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(11.07.2022) Mit drei Medaillen auf dem Konto des deutschen Teams sind am Sonntag die Junioren-Europameisterschaften in Otopeni (Rumänien) zu Ende gegangen. Am Abschlusstag kam zwar kein weiteres Edelmetall hinzu, doch vier deutsche Talente durften sich noch einmal in den Finals präsentieren.

Dabei kam Martins Zabothens über die 50m Schmetterling dem Podest am nächsten. In 24,34 Sekunden schwamm der Cottbusser als Fünfter bis auf 17 Hundertstel an die Medaillen heran und stellte auf den Punkt genau seine persönliche Bestzeit ein. Unangefochtener Junioren-Europameister wurde mit fast drei Zehnteln Vorsprung der Däne Casper Puggaard (23,67).

Ebenfalls Rang fünf gab es für Julia Barth (4:16,65) über die 400m Freistil. Die Erlangerin hatte mit ihrem dritten Platz über die 1500m Freistil in Otopeni für eine der drei deutschen Medaillen gesorgt. Den Sieg im 400m-Finale sicherte sich die Türkin Merve Tuncel (4:07,30), die damit wie schon im vergangenen Jahr drei JEM-Titel holte.

Bei den Herren hatte Jarno Bäschnitt mit einer starken Bestzeit (3:56,25) den Sprung ins Finale über die 400m Freistil geschafft, konnte sich hier aber nicht steigern. Nach einem beherzten Angang wurde er in 3:58,04 Minuten Achter beim Sieg des Italieners Lorenzo Galossi (3:48,14), der erst am Samstag innerhalb von nur 15 Minuten Gold über die 1500m Freistil und mit der 4x200m-Staffel geholt hatte.

Den Auftakt am abschließenden Finaltag hatte fürs deutsche Team Saskia Blasius bestritten, die über 200m Lagen (2:17,67) Rang sieben belegte. Nicht zu schlagen war in diesem Event die Britin Leah Schosshan (2:13,49).

In den Finals ohne deutsche Beteiligung glänzten die internationalen Youngsters, die schon vor wenigen Wochen bei den Weltmeisterschaften der Erwachsenen die Blicke auf sich zogen. Der zweifache WM-Sieger David Popovici ließ das Heimpublikum bei seinem Sieg über die 100m Freistil (47,69) jubeln. Er holte damit in Otopeni viermal Gold (50, 100, 200m Freistil / 4x100m Freistil). Ein Achtungszeichen setzte auch der WM-Dritte über die 50m Rücken, Ksawery Masiuk. Der 17-Jährige Pole gewann die 100m Rücken in 52,91 Sekunden und war damit so schnell wie kein anderer JEM-Schwimmer zuvor.

Für das deutsche Team endet die Junioren-EM damit auf dem zehnten Rang des Medaillenspiegels. Neben Julia Barth hatten Nina Sandrine Jazy mit ihrem Sieg über die 50m Freistil und die Damen der 4x100m Freistilstaffel (Bronze) für Edelmetall gesorgt. Zwar gab es im Vergleich zu 2021 einen Podestplatz weniger, dafür lag die deutsche Mannschaft diesmal einen Rang weiter vorn im Medaillenranking, das Ungarn an der Spitze beendete. In der Championship-Trophy, in deren Wertung auch die weiteren Finalplatzierungen einfließen, kam Deutschland auf Rang acht.

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Die Champions der Junioren-EM 2022 am Sonntag:

  • 200m Lagen (w): Leah Schlosshan (GBR) - 2:13,49
  • 100m Rücken (w): Dora Molnar (HUN) - 1:00,88
  • 100m Rücken (m): Ksawery Masiuk (POL) - 52,91
  • 100m Brust (w): Eneli Jefimova (EST) - 1:06,50
  • 100m Freistil (m): David Popovici (RUM) - 47,69
  • 100m Brust (m): Volodymyr Lisovets' (UKR) - 1:00,96
  • 50m Schmetterling (w): Lana Pudar (BIH) - 26,49
  • 50m Schmetterling (m): Casper Puuggard (DEN) - 23,67
  • 400m Freistil (w): Merve Tuncel (TUR) - 4:07,30
  • 400m Freistil (m): Lorenzo Galossi (ITA) - 3:48,14
  • 4x100m Lagen (w): Frankreich - 4:05,33
  • 4x100m Lagen (m): Großbritannien - 3:37,44

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Bilder: LEN/Simone Castrovillari

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