektor im DSV.

Neben Jan Hempel kommen in der ARD-Dokumentation weitere Aktive zu Wort, die Opfer sexualisierter Gewalt im Schwimmsport wurden. Das Thema bekam im zurückliegenden Jahr durch den Fall des einstigen Freiwasser-Bundestrainers Stefan Lurz große Aufmerksamkeit. Der Würzburger trat nach Missbrauchsvorwürfen von seinem Amt zurück und wurde später zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, die ihm zudem eine Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Schwimmsport untersagt. Die ARD-Reportage deckt jedoch auf, dass Lurz weiterhin beim Schwimmverein in Würzburg als kaufmännischer Angestellter beschäftigt gewesen sein soll. Dem Gericht obliege es nun zu prüfen, inwieweit damit gegen die Bewährungsauflagen verstoßen wurde, so die ARD-Journalisten.

"Der DSV-Vorstand sieht sich dazu verpflichtet, die in der Reportage aufgeführten Vorwürfe aus der Vergangenheit vollumfänglich aufzuarbeiten", schreibt der Verband in seinem Statement. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, welche konkreten Maßnahmen dies nach sich ziehen wird. 

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